Frauen an die Front oder nach hinten - was ist Zeitgeist?


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(00:00:00) War die Frauenverbannung vom Altar eine Anpassung an den Zeitgeist der Spätantike? Das ist eine interessante These, die ich vor einiger Zeit in einem Zeitungsartikel gelesen habe. Der Artikel beginnt mit einer interessanten Bezugnahme auf Galileo Galilei, dem der Satz zugeschrieben wird, und sie bewegt sich doch. Was auch immer er damit gemeint haben mag, ist es nicht die Doktrin der katholischen Kirche, heißt es dann weiter, da würde Veränderung eben kleingeschrieben. Nun, wir müssen uns auch fragen, als Christen, die wir den Herrn Jesus lieben, als Christen, die wir dem Herrn Jesus und dem Wort Gottes gehorsam sein wollen, inwiefern auch bei uns in unserem Denken der Zeitgeist Einzug gehalten hat. Wie ist das mit unserer Auffassung zu Frauen, zur Stellung der Frau, zu den Aufgaben der Frauen, auch in der Gemeinde, in der Versammlung Gottes, zu dem, was sie tun können, was sie nicht tun können? Wie ist das in unserer Zeit damit, dass wir uns verändern in der Frage, wer kann am Brotbrechen (00:01:08) teilnehmen? Ist das nicht oft auch eine Frage des Zeitgeistes, dass wir auf einmal die Türen öffnen, weiteröffnen und alles das, was man vorher getan hat, Sektiererei nennt? Wie ist das, wie gehen wir mit Traditionen um? Traditionen sind nicht Gottes Wort und da muss man immer aufpassen, dass man nicht etwas zu Gottes Wort erhebt, was Tradition ist und auf der anderen Seite muss man aufpassen, dass der Zeitgeist dazu führt, dass Gewohnheiten, die nicht verkehrt waren, die sinnhaftig waren, dass man sie eben zur Tradition benennt, zu einer Tradition macht und Traditionen müssen über den Haufen geworfen werden. Sie sind ja nicht Gottes Wort, also abschütteln und wieder neu was tun. Wie ist das mit Sitzordnung, wie ist das mit Kopfbedeckung, wie ist das mit Kleidung, wie ist das mit Haaren, wie ist das mit Riten, wie ist das mit Liturgie, wie ist das mit den Arten der Zusammenkünfte, berufen wir uns da wirklich auf Gottes Wort? Ist da das, was wir kennen, was wir als eine gute Gewohnheit kennengelernt haben, ist das (00:02:03) gerade, weil es eine Gewohnheit ist und manchmal eben nicht sich so in Gottes Wort wiederfindet, ist das ein Grund, das über den Haufen zu werfen, um etwas anderes, was sich so eben auch nicht in Gottes Wort findet, als das neue Nonplusultra darzustellen, ist das nicht auf Zeitgeist, man kann auf beiden Seiten vom Pferd herunterfallen und man kann an Dingen, auf Dingen beharren, die nicht Gottes Wort sind und man kann sie bewusst umschmeißen und damit nur Unfrieden stiften, indem man einfach Neues an dessen Stelle setzt. Interessant in diesem Artikel ist auch, dass der Autor gar nicht gegen die katholische Kirche unbedingt vorgeht, dass es in einer allumfassenden gleichkatholischen Kirche eine Instanz geben muss, die im Konflikt über Wahrheitsansprüche das letzte Wort haben muss, wurde von niemand bestritten. Und gut, achte es an den Papst. Ist das Gottes Wort? Gottes Wort gibt keinem Menschen eine Letztgültigkeit, dass er in einem Konflikt irgendwie das letzte (00:03:03) Wort, eine Instanz haben kann. Das ist ausschließlich Gottes Wort. Wenn es um Fragen geht, die zu klären sind, dann können wir nicht auf Menschenmeinung uns berufen, sondern dann ist das Einzige, was gilt, das ist Gottes Wort. Andererseits, weil es Probleme gibt in der Kirche, in der Gemeinde, in den örtlichen Zusammenkommen, muss man irgendeine Lösung finden, die eben nicht den Status Quo widerspiegelt. In der katholischen Kirche ist es, dass es auf einmal keine Männer, nicht mehr ausreichend Männer gibt, die Priester werden wollen, also muss man eine Lösung schaffen, dass Frauen das auch tun können oder verheiratete Menschen. Natürlich, dass es nur Männer unverheiratet sein dürfen, das ist in der Tat Zeitgeist gewesen. Das ist eine Erfindung des Menschen, die wir in Gottes Wort überhaupt nicht finden, wo dann der Versuch unternommen worden ist, eine bestimmte Struktur einzufahren. Umgekehrt, aber wenn Probleme da sind, wie sie jetzt in diesem Fall in der Kirche sind, aber die beschäftigen uns ja nicht als Christen, die nach Gottes Wort leben wollen, weil Gottes Wort diese sonder-, diese seltsame Regelung gar nicht kennt. (00:04:02) Aber wenn es Probleme gibt, ist es dann nicht sehr menschlich, eine Regel finden zu wollen, die dieses Problem löst. Ist das Gottes Wort? Wie war das denn in Korinth? In Korinth gab es Chaos, da gab es wirklich furchtbare Dinge, nicht nur unmoral, sondern auch wie das Gedächtnis mal, das Abendmahl eingenommen wurde, da haben die Reichen sich dann richtig vorher gemästet und haben ihren Tisch da aufgefahren und das war die Lösung des Apostels Paulus, war eben nicht, dass er irgendwie eine neue Form jetzt beschlossen hat, sondern dass er das Falsche angeprangert hat. Wie leicht sind wir damit, menschliche Lösungen zu finden? Nun zurück zu der Eingangsfrage, Frauen vom Altar verbannt. Da schreibt dieser Autor, hat die Kirche nicht einen selbst einem unheilvollen Zeitgeisttribut gezollt? Sie sakralisierte im Zuge ihrer Integration in patriarchal strukturierte Gesellschaften heidnische, antichristliche Ordnungsvorstellungen, indem sie in der Spätantike Frauen aus allen (00:05:01) gemeindlichen Ämtern verdrängte. Mit anderen Worten, das was wir in der Bibel finden, das ist erst in der Spätantike so formuliert worden. Meint das der Autor wirklich? Schauen wir uns Gottes Wort an. Was sagt Gottes Wort im Blick auf die Frau? Ich nehme als erstes mal den grundsätzlichen Abschnitt, der zu dieser Fragestellung nimmt, nämlich 1. Timotheus 2. Was sagt der Apostel Paulus ab Vers 8? Ich will nun, dass die Männer an jedem Ort beten, indem sie heilige Hände aufheben, ohne Zorn und zweifelnde Überlegung. Das heißt, dem Mann wird gesagt, er soll an jedem Ort, wo er ist, soll er die Verantwortung übernehmen zu beten, nämlich auch laut zu beten. Da wo Menschen sind, da ist es der Mann, der betet. Was wird der Frau gesagt? Ebenso auch, dass die Frauen. Ach, auch so beten? Nein, das ist gar nicht der Punkt, sondern ebenso will ich nun. Ja, was will er im Blick auf die Frauen? Will er, dass sie auch an jedem Ort beten? Gerade das nennt er nicht. Das heißt, es macht schon deutlich, dass der Paulus, nicht die Spätantike, sondern das Gottes Wort, das der Heilige Geist, das der Herr Jesus, das Gott der Vater, sie sagen (00:06:05) uns, was der göttliche Wille ist, nicht irgendwie ein Zeitgeist zu dieser oder jener Zeit, sondern was Gottes Wille ist. Ebenso auch will ich, dass die Frauen sich im Bescheidenen im Äußeren mit Schamhaftigkeit und Sitzsamkeit schmücken, nicht mit Haarflechten und Gold oder Perlen oder kostbarer Kleidung. Wir sehen also, was Gott über Schmuck, was er über das Herausmachen von Frauen sagt. Heute ist das leider in gleicher Weise bei Männern der Fall, aber Gott nimmt hier eindeutig dazu Stellung. Sondern, Vers 10, was Frauen geziemt, die sich zur Gottesfurcht bekennen, durch gute Werke. Das heißt, eine gläubige Frau soll nicht durch das Äußere geprägt sein, wie gesagt, zum Schmuck und so weiter, nimmt hier Gottes Wort eindeutig Stellung, sondern sie soll gute Werke tun. Eine Frau lerne in der Stille, in aller Unterordnung. Das ist ein Wort, was siebenmal im Neuen Testament auf die Frauen bezogen wird, Unterordnung. Da ist nicht von Gleichstellung oder von Gleichartigkeit oder dergleichen zu die Rede, obwohl Frauen natürlich den gleichen Wert vor Gott haben wie Männer, aber hier heißt es nicht Gleichstellung, (00:07:04) sondern Unterordnung. Was ist Zeitgeist? Das, was wir erleben, dass den Frauen jetzt diese Altarämter, Pastorenschaften und so weiter angetragen werden. Das ist Zeitgeist. Und das, was Gottes Wille ist, ist das Gegenteil. Die Frauen sollen in der Stille lernen, in aller Unterordnung, sie sollen nicht in der Öffentlichkeit auftreten. Ich erlaube aber, Vers 12, einer Frau nicht zu lehren, noch über den Mann zu herrschen, sondern still zu sein. Und der Apostel begründet das, denn Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva. Das ist ganz schlicht Historie, das ist nicht Zeitgeist, sondern das ist Chronologie. Gott hat erst Adam geschaffen und erst dann Eva. Und damit macht er deutlich, dass er dem Mann andere Aufgaben, in dieser Weise auch Aufgaben in der Öffentlichkeit gegeben hat, die er der Frau nicht gegeben hat. Zweitens, Adam wurde nicht betrogen, die Frau aber wurde betrogen und fiel in Übertretung. Es war die Frau, die auf die Schlange, auf den Satan hörte, nicht der Mann. Und diese beiden Begründungen benutzt der Apostel Paulus, um deutlich zu machen, die (00:08:01) Frau darf nicht lehren, sie hat keine Pastorenschaft, sie hat kein Amt. Und zwar übrigens hier unabhängig davon, ob Frauen nur Frauen zugegen sind oder auch Männer. Die Frau soll nicht lehren. Frauenkonferenzen, wird ganz deutlich hier, das gibt es nach Gottes Gedanken überhaupt nicht. Wenn jetzt gläubige Frauen sich zusammensetzen, um eine Konferenz zu machen, dann ist ja eine Frau, die logischerweise dann auch da irgendwie den Ton angibt, das ist leiten, das ist lehren. Und Gott will das nicht. Gott will ausdrücklich nicht, dass Frauen solch eine Stellung einnehmen. Ist das Zeitgeist? Nein, das was wir machen ist Zeitgeist. Wie sieht das nun in der Gemeinde aus, in den Zusammenkünften, in den Versammlungsstunden? 1. Korinther 14 Vers 34, die Frauen sollen schweigen in den Versammlungen, denn es ist ihnen nicht erlaubt zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt. Sie sollen schweigen, damit ist nicht gemeint, sie sollen nicht plappern, es ist nicht ihnen erlaubt zu reden. Das ganze Kapitel spricht davon, dass Reden einfach das Äußern ist, das mündliche Äußern (00:09:01) und das sollen sie nicht. In den Zusammenkünften sollen sie schweigen. Die Männer sollen beten an jedem Ort, die Männer sollen ein Lied vorschlagen, die Männer sollen eine Bibelstelle vorlesen, die Frauen sollen schweigen. Ist das Zeitgeist? Nein, das ist Gottes Wille. Und wer von Gott gesegnet sein möchte, wer sich Gott unterordnen möchte, wer dem Willen Gottes entsprechen möchte, der tut genau das. Da sind es die Männer, die beten, die reden und es sind die Frauen, die in dieser Weise schweigen. 2. Wenn sie aber etwas lernen wollen, Vers 35, so sollen sie daheim ihre eigenen Männer fragen. Nicht da öffentlich auftreten, ihre Meinung sagen, sondern zu Hause in aller Stille den Mann fragen. Denn es ist schändlich für eine Frau in der Versammlung zu reden, in der Zusammenkunft ist gemeint. Das heißt, Zeitgeist ist gegen dieses Wort des Apostels Paulus, das ist der Apostel, der spricht. Er spricht nicht gegen Frauen, er spricht überhaupt nicht. Er hat eine hohe Wertschätzung von Frauen, das finden wir in verschiedenen Grüßen zum Beispiel mitgeteilt. Aber er macht ganz deutlich an dieser Stelle, dass eine Frau schweigen soll, dass es sogar schändlich ist in den Augen Gottes. Oder ist das Wort Gottes von euch ausgegangen oder ist es zu euch allein gelangt? (00:10:03) Nein, die Apostel machen hier ganz deutlich, was Gottes Gedanken im Blick auf die Zusammenkünfte sind. Und dann noch ein dritter Abschnitt, der mir so die praktische Seite des Dienstes und des Lebens der Frau beschreibt. Titus 2, da werden die alten Frauen, Vers 3, ebenso ermahnt in ihren Betragen, wie es dem heiligen Stand geziemt, nicht verleumdere, nicht Sklavinnen von vielem Wein, Lehrerinnen des Guten, damit sie die jungen Frauen unterweisen, ihre Männer zu lieben, ihre Kinder zu lieben, besonnen keusch, mit häuslichen Arbeiten beschäftigt, gütig, den eigenen Männern untergeordnet zu sein, wie der Unterordnung. Damit das Wort Gottes nicht verlästert werde. Was ist Zeitgeist? Zeitgeist ist der, der Frau einen Platz gibt, den Gott der Frau nicht gegeben hat. Unterordnung unter Gottes Wort, das Ausführen von Gottes Gedanken ist, bei dem zu bleiben, was die Schrift sagt. Lasst uns das tun. Dann sind wir gesegnet, wir als Männer, auch unsere Ehefrauen, auch die Schwestern, dann laufen sie nicht einer Veränderung nach, dann wollen sie nicht Dinge auf den Kopf (00:11:02) stellen, verändern, reformieren, sondern wollen sie ganz schlicht Gott ehren, dadurch, dass sie sich unterordnen, dass sie eben nicht lehren, dass sie nicht eine Führungsposition unter Gläubigen einnehmen, und zwar unabhängig, ob das inmitten von nur gläubigen Schwestern ist oder auch von gläubigen Männern und Schwestern. Dann werden sie schweigen in den Zusammenkünften, dann werden sie sich nach Gottes Wort richten. Das ist gesegnet, das ist zu unserem Segen und das verherrlicht den Herrn. Wollen wir dem Zeitgeist nachgehen oder wollen wir den Herrn ehren? Das muss sich jeder von uns selbst fragen.
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