26.03.2013Gute Botschaft | Persönlicher Glaube

Sam – eine Warnung für junge Christen

Sam ist gerade einmal 26 Jahre alt geworden. Er wuchs als fröhlicher Junge in einer gläubigen Familie auf. Er war das älteste von drei Kindern und zudem immer offen und zugänglich für andere. Er spielte mit den Kindern seiner Straße, machte keinen Unterschied zwischen Deutschen und Nicht-Deutschen, kümmerte sich um solche, die am Rand standen. Das hat er von seinem Vater gelernt, der sich um die Ausgestoßenen unserer Gesellschaft bemüht. Schon früh bekehrte sich Sam zum Herrn Jesus. Er bekannte Ihm seine Sünden und nahm Jesus Christus als seinen persönlichen Retter an.

Schleichend ...

Irgendwann kam, vielleicht schleichend, eine Veränderung in sein Leben hinein. Vielleicht waren es seine Freunde, die ihn auf die schiefe Bahn brachten. Vielleicht war er auch offen in seinem Herzen, einmal Anderes zu probieren. Er fing an, Drogen auszuprobieren ... Eine unglückselige Liaison, die er mit diesem Gift einging.

... auf zwei Seiten hinkend ...

Zwischendurch hatte er aber immer wieder auch Zeit für seinen „Glauben". Diesen hat er nie aufgegeben. Er sprach von seinem Herrn Jesus Christus. Und doch lebte er ganz anders. Ein Doppelleben zwischen Christsein und falscher Freiheitsliebe. Er vergaß, dass es eine so verstandene Freiheit unter Gottes guter Hand gar nicht gibt. Entweder ist man Sklave Jesu Christi, oder man ist Sklave seiner selbst, und auch Satans. Vier Wochen vor seinem Tod - vor seinem Heimgang - sagte Sam: „Ich kann nicht mehr anders" - so endet vermeintliche Freiheit, weil man ohne bewusstes Vertrauen auf Jesus Christus nicht die Kraft hat, im rechten Moment „nein" zu sagen.

Das gilt übrigens für jeden Menschen. Manche meinen, sie wären frei. In Wirklichkeit sind sie Sklaven: Man ist „Sklave der Sünde" oder „Sklave der Gerechtigkeit" (Römer 6,17.18). Kein Mensch hat einen freien Willen, mag er es auch noch so sehr von sich denken. Das, was er Freiheit nennt, ist in Wirklichkeit furchtbarste Gebundenheit. Aber es gibt Einen, der wirklich freimachen kann. Das ist der Herr Jesus: „Wenn nun der Sohn euch freimacht, werdet ihr wirklich frei sein" (Joh 8,36).

... dienend ...

Zurück zu Sam. Vor sieben Jahren - da war er 19 Jahre alt - hat er seiner Urgroßmutter das Evangelium verkündigt. Menschlich gesprochen ist sie durch ihn kurz vor ihrem Tod zum Glauben gekommen. Durch ihn hat sie noch ihren Retter gefunden. Sam selbst lebte zu dieser Zeit schon längst mit Drogen, auf beiden Seiten hinkend.

Sam war fleißig. Auch wenn er durch seinen Drogenkonsum immer wieder Pausen benötigte und deshalb manche Arbeitsstelle wieder verlor, brauchte er nie lange, um einen neuen Job zu finden.

... tot!

Ende letzten Jahres musste er dann in eine Klinik eingewiesen werden. Man machte ihm deutlich: „Entweder lebst du total clean, oder du setzt dein Leben aufs Spiel." Mitte letzter Woche wurde er auf der Toilette gefunden - mitten in der Klinik. Eine letzte Dosis war eine zu viel ... Und am Tag danach war die Hochzeit seines Bruders.

Konsequenz?

Warum erzähle ich diese Geschichte? Weil sie mich so sehr betroffen gemacht hat. So eng liegen Glück und Unglück, Leben und Tod, Freude und Leid beieinander. Manche sagen: Das war Schicksal. Gottes Wort dagegen spricht eine andere Sprache. Der Mensch erntet, was er gesät hat (Gal 6,7). Das gilt für jeden von uns.

Aber mich beschäftigt dieses Geschehen nicht zuletzt deshalb, da ich Vater von einigen Kindern bin. Es geht um ein Kind mit besten Voraussetzungen, gläubigen Eltern, dem Leben vor sich, bekehrt, einer fröhlichen Natur. Natürlich - seine Eltern waren nicht vollkommen, wie wir alle unvollkommen sind. Vielleicht schimpfst du innerlich oder offen über deine Eltern, dass sie so streng sind, oder dich überhaupt nicht verstehen, oder keine Zeit für dich haben. Wir, die wir Eltern sind, müssen bekennen: Wir versagen oft, sind immer wieder ungerecht, handeln im Affekt, nehmen uns nicht ausreichend Zeit. Leider ist das so.

Weichenstellungen

Aber die Weichenstellungen für dein Leben triffst du selbst. Schiebe die Verantwortung nicht auf andere, wie es dir viele Therapeuten einreden wollen. Vielleicht kommt nur einmal eine Versuchung auf dich zu, wo du durch ein „Ja" oder „Nein" die richtige oder falsche Weiche stellst. Vielleicht aber hat dir schon mehrfach jemand gesagt: „Lass dich warnen vor diesem oder jenem Schritt!"

Sam lebte in einer unehelichen, unbiblischen Beziehung und hinterlässt einen Sohn, der drei Jahre alt ist. Jetzt muss sich seine Mutter alleine um diesen Kleinen kümmern, der nun immer ohne seinen leiblichen Vater auskommen muss. Dieser ist seiner Verantwortung nicht nachgekommen.

Unser Leben kann sehr schnell vorbei sein. Für wen hast du es gelebt? Lebe es für deinen Retter, der am Kreuz von Golgatha für dich gestorben ist. Er hat noch eine Aufgabe für dich auf dieser Erde. Es gibt immer einen Weg zurück! Aber lass dich wirklich warnen: Für Sam gibt es keinen Weg mehr zurück. Seine Geschichte auf der Erde ist zu Ende geschrieben worden, auch wenn er im Paradies ist.

(aus: Folge mir nach - Heft 3/2013)