12.07.2007Dienst

Kinder retten das Leben

Die Busrettung

Mit seiner geistesgegenwärtigen Reaktion ist der elfjährige Uli Stegmair aus dem schwäbischen Rain am Lech zum Lebensretter seiner Mitschüler geworden. Wie fast jeden Tag setzt er sich zu Anton, dem 71-jährigen Busfahrer, der die Schüler zu ihrer Schule bringen soll. Auf einmal sackt der Busfahrer seinem Fahrersitz zusammen und verliert das Bewusstsein. Der Bus macht sich selbstständig, überquert die Straße und rollt auf einen fünf Meter tiefen Abhang zu, der nur mit einer Leitplanke gesichert ist. Uli erkennt die Situation blitzschnell und reißt die Handbremse nach oben. Der Bus rollt in die Planke, bremst und bleibt über dem Abhang stehen, mit einem Vorderrad schon über der Böschung. Ohne Ulis Geistesgegenwart wäre der mit 70 Schulkindern besetzte Bus mit Sicherheit den Abhang hinunter gestürzt.

Kinder können Erwachsenen und anderen Menschen überhaupt das Leben retten. Das betrifft das physische Leben, kann jedoch genauso für das Leben bis in Ewigkeit gelten. Gerade Kinder sind es immer wieder, die einem Erwachsenen einen lebenswichtigen Hinweis geben.

Lebensrettung durch ein Mädchen

Denken wir an das „namenlose“ Mädchen, das nach Syrien verschleppt worden war und bei Naaman, dem Verteidigungsminister Syriens, landete. Der hatte ein großes Problem: Er war aussätzig. „Und sie sprach zu ihrer Herrin: Ach, wäre doch mein Herr vor dem Propheten, der in Samaria wohnt!“ Dann würde er ihn von seinem Aussatz befreien“ (2. Könige, Kapitel 5, Vers 3).

Was hätten Erwachsene wohl überlegt? Es gab in Israel keine einzige Person, die von Aussatz geheilt worden war, außer Mirjam, die den Aussatz als ein Gericht Gottes für ihre Eifersucht bekommen hatte. Aber sonst? Und dennoch hat dieses junge Mädchen keinen Zweifel, dass Gott durch Elisa retten konnte. Daher sagt sie dies ihrer Herrin. Und tatsächlich konnte Naaman durch diesen Hinweis geheilt werden.

Lebensrettende Warnung durch einen kleinen Jungen

Und wie war es mit Samuel? Als kleiner Junge hilft er Eli im Tempel, dem Zelt der Zusammenkunft. Hätte Elia auf diesen kleinen Jungen gehört, wäre er am Leben geblieben. Samuel hatte keine schöne Nachricht an Eli weiterzugeben. „An jenem Tag werde ich [sagt der HERR] gegen Eli alles ausführen, was ich über sein Haus geredet habe“ (1. Samuel, Kapitel 3, Vers 12). Das war ein Gerichtsurteil.

Wenn Eli diese Worte angenommen hätte, hätte es für sein Haus noch Rettung geben können. Aber leider akzeptiert Eli die Worte des HERRN durch Samuel, ohne seinem Leben eine neue Wende zu geben.

Unsere Kinder ...

Auch heute möchte der Herr Jesus junge Menschen, auch Kinder, benutzen, damit sie anderen Menschen, auch Gläubigen, eine echte Hilfe sind. Dazu gibt es viele Gelegenheiten. Ob wir als Eltern, ohne unsere Kinder pushen zu wollen, ihnen zeigen, was es für vielfältige Aufgaben gibt?