16.02.2009Ehe & Familie

Männer – Väter

Zum Kinderkriegen gehören bekanntlich zwei: Mann und Frau. Wenn es darum geht, dass manche Ehen bewusst kinderlos bleiben (was man als Außenstehender ohnehin nicht oder nur kaum beurteilen kann), so bleibt die Verantwortung dafür im Bewusstsein von Menschen und auch Christen oft an den Frauen hängen. Dabei haben wir als Männer eine mindestens genauso große Verantwortung.

Sind nicht oft wir es, die sagen: Muss das denn sein, ein Kind? Oder noch ein Kind? Haben wir wirklich ein ausreichend großes Einkommen? Schränkt uns das nicht zu lange und zu sehr ein?

Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung hat herausgefunden, dass man inzwischen von einem „Zeugungsstreik" der Männer sprechen kann. Männer sehen neben einer gefestigten Partnerschaft (66,1%), die bei einer christlichen Ehe ja eigentlich kein Hinderungsgrund sein sollte, ein ausreichendes Einkommen, um eine Familie ernähren zu können (58,9%), einen sicheren Arbeitsplatz (56,6%), eine gewisse Stabilität im Leben (44,4%), eine geeignete Wohnung (38,4%) und die Vereinbarkeit mit meinem Leben (21,7%) als Voraussetzung für Kinder an.

Und die Bibel? Nur die Ehe. Denn diese ist nach 1. Mose 2,24 Voraussetzung dafür, dass Mann und Frau intim zusammen sein dürfen. Danach sagt Gott dem Menschen: „Seid fruchtbar und mehr euch und füllt die Erde" (1. Mo 9,1; 1,28). Mit anderen Worten: Wenn junge Menschen verheiratet sind, dürfen sie Kinder mit Freuden annehmen. Auch wir Männer.

Natürlich sind die in der Untersuchung genannten Gründe menschlich nachvollziehbar. Wer wüsste nicht als Familienvater, dass heute alles teuer geworden ist und dass es auch ausreichend Platz für Kinder bedarf.

Aber haben wir Christen nicht einen großen Vorteil gegenüber ungläubigen Menschen: Wir haben einen Gott im Himmel, dem wir vertrauen können? Nicht, dass wir unseren Verstand an der Tür zum Schlafzimmer abgeben sollten. Aber Gott hat uns mehr als einen Verstand gegeben. Er hat uns die Fähigkeit geschenkt, unserem göttlichen Vater zu vertrauen, dass Er einen guten Weg mit uns geht. Dass Er uns hilft, wo immer wir uns befinden. Dass Er uns nie im Stich lässt.

Wir lesen nicht davon, dass Paulus Kinder gehabt hat. Aber er war sicher in viel schwierigeren Umständen, als wir sie je kennenlernen werden. Und was konnte er sagen: „Der Herr aber stand mir bei und stärkte mich" (2. Tim 4,16). Viele Eltern haben diese Erfahrung machen dürfen. Sie haben ihren himmlischen Vater auf eine solch herrliche Weise erleben dürfen, wie sie das ohne das Wagnis „Familie" und Kinder nie hätten machen können. Wir wollen uns daher gegenseitig ermutigen, auf den Herrn zu vertrauen. Er will uns segnen. Auch als Familien.