29.03.2015Matthäus | Persönlicher Glaube

Die gute Erde

Beim Gleichnis des Sämanns ist symbolisch von vier Herzensböden die Rede. Drei sind vollkommen fruchtlos. Zum Schluss kommt dann die gute Erde. Wir wollen uns daran erinnern, dass dies auch die Ansicht derjenigen widerlegt, die von einer dominierenden Rolle des biblischen Glaubens auf dieser Erde träumen. Nur ein Teil des ausgestreuten Samens führt zu Frucht, und dann noch nicht einmal stets in 100facher Weise. Das hängt nicht vom Sämann ab, sondern vom Herzen eines jeden Zuhörers. Das ist ein Trost für jeden Evangelisten und auch für jeden Verkündiger der biblischen Wahrheit. So sehr wir uns bewusst bleiben müssen, dass wir im Unterschied zu unserem Herrn nur in Schwachheit und fehlerhaft verkünden, so bleibt doch bestehen, dass es von der Herzensbereitschaft des Zuhörers abhängt, ob der Same des Wortes Gottes aufgehen kann.

Vers 23 zeigt uns die Voraussetzung dafür, Frucht zu bringen. Zunächst muss ein Mensch bereit sein, dem Wort zuzuhören. Dazu ist eine erste Grundbereitschaft nötig. Jemand, dem vor allem der Reichtum am Herzen liegt, hat dafür keine Zeit. Dann muss man das Wort verstehen (wollen). Damit ist nicht gemeint, dass man das Wort akustisch oder intellektuell verstehen muss, auch wenn das natürlich wahr ist. Aber das Wort Gottes ist so einfach für jeden Menschen zu verstehen, dass dies keine Hürde darstellt.

Mit verstehen ist daher gemeint, dass man die Botschaft Gottes verstehen will. Die Folge des Hörens und Verstehens ist dann, dass man das tut, was das Wort sagt. Das Leben bekommt eine ganz neue Richtung. Man hat einen neuen Herrn, auf den man sein Leben ausrichtet. So kommt wirklich Frucht aus der Ähre hervor.