Gottes Güte erkennen und Gott danken


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(00:00:00) Am Jahresende schaut man zurück und was sieht man? Man sieht Versagen, ja das tut man, aber vielleicht sieht man auch das eine oder andere, was man für den Herrn getan hat und was machen wir damit? Natürlich dürfen wir dankbar sein, dass der Herr uns benutzen konnte, aber lasst uns die Gesinnung von Paulus verwirklichen. In Philippa 3, da finden wir einen Mann des Herrn, einen Mann Gottes, einen Jünger des Herrn Jesus, der schon seinesgleichen sucht. Was sagt er dort? Philippa 3 Vers 7. Aber was irgendmehr Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Verlust geachtet. Bei Paulus gab es manches, was er eigentlich als Gewinn ansehen konnte. Er war im Gesetz untagelich befunden, Vers 6. Er hat sich wirklich bemüht, diese ganzen Feierlichkeiten, die nach dem Gesetz zu tun waren, alles was mit diesen Vorschriften zu tun hatte, die sein Leben, sein äußeres Leben betraf, die Zeremonien betrafen, das hat er alles getan. Aber er sagt, was irgendmehr Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Verlust (00:01:03) geachtet. Er hat erkannt, das hat ihn nicht dem Herrn nähergebracht, das hat ihn nur mit seinen Augen auf sich selbst sehen lassen, das habe ich geschafft, das habe ich geschafft. Kann das nicht auch bei uns sein, dass wir relativ dankbar, und das ist ja schon positiv, aber dass wir relativ selbstbewusst und auch das Gutfindend zurückschauen und sagen, das habe ich doch gar nicht so schlecht gemacht, da habe ich doch auch für den Herrn mich eingesetzt. Wertschätzung auf uns selbst. Ja, wahrlich, ich achte auch alles für Verlust wegen der Vortrefflichkeit der Erkenntnis Christi Jesu meines Herrn. Er wollte die Vortrefflichkeit der Erkenntnis Christi Jesu, das wollte er voranstellen, seine Beziehung zu dem Herrn Jesus, das, was der Herr Jesus in seinem Leben bedeutete, das sollte den ersten Platz sein, nicht das, was er getan hat, nicht das, was er tun durfte und er durfte viel tun für den Herrn, sondern Christus, die Erkenntnis seiner Person, das Leben mit ihm, die Beziehung zu ihm, das, was der Herr Jesus war, das sollte zentraler (00:02:01) Punkt seines Lebens sein. Und dessen Willen ich alles eingebüßt habe und es für Dreck achte, selbst das Beste aus seinem alten Leben, selbst das Beste, das wollte er für Dreck achten, da geht es nicht um unmoralische Dinge, die sind sowieso Dreck, aber selbst das, was er getan hatte, selbst das, was er zu tun vermochte auf der Basis des Gesetzes, das war für ihn inzwischen Dreck, das war nichts, das war ja eigene Gerechtigkeit, das war nicht das, was Gott in seinem Leben anerkennen konnte. Warum? Damit ich Christus gewinne und in ihm gefunden werde, das war sein Anliegen und ist das auch unser Anliegen, ist das mein Anliegen, ist das das, was dich antreibt, wirklich Christus zu gewinnen? Ja, ich bin doch schon Christus, ich habe doch Jesus schon als meinen Retter angenommen, darum geht es hier gar nicht. Er wollte mehr und mehr Christus in seinem Leben gewinnen, er wollte mehr und mehr Christus verwirklichen. Christus sollte mehr und mehr sein Lebensinhalt sein, das Zentrum dessen, seiner Gefühle, seiner Gedanken, seiner Überzeugungen, seiner Lebensausrichtung, seiner Lebenstaten, alles sollte durch Christus geprägt sein und wenn das wäre, dann brauchte er nicht zurückzuschauen, (00:03:04) dann brauchte er sich nicht für gut oder für wertvoll oder für wertschätzend halten, dann brauchte er keine Wertschätzung im Blick auf sich selbst, auf sein eigenes Leben auszudrücken, sondern da war Christus alles. Deshalb Vers 13 Philippa 3, Brüder, ich denke von mir selbst nicht es ergriffen zu haben, er war noch nicht in der Herrlichkeit angekommen, er hatte in diesem Sinn noch keine Vollendung, hatte noch nicht Christus, Jesus ergriffen, dazu musste er warten bis der Jesus wieder kam, um ihn in den Himmel zu holen. Eins aber tue ich, vergessend was dahinten und mich ausstreckend nach dem, was vorn ist. Er wollte nicht zurückschauen, er wollte nicht einmal seine Glaubensvertiefung, sein Glaubenswachstum, sein Wachstum im Dienst, sein Wachstum in der Hingabe, alles was an Gutem da war, das sollte nicht sein Herz beschäftigen, das sollte nicht seine Gedanken fesseln. Darauf wollte er sich nichts einbilden, nein, er wollte vergessen was dahinten, er wollte (00:04:03) sich ausstrecken nach dem, was vorn ist. Was war vorn? Das war der Kampfpreis der Berufung, das war Christus, Jesus selbst, sein Auge sollte nicht auf sich gerichtet sein, sondern sein Auge sollte auf Gott, sollte auf den Herrn Jesus gerichtet sein, auf dieses Ziel, was vor ihm war, danach wollte er sich ausstrecken. Das machte sein Leben jetzt aus. Wisst ihr, wir können zurückschauen und wir dürfen dankbar sein, kommen wir gleich nochmal darauf zurück, was die Gnade Gottes, was die Güte Gottes bewirkt und was sie überhaupt ist, aber du wirst nur nach vorne, du wirst nur laufen können, du wirst nur das Ziel erlangen, zu dem Ziel kommen, wenn du dich nach vorne orientierst, wenn du wirklich ein Leben führst zur Ehre Gottes, zu seiner Verherrlichung. Vergessend was dahinten, dich ausstreckend wie Paulus nach dem, was vorne ist, jage ich das Ziel anschauend hin zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben in Christus, Jesus. Das war sein Zielpunkt, danach streckt er sich aus, das war das, was sein Herz erfüllte, nach vorne, Christus, den wollte er ergreifen und alles, was irgendwie störend sein konnte, (00:05:05) um Christus zu ergreifen, um für Christus zu leben, damit Christus Gestalt in seinem Leben bekam, das wollte er vermeiden. Wollen wir uns Paulus zum Vorbild machen? Wollen wir ihn in dem Sinne zum Vorbild haben, wie er für Christus und mit Christus lebte? Nicht Paulus an sich ist das Vorbild, das ist Christus, das ist der Herr Jesus. Nicht auf Paulus schauen wir, sondern auf den Herrn Jesus. Aber wir wollen so wie Paulus, wirklich mit einfältigem Auge, das heißt nur auf diese eine Person ausgerichtet, mit ganzer Konsequenz, mit ganzer Hingabe für Christus leben. Dann wird Christus mehr und mehr in unserem Leben Gestalt bekommen, dann werden wir ihm immer ähnlicher werden und dann wird uns zugleich bewusst, dass das, was wir tun können für den Herrn, dass das nichts als Gnade und Güte ist. Und die finden wir gerade im Alten Testament immer wieder ausgedrückt. In Psalm 57 lesen wir zum Beispiel in Vers 11 ein Psalm von David. (00:06:06) Groß bis zu den Himmeln ist deine Güte, bis zu den Wolken deine Wahrheit. Ja, wir sind ganz abhängig von der Güte Gottes. Wir haben selber in uns keine Kraft. Ja, Gott gibt uns Kraft, um zu seiner Ehre zu leben. Aber es kommt alles von ihm. Wir selbst haben in uns nichts, auf das wir uns irgendetwas einbilden könnten. Selbst das, was wir erreicht haben, selbst das, was wir getan haben, selbst das geistliche Wachstum in unserem Leben, das ist letztlich komplett abhängig von seiner Güte, von seiner Zuwendung, von seiner Fürsorge. So wie David das auch im Psalm 108 Vers 5 ausdrückt. Denn groß ist deine Güte über die Himmel hinaus und bis zu den Wolken deine Wahrheit. Du siehst, das ist das Gleiche, was wir schon in Psalm 57 hatten. Gottes Güte ist groß und wenn wir uns mehr mit dem Herrn Jesus beschäftigen, wenn wir (00:07:01) mehr sehen, was er in uns bewirkt, dann werden wir klein und dann wird er groß, dann wird seine Güte groß, von ihr sind wir abhängig. Diese Güte hat uns getragen in dem ablaufenden Jahr. Diese Güte wird uns auch weitertragen und wird uns weiterhelfen, auch in dem neuen Jahr. So wie wir das dann auch in Jesaja 54 Vers 10 lesen. Denn die Berge mögen weichen und die Hügel wanken. Ja, das Äußere mag erschüttert werden, da mag Krieg auf Krieg folgen und das ist natürlich gerade für Gläubige, die in Kriegsgebieten leben, ist das eine Herausforderung. Das mag alles wanken, aber meine Güte wird nicht von dir weichen und mein Friedensbund nicht wanken, spricht der Herr, dein Erbarmer. Das spricht Gott auch dir, das spricht Gott auch mir, das spricht er uns zu. Äußere Umstände mögen sehr herausfordernd sein. Vielleicht ist das ein Ehepartner, der heimgegangen ist oder heimgeht, vielleicht ist das ein Nahangehöriger, vielleicht sind Gesundheit sehr angegriffen, vielleicht sind die Umstände (00:08:03) im Beruf, in der Nachbarschaft, sogar im örtlichen Zusammenkommen so herausfordernd, dass wir uns fragen, wie soll das weitergehen. Ja, Berge mögen weichen, sogar Berge mögen umkippen, mögen zu nichts werden. Hügel wanken, aber meine Güte wird nicht von dir weichen, daran wollen wir festhalten. Wir wollen auf den Herrn sehen, wollen nicht auf uns selbst sehen, auf das, was wir womöglich für den Herrn getan haben, und das ist ja so wenig, wie wenig haben wir wirklich für ihn getan, wie wenig war er im Mittelpunkt unseres Herzens, aber wir wollen nicht auf uns sehen, wir wollen auf den Herrn sehen und wollen ihn rühmen angesichts dieser Güte, wo die Umstände schwierig sein mögen, aber er uns nicht verlässt, er bei uns sein wird, seine Güte uns niemals aufgeben wird. Die Berge mögen weichen und die Hügel wanken, aber meine Güte wird nicht von dir weichen. Was haben wir für einen guten Gott, auch in dem neuen Jahr.
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