04.03.2017Matthäus | Persönlicher Glaube

Die Lehre der Sadduzäer

Bild: Sauerteig

Der Herr Jesus stellt die Lehre der Sadduzäer neben die der Pharisäer. Die Lehre der Sadduzäer ist genauso gefährlich. Die Sadduzäer stellten die direkte Gegenbewegung zu den Pharisäern dar. Sie glaubten nicht an die Auferstehung (vgl. Mt 22,23), sie leugneten alles Übernatürliche, was nicht mit dem menschlichen Verstand erklärbar war. Damit waren sie auf der einen Seite Freidenker und Modernisten sowie auf der anderen Seite Rationalisten und Materialisten. Sie vertraten eine Lehre ohne Christus und ohne Gott. Der Himmel kam bei ihnen nicht vor. Die Hölle natürlich auch nicht. Sie waren durch Unglauben gekennzeichnet (Ap 23,8).

Paulus zeigt den Kolossern in seinem Brief, wie wir beide Denkrichtungen – also die der der Pharisäer und die der Sadduzäer – nach der Himmelfahrt des Herrn bezeichnen können: In Kolosser 2,16–23 haben wir die Lehre der Ritualisten und Traditionalisten, die bestimmte Tage und Zeremonien über das Wort Gottes und die Person des Herrn stellen. In Kolosser 2,8 haben wir die Philosophen und die modernen Theologen, die ohne Gott und sein zuverlässiges Wort auskommen. Moderne Theologie ist oftmals nichts anderes als Philosophie, nur dass sie diese mit dem Namen Gottes zu verbinden sucht. Das ist letztlich noch schlimmer, weil es einen Anschein von Gottseligkeit gibt, man in Wirklichkeit aber für Gott und seinen Christus keinen Platz hat.

Beide Denkrichtungen treiben bis heute ihr Spiel. Sie sind „tätig“, um die Christen zu verwirren und von der einfältigen Nachfolge hinter dem Herrn Jesus abzuziehen. Daher müssen auch wir uns warnen lassen, weder die Traditionen noch die rationalistischen Lehren mit ihrem Freidenkertum unser Denken und Handeln beeinflussen zu lassen. Beides ist sehr gefährlich und führt vom unserem eigentlichen Ziel weg: dem Herrn Jesus zu dienen.