Gedankensplitter zum Friedensnobelpreis

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Dem amerikanischen Präsidenten, Barack Obama, ist der Friedensnobelpreis für das Jahr 2009 verliehen worden. In den USA streiten sich die Parteien darüber, ob er ihn wirklich verdient hat. Das ist nicht unser Thema. Zudem sind wir angehalten, für Personen in der Obrigkeit zu beten (1. Tim 2,1.2), nicht sie zu verurteilen. Wenn das unser Ziel wäre, kämen wir wohl nie zu einem Ende. Aber wir wollen den König ehren (1. Pet 2,17).

Gleichwohl ist es bemerkenswert, was für Qualitäten und Einflussmöglichkeiten dem amtierenden amerikanischen Präsidenten zugebilligt werden. Wir sind in dem Artikel über den 44. amerikanischen Präsidenten schon einmal auf diesen „Erwartungsdruck" eingegangen (https://www.bibelpraxis.de//index.php?article.1751).

Jetzt gibt es Erwartungen an ihn, was den Frieden auf dieser Erde betrifft. Barack Obama hat in seiner Stellungnahme gesagt, dass er sich geehrt und demütig fühle. Wir wissen, dass die Schrift zwischen wahrer Demut und scheinbarer Demut unterscheidet (vgl. Kol 2,23). Und sicherlich ist die Verleihung des Friedensnobelpreises an Obama nicht nur eine Hoffnungsäußerung, dass ihm seine Friedenspläne gelingen mögen, sondern zugleich das bewusste Austeilen einer Ohrfeige an den früheren Präsidenten, George W. Bush, dem in unserer Gesellschaft nicht viele Sympathien entgegenschlagen. Vielleicht hat er als bekennender Christ - im Unterschied zu Obama, der sich z.B. für die Rechte von Homosexuellen etc. einsetzt - durch seine Politik dem Christentum einen Bärendienst erwiesen. Es erweist sich immer wieder, dass christliche Politiker dem biblischen Auftrag an uns Christen gar nicht gerecht werden können.

Nun wissen wir aus der Bibel, dass es einmal einen Friedefürsten geben wird. Der Herr Jesus Christus wird in prophetischer Weise im Alten Testament bereits so bezeichnet. Dort ist von dem Kind die Rede, das geboren werden würde und auf dessen Schulter die Herrschaft ruhen wird. „Und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Berater, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Friedefürst. Die Mehrung der Herrschaft und der Frieden werden kein Ende haben auf dem Thron Davids und über sein Königreich, um es zu befestigen und zu stützen durch Gericht und durch Gerechtigkeit, von nun an bis in Ewigkeit" (Jes 9.5.6).

Es gab manche Herrscher, die ein Weltreich mit Frieden, so wie sie ihn für sich selbst zu sehen meinten, aufzurichten suchten. Als Beispiele mögen Napoleon und Adolf Hitler reichen. Keiner hat es geschafft. Es kann auch niemand schaffen, auch kein Barack Obama, weil dieses Recht unserem Retter und Herrn, Jesus Christus, vorbehalten bleiben wird. Er wird der Erfüller des Vorbilds von Melchisedek sein, der König in Salem war - König des Friedens. Er wird der Erfüller der Weissagung Jakobs sein, der von Schilo sprach, der Ruhe und Frieden auf diese Erde bringen wird (1. Mo 49,10).

Im Gegenteil, wir lesen in der Schrift, dass die Menschen eine Zeitlang von Frieden und Sicherheit reden werden - aber es wird Krieg und plötzliches Verderben sein, was danach kommt. Jeder, der sich vor dem Kommen Jesu anmaßt, Frieden für diese Welt bringen zu können, ist ein Antichrist, der sich an die Stelle des Christus setzt, dem allein die Autorität zusteht, Frieden zu bringen. Niemand sollte glauben, diesen Platz ungestraft einnehmen zu können. Napoleon und Hitler haben die Antwort Gottes auf ihre Anmaßung erlebt. Das mag manchmal sehr lange dauern - die Antwort kommt bestimmt, spätestens am großen, weißen Thron.

Bis zu diesem Tag kann es zwar keinen dauerhaften politischen Frieden geben. Aber für jeden Einzelnen, der Jesus Christus als Retter annimmt, beginnt der Friede im Herzen, der Friede mit Gott. Das ist wie die wunderbare Vorwegnahme des ewigen Friedens, den Gott für das ganze Universum bringen wird.

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