Gaunerzinken (Die gute Saat, FMN)

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Gaunerzinken – man sieht sie nur noch selten, diese Symbole, die Landstreicher und Vagabunden an Häusern, Zaunpfählen usw. anbringen. Damit signalisieren sie einander, was man jeweils von den Bewohnern zu erwarten hat. Ein kleiner Hammer z. B. zeigt: „Hier bekommt man etwas, aber man muss dafür arbeiten.“ Andere Zeichen geben an, ob man nur Essen oder auch etwas Geld erhoffen kann.

Und dann gibt es das Symbol des Kreuzes. Das soll anzeigen: „Hier muss man fromm tun.“ – Aber ist das Kreuz Jesu Christi ein Symbol dafür, dass man sich „fromm“ stellen soll, um etwas zu erhalten? In Wirklichkeit bezeichnet das Kreuz Jesu Christi genau das Gegenteil!

Jesus wurde „durch die Hand von Gesetzlosen“ ans Kreuz geschlagen. Doch dahinter standen die religiösen Führer, die sich mit einem Schein von Gottesfurcht umgaben. Aber sie kreuzigten den Sohn Gottes! Das reißt ihnen die fromme Maske ab. Das Kreuz offenbart, was jeder Mensch, auch der religiöse Mensch, zunächst einmal ist: ein Feind Gottes.

Zugleich aber wird am Kreuz von Golgatha offenbar, wer Gott ist: Gott hat seinen Sohn für seine Feinde in den Tod gegeben! Als Christus am Kreuz litt und starb, da hat Er stellvertretend für verlorene Sünder das gerechte Strafgericht Gottes erduldet. Deshalb wird jetzt jeder, der an Ihn glaubt, aus freier Gnade vom kommenden Gericht gerettet. Er empfängt das Geschenk der Vergebung – völlig umsonst.

Jeder darf an diese „Tür“ klopfen. Er braucht nicht „fromm zu tun“ – nein, er darf es gar nicht! Wir müssen ohne jede Maske kommen und unsere Lebensschuld offen eingestehen. Dann wird uns Vergebung geschenkt, und wir kommen endlich zur Ruhe – wir finden eine Heimat.

Der Kalender: Die gute Saat

Folge mir nach – Heft 9/2022

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