Wovor fürchten sich die Deutschen am meisten?


Transkript der Audiodatei

Hinweis: Der folgende Text ist ein computer-generiertes Transkript der Audiodatei. Vereinzelt kann die Spracherkennung fehlerhaft sein.
(00:00:00) Wovor fürchten sich die Deutschen am meisten? Danach fragte ein Umfrageinstitut kürzlich eine repräsentative Menge der Deutschen. Und was ist das Ergebnis? Ja, relativ weit oben stehen Russland und China und andere große Sorgen und Ängste der Deutschen. Aber erstaunlicherweise ganz oben, als erstes wurde Inflation genannt. Eine andere ähnliche Umfrage hat ergeben, dass es ganz besonders Existenzängste gibt inmitten der Deutschen. Das aber, was irgendwie dabei erstaunlich ist und auch Sorgen bereiten muss uns Christen ist, dass Christen, dass solche, die sich zu Jesus Christus bekennen, zu dem Glauben an den Herrn Jesus, dass solche in höherem Maß von diesen Existenzängsten befallen sind. Nun dürfen wir niemals kleinreden die finanziellen Herausforderungen, mit denen der Einzelne zu tun hat. Und wenn es einem vergleichsweise gut, vergleichsweise besser geht, dann ist es einfach zu sagen, (00:01:02) naja, dir soll man mehr auf Gott vertrauen. Das sollen wir. Wir sollen mehr auf Gott vertrauen. Aber es ist doch irgendwie beeindruckend und beängstigend, dass gerade auch wir Christen offensichtlich in Verbindung mit Inflation, über die jetzt intensiver in den Medien auch gesprochen worden ist in den letzten Wochen, Monaten, dass wir in Verbindung damit dann auch Ängste haben, was passiert mit unserem materiellen Vermögen, wie wird es uns in unserer Existenz gehen? Und da wird man natürlich fast unwillkürlich an die Worte des Apostels Paulus in 1. Timotheus 6 erinnert, wo er schreibt, Vers 8, Wenn wir aber Nahrung und Bedeckung haben, so wollen wir uns daran genügen lassen. Tja, wer ist zufrieden mit Nahrung und Bedeckung? Wollen nicht viele von uns eine gute Wohnung haben? Vielleicht ein Haus? Lassen sie ein Haus bauen? Aus eigenen Mitteln, aus fremden Mitteln? Sind wir nicht oft solche, die eben nicht zufrieden sind? Das muss ich mir selbst als erstes sagen. (00:02:02) Mit Nahrung und Bedeckung wollen wir nicht gute Nahrung, besondere Nahrung haben, wollen wir nicht Kleidung tragen, die in besonderer Weise gute Kleidung ist, wollen wir nicht mehr als ein Dach über dem Kopf haben als Bedeckung, sondern wunderbare Zimmer, wunderbaren Garten usw. Nun, wir dürfen das, was Gott uns gibt, durchaus aus seiner Hand annehmen, aber was ist mein Streben? Vers 9, Die aber, die reich werden wollen, fallen in Versuchung und Fallstrick und in viele unvernünftige und schädliche Begierden, die die Menschen versenken in Verderben und Untergang. Das zeigt uns, wenn man reich werden will, wenn man diese finanziellen Dinge in den Mittelpunkt seines Lebens stellt, und nochmal, wir haben nichts zu sagen zu solchen, die wirklich jeden Cent umdrehen müssen, um überhaupt leben zu können, für die ist die finanzielle Seite ein Kernthema ihres Lebens, aber für viele von uns nicht, und trotzdem haben wir diese Existenzängste, trotzdem haben wir diese Inflationsängste, wahrscheinlich würden (00:03:02) wir das öffentlich gar nicht zugeben und werden wir das geistlich irgendwie verbrämen, aber warum kommt dieses Ergebnis hervor bei den Deutschen und auch bei den Christen? Weil wir reich werden wollen, weil wir nicht zufrieden sind mit dem, weil wir unsere Sicherheit in unserem Vermögen sehen, in dem, was wir an solchen materiellen Dingen besitzen. Stützen wir uns wirklich auf den Herrn, wenn man mal an Elia denkt, der hatte gar nichts, der musste sich da an dem Bach von einem Raben bedienen lassen, im Wasser konnte er Wasser trinken, wären wir damit zufrieden, und dann kamen die Raben, die haben ihm Brot und Fleisch gebracht und davon lebte er, er hat dann nicht im Überfluss gelebt, und dann wurde das weniger und dann hat er gar nichts mehr, dann hat er warten können, dann hat er gewartet, bis Gott ihn weitergewiesen hat. Natürlich, wenn wir in anderen Verhältnissen leben, dann sollten wir nicht so töricht sein und die Hände in den Schoß legen. Wenn Gott uns eine Arbeit gegeben hat, sollen wir arbeiten, und wenn wir keine haben, dann sollen wir die Arbeit suchen. Ja, wir sollen (00:04:01) also nicht jetzt wie Elia leben und sagen, soll ich halt mal die Hände auf, mal gucken, was Gott mir sagt. Elia war in diese Umstände durch Gott gekommen, Gott hatte ihm diesen Auftrag gegeben, er musste dann fliehen vor Ahab und wollte das, dass er sich da eben an diesem Bachgritt bedienen ließ. Das gilt für die meisten von uns nicht, aber wenn wir eben jetzt Situationen haben in der Gesellschaft, in der Wirtschaft in Deutschland, die schwieriger sind, führt das dann dazu, dass ich mir darum eben die größte Angst mache. Reich werden wollen, weil ich meine, ich muss mich auf mein Finanzielles stützen und dadurch könnte ich Sicherheit bekommen, dann fällt man in jede Form von bösen Dingen. Denn die Geldliebe ist eine Wurzel alles Bösen, der nachstrebend einige von dem Glauben abgeirrt sind und sich selbst mit vielen Schmerzen durchbohrt haben. Das fügt der Apostel dann eben hinzu. Das wollen wir uns sagen lassen. Die Geldliebe ist eine Wurzel alles Bösen. Wenn Geld, wenn mein Reichtum, wenn mein Vermögen, wenn meine materielle Ausstattung, mein Haus und Hof und so weiter, wenn das im Mittelpunkt steht, dann kann mich das zu (00:05:03) jeder Art des Bösen bringen und dann mit Schmerzen durchbohren. Erstens, weil ich ständig zittere um das, was passiert, täglich, weil ich eben mit einer solchen Angst anlebe und zweitens, weil wenn ich dann Dinge tue, die verkehrt sind, ich umso mehr zittere. Das muss ja nicht sein, dass ich jetzt in dem Sinne Böses tue, dass ich Gesetze übertrete mit Steuerhinterziehung und solchen Dingen. Aber wenn ich Dinge tue, von denen ich weiß, dass ich sie nicht mit einem guten Gewissen tun kann, dann wird das eben auch Schmerzen, dann wird das auch Folgen haben, dann wird das Stress bedeuten. Ja, und ich bin nicht frei dem Herrn, meinem Vater, gegenüber. Du aber, oh Mensch Gottes, vers 11, fliehe diese Dinge, strebe aber nach Gerechtigkeit, Gottseligkeit, Glauben, Lieben, Ausharren, Sanftmut des Geistes, kämpfe den guten Kampf des Lebens, des Glaubens. Wollen wir uns also neu ausrichten? Wollen wir nicht auf die Inflation, nicht auf Existenzängste achten, sondern wollen wir ein Leben mit dem Herrn führen? Wenn wir nach dem Reich Gottes trachten, dann wird er uns auch alles (00:06:05) andere zur rechten Zeit in dem rechten Umfang geben. Darauf können wir vertrauen, darauf wollen wir vertrauen, so wollen wir mit unserem Herrn auch leben.
Beitrag teilen

Verwandte Artikel

Haben bekennende Christen mehr Angst als andere? Manuel Seibel Wie sieht es mit unserem Vertrauen auf den Herrn aus? Die Corona-Zeit hat offenbar gezeigt, nicht gut. Viele Christen horten aus Angst Lebensmittel und andere Vorräte. Und die sogenannten Freikirchen stehen hier auf Platz 1. Ein Alarmzeichen! Podcast anhören
Gott braucht DICH! Manuel Seibel Erst liest man vom Engel Jahwes, der Gideon erscheint. Dann merkt man allerdings, dass dieser Engel des Herrn Gott selbst ist. Er offenbart sich diesem jungen Mann, der sich für Gottes Volk einsetzt. Gideon ist davon so beeindruckt, dass er sich ... Video ansehen
Ich packe es nicht mit der Heilsgewissheit! Manuel Seibel Bis heute gibt es viele Christen, die sich bekehrt haben, und doch keine Heilsgewissheit besitzen. Sie empfinden, dass sie es nicht packen mit der Heilsgewissheit und finden keinen Ausweg. Was nun? Auch dann lässt uns der Herr nicht im Stich. Aber ... Video ansehen
Angst und Gottesfurcht Damian Korcz Wenn man über einen Gegenstand anhand der Schrift etwas lernen möchte, hilft es oft, das erste Vorkommen dieses Themas/Wortes in der Bibel nachzuschlagen. Artikel lesen
Furcht des Herrn: glücklich mit Gott leben Manuel Seibel Wer wirklich weise sein möchte, sucht Gemeinschaft mit Gott. Er lebt für, mit und vor Gott. Er hat keine Furcht vor Gott, sondern erfreut sich des Friedens mit Ihm, seinem Retter. In tiefer Ehrfurcht bedenkt und genießt er die Nähe Gottes, der ... Video ansehen
Grund zum Loben Michael Hopp Er verstellte seinen Verstand. Sie bezeichneten ihn als Wahnsinnigen. Er wurde weggejagt. Und doch und gerade deshalb fand er einen Grund, Gott zu loben. Artikel lesen