Plötzlich passiert es - und man hat nicht damit gerechnet

Lesezeit: 3 Min.

Nicht jeder von uns ist sofort auf der Höhe Hiobs, der sagen konnte: „Da stand Hiob auf und zerriss sein Gewand und schor sein Haupt; und er fiel zur Erde nieder und betete an. Und er sprach: Nackt bin ich aus meiner Mutter Leibe gekommen, und nackt werde ich dahin zurückkehren; Jahwe hat gegeben, und Jahwe hat genommen, der Name Jahwes sei gepriesen! Bei diesem allem sündigte Hiob nicht und schrieb Gott nichts Ungereimtes zu."

Hiob war ein besonderer Mann - und ist ein Vorbild für uns

Sicher war Hiob ein ganz besonderer Mann Gottes. Aber es gibt wohl heute kaum jemanden, der das erlebt, was Hiob seinerzeit mitmachen musste. Und doch können wir von seiner Haltung lernen. Er wusste wohl kaum etwas von der Szene, die im Hintergrund ablief und die Gott uns heute durch das Buch Hiob enthüllt. Wir dürfen wissen, dass Gott im Hintergrund wirkte und zuließ, dass der Satan, der Teufel, sich an Hiob verging. Wie großartig, dass Satan Hiob nicht zum Sündigen führen konnte. Überhaupt nicht. Er musste trotz schlimmster Gewalttaten an Hiob beschämt und unverrichteter Dinge wieder von dannen gehen. Welch ein Triumph der Gnade Gottes über den Teufel. Und welch ein Triumph eines Mannes Gottes, der sich ganz auf Gott stützte.

Natürlich ist auch wahr, dass die Geschichte von Hiob nicht mit Kapitel 2 abgeschlossen ist. Denn Gott hatte noch etwas mit Hiob vor. Und auch Gott kam mit ihm zum Ziel. Wie gut, dass wir nicht im vorhinein wissen, was Gott genau mit uns vorhat. Wahrscheinlich würden wir vor lauter Angst keine Freude mehr am Leben haben. Aber das will Gott nicht. Auch nicht an schweren Tagen. Das heißt nicht, dass wir echte Schwierigkeiten im Leben von Gläubigen klein reden wollen. Denn Gott nennt solche Probleme auch beim Namen. Und wenn jemand schwer krank wird, wenn ein anderes Unglück seine Familie befällt, wenn er vielleicht seine Arbeitsstelle verliert, wenn sein Besitz verloren geht, wenn er in seiner Familie oder innerhalb des Geschwisterkreises mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen hat: Das alles ist nicht leicht zu verkraften.

Erkennst Du die Hand Gottes in diesen Umständen?

Aber als Christen haben wir den Vorzug, dass wir alles aus der Hand Gottes nehmen dürfen. Leicht? Oftmals nicht. Aber wenn wir hinter den Kulissen die Hand Gottes erkennen, dann fällt es uns leichter, echte Nöte anzunehmen, als wenn wir alles als puren oder teilweisen Zufall betrachten, der uns trifft. Natürlich wird man sich dann auch fragen, was einem diese Nöte zu sagen haben. Und doch, wie gut zu wissen, dass unser Gott ein Heiland-Gott voller Gnade und Barmherzigkeit ist.

Auf viele „warum-Fragen" gibt es hier und heute keine Antwort. Auf andere schon jetzt. Schon oft ist darauf hingewiesen worden, dass es besser ist, nach dem „wozu" zu fragen. Auch das ist nicht immer leicht. Aber es hilft, die Perspektive des Himmels einzunehmen. Und ein Blick nach oben ist immer besser als ein Blick in sich hinein oder gar keinen Blick für den Herrn zu haben.

Du bist in SEINER Hand

Es geht um ein Thema, bei dem man relativ leicht theoretisch argumentieren kann. Erst wenn es an uns selbst geht, verstehen wir, was es wirklich heißt, in der Hand Gottes zu sein.

Beitrag teilen

Verwandte Artikel

Zucht im Haus Gottes – mit Weisheit handeln (von Ernst-August Bremicker) - eine Buchbesprechung Manuel Seibel Zucht ist ein unter Menschen sehr negativ belegtes Thema. Und tatsächlich hat es im geistlichen Leben von Christen zumindest mittelbar mit Sünde(n) zu tun. Aber es geht Gott in seiner Zucht darum, dass wir ein Leben zu seiner Ehre führen. Daher ... Artikel lesen
Traktate in der Hand Gottes Manuel Seibel Gott kann Traktate auch dann in die richtigen Hände leiten, wenn wir sie Menschen übergeben, die kein Interesse an dem Herrn Jesus haben. Darauf haben wir bereits in einem anderen Artikel hingewiesen. Aber jetzt durften wir diese Erfahrung einmal ... Artikel lesen
Jede Krankheit hat ihre Bedeutung Manuel Seibel Krankheiten kommen nicht von ungefähr. Manchmal scheint es so. Aber es ist nicht so. Sie alle haben ihre Bedeutung. Nicht immer erkennen wir, wozu wir oder uns Nahestehende krank werden, obwohl uns der Herr nicht selten hilft. Vor allen Dingen ... Artikel lesen
Göttliche Energie John Nelson Darby "Eins aber tue ich." (Philipper 3,13) Herr, nur Deine Herrlichkeit ist das Ziel auf unsrer Reise. Diese Welt voll Eitelkeit bietet weder Trank noch Speise. Herr, wir eilen Dir entgegen, möchten ewig mit Dir leben. Artikel lesen
Kaleb Michael Hopp Der Glaube Kalebs ist schon vielen ein motivierendes Vorbild gewesen. Es lohnt sich, über das Leben dieses Mannes nachzudenken und Ihn nachzuahmen. Artikel lesen
Zucht im Haus Gottes – mit Weisheit handeln von EAB (Buchbesprechung) Manuel Seibel Zucht ist ein unter Menschen sehr negativ belegtes Thema. Und tatsächlich hat es im geistlichen Leben von Christen zumindest mittelbar mit Sünde(n) zu tun. Aber es geht Gott in seiner Zucht darum, dass wir ein Leben zu seiner Ehre führen. Daher ... Artikel lesen