Trennung von sündigen Verbindungen

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Josaphat war einer der besten Könige von Juda. Er suchte Gott und wandelte auf den Wegen seines Vorvaters David. Er beseitigte den Götzendienst im ganzen Land. Er sorgte dafür, dass sein Volk das Gesetz des Herrn lernte. Als er von einem Bündnis feindlicher Armeen angegriffen wurde, führte er sein Volk dazu, das Angesicht des Herrn zu suchen und ihn später für den Sieg zu preisen. Sein Gebet bei dieser Gelegenheit enthält eine reiche Lehre für uns.

Aber bei Josaphat finden wir leider eine schwere Sünde: Er verbündete sich mit Ahab, Israels bösestem König. Ihre Kinder wurden mit HIlfe von Josaphat verheiratet, und er wurde mit Ahab in einen verhängnisvollen Krieg gegen Syrien verwickelt. Während sie den Feldzug planten, sah dieser gottesfürchtige Mann tatenlos zu, wie die 400 falschen Propheten von König Ahab ihr Unwesen trieben. Schlimmer noch, er nahm hin, dass Micha, der wahre Prophet Gottes, verfolgt wurde, weil er die Wahrheit sagte.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Josaphat durch diese falsche Verbindung seine Familie und sein Königreich gefährdete und auf einen falschen Weg brachte, einen falschen Krieg führte, sich falschen Propheten aussetzte, sich mit der Verfolgung von Gottes wahrem Propheten verbündete und sein Leben verloren hätte, wenn Gott ihn nicht in besonderer Barmherzigkeit gerettet hätte.

Wie leicht können wir uns damit begnügen zu fragen, warum sich ein so gottesfürchtiger Mann auf diese Weise in Böses verstrickte. Besser aber wäre es, unser eigenes Herz auf unsere falschen Verbindungen hin zu untersuchen. Wenn es in unserem Leben Verbindungen gibt, die den Herrn entehren, sollten wir sie auflösen und uns an die wunderbare Verheißung unseres Herrn halten. Er verspricht denen, die sich vom Bösen trennen: "Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab, spricht der Herr, und rührt Unreines nicht an, und ich werde euch aufnehmen; und ich werde euch zum Vater sein, und ihr werdet mir zu Söhnen und Töchtern sein, spricht der Herr, der Allmächtige" (2. Kor 6,17.18). Welche andere Beziehung kann damit verglichen werden?

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