Das Wenige tun

„Das Wenige, das du tun kannst, ist viel“, sagte einmal Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer Arzt, Philosoph, Musiker, Friedensnobelpreis 1952. Vielleicht haben wir uns zu sehr angewöhnt, auf scheinbar besondere, eben in besonderer Weise begabte Brüder und Schwestern zu schauen.

Dabei heißt es so klar gerade in dem Brief, der uns zu den höchsten Höhen führt: „Jedem Einzelnen aber von uns ist die Gnade gegeben worden nach dem Maß der Gabe des Christus“ (Eph 4,7). Wer ist jeder? Du jedenfalls auch!

So hat jeder von uns eine Aufgabe, die er ausführen darf und sollte. Vielleicht meinen wir manchmal: „Was ist das wenig, was wir tun können!“ Mag sein, wenn man das vergleicht mit gewaltigen Glaubens- und Dienstwerken, die andere Menschen vollbracht haben. Aber wenn diese kleine Einzelheit einem Menschen hilft im Glaubensleben. Einen Menschen überhaupt dazu bringt, noch einmal darüber nachzudenken, dass er sich bekehren muss. Einem Gläubigen neuen Mut gibt. Dann hat sich dieses Wenige mehr als gelohnt.

Es kommt nicht darauf an, Großes zu tun. Es kommt schlicht darauf an, das zu tun, was gerade jetzt ansteht. Da wird das Kleine sehr groß. Vielleicht nicht für Dich. Wohl aber für den anderen. Und besonders für Deinen Herrn.