18.06.2021 Johannes | Persönlicher Glaube

Gehorsam ist der Weg zur Freude

Die Verse zu Beginn des zweiten Kapitels des Johannesevangeliums sprechen prophetisch von einer künftigen Zeit. Der „dritte Tag" und der Wein, den der Herr bereitstellt, weisen hin auf die Freude des Tausendjährigen Reiches, in dem der Herr sowohl der König seines irdischen Volkes als auch der Bräutigam seines himmlischen Volkes sein wird.

 

Der Herr Jesus war mit seinen Jüngern zu einer Hochzeit in Kana geladen. Er war unter den Hochzeitsgästen. Und wie wichtig und entscheidend war seine Gegenwart! Er war es, der letztendlich die Freude und das Glück dieses Hochzeitsfestes ausmachte. Als der Wein plötzlich ausging, konnte nur der Herr helfen.

 

Jeder Wein der menschlichen Freude geht irgendwann aus. Die Dinge dieser Erde können dem menschlichen Herzen keine dauerhafte und wirkliche Freude bieten. Allein die Gegenwart des Herrn garantiert echtes Glück und wahre Freude. Ohne Ihn gibt es keine bleibende Freude, mit Ihm jedoch gibt es Fülle von Freuden, die nie enden.

 

Diese Begebenheit in Kana lehrt uns, dass der Genuss der Freude an eine wichtige Voraussetzung geknüpft ist. Und diese lautet Gehorsam. Erst als die Diener das getan hatten, was Er ihnen aufgetragen hatte, gab es neuen Wein. Keinen Augenblick vorher. Der Herr möchte gerne helfen, Er möchte gerne segnen, doch Er macht es abhängig von unserem Gehorsam. Erst wenn wir tun, was Er uns sagt, werden wir die Freude seiner Gegenwart wirklich genießen können.

 

In diesem Zusammenhang ist das Wort, das Maria, die Mutter Jesu, zu den Dienern spricht, bezeichnend: „Was irgend er euch sagen mag, tut!" - was immer es auch sein mag! Auch wenn sein Wort uns unverständlich oder unlogisch erschient; auch wenn es viele einfachere und schnellere Wege zum Ziel zu geben scheint, so gibt es doch nur einen Weg des Segens. Und das ist der Weg des Gehorsams: „Was irgend er euch sagen mag, tut!" Er sagt es uns durch sein Wort. Er sagt es uns durch dieses Wort in Verbindung mit Gebet. Er sagt es uns auch durch den Bruder oder die Schwester, die uns sein Wort näher bringen. Manchmal auch in Verbindung mit äußeren Umständen. Auf welche Weise es auch sein mag: Tu, was Er dir sagt!