Gehorsam und Konsequenz (FMN)

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„Nur sei sehr stark und mutig, dass du darauf achtest zu tun nach dem ganzen Gesetz, das mein Knecht Mose dir geboten hat. Weiche weder zur Rechten noch zur Linken davon ab, damit es dir gelinge überall, wohin du gehst. Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Mund weichen, und du sollst darüber nachsinnen Tag und Nacht, damit du darauf achtest, zu tun nach allem, was darin geschrieben ist; denn dann wirst du auf deinem Weg Erfolg haben, und dann wird es dir gelingen …“ (Jos 1,7-9).

Gott gab Josua konkrete Anweisungen für die Inbesitznahme des Landes. Eine der Anweisungen war, dass er genau nach den Vorschriften des Gesetzes handeln sollte. Dann würde er auf seinem Weg Erfolg und Gelingen haben und das Land mit seinen Segnungen in Besitz nehmen können. Dazu war allerdings Gehorsam, Konsequenz und die Verinnerlichung des Gesetzes notwendig.

Diese drei Punkte wollen wir uns einmal ansehen und auf unsere Zeit heute übertragen.

  1. Gehorsam

 „… dass du darauf achtest zu tun nach dem ganzen Gesetz“. Josua kannte das Gesetz sicherlich gut, denn Mose hatte es ihm schon geboten (Jos 1,7). Aber jetzt forderte Gott Josua auf, darauf zu achten, es auch zu tun. Dabei sollte er seine Aufmerksamkeit auf seinen Wandel richten, dass dieser dem ganzen Gesetz entsprach. Kein Teil sollte davon unbeachtet bleiben, sondern im Gehorsam umgesetzt werden.

Auch uns hat Gott sein Wort gegeben. Im Gegensatz zu Josua besitzen wir es heute allerdings in seiner vollendeten Form. Es kommt von Gott und hat Autorität in sich selbst (2. Tim 3,16). Daher werden auch wir aufgefordert, dem Wort Gottes gehorsam zu sein und es in die Tat umzusetzen (2. Tim 3,14; Joh 14,21). So wie Gott von Josua Gehorsam forderte, fordert Er ihn auch von uns.

  1. Konsequenz

Weiche weder zur Rechten noch zur Linken davon ab“. Neben dem Gehorsam galt für Josua auch, dem Gesetz gegenüber treu und somit konsequent in seinem Handeln zu sein. Für ihn sollte es eine beständige Richtschnur bilden, von der er während seines ganzen Lebens weder zur Rechten noch zur Linken abweichen durfte. 

Auch diese Botschaft können wir übertragen. Gott möchte auch von uns konsequente Treue sehen. Nicht nur ab und zu, sondern fortwährend und seinem ganzen Wort gegenüber (2. Tim 3,14).

  1. Verinnerlichung

 Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Mund weichen, und du sollst darüber nachsinnen Tag und Nacht“. Außerdem sollte Josua darauf achten, dass das Gesetz nicht von seinem Mund wich. Das bedeutete für ihn, das Gesetz wie eine Speise regelmäßig aufzunehmen. Es stellte seine geistliche Nahrung dar. Diese sollte aber nicht nur gegessen, sondern auch „verdaut“ werden. Das geschah, indem er das Gesetz erforschte (vgl. Esra 7,10) und darüber nachsann, Tag und Nacht (Ps 119,97). Nur so konnte das Gesetz in seinem Herzen und in seinem Sinn gefestigt und verankert werden.

Das gilt geistlicherweise auch uns. Es ist wichtig, dass wir regelmäßig Gottes Wort lesen, überdenken und auch darüber beten (2. Tim 2,7). Dadurch schaffen wir die Voraussetzung, es innerlich in unseren Herzen zu verankern.

4.) Fazit

Dieser kurzen Belehrung dürfen wir folgende Punkte entnehmen:

  • das Wort Gottes tun (Gehorsam)
  • es anhaltend und gemäß der Belehrung tun (konsequente Treue)
  • es regelmäßig lesen, darüber nachdenken und darüber beten (Verinnerlichung)

Ein Leben im Gehorsam und in Treue zu führen, ist sicherlich nicht immer leicht. Es erfordert geistliche Energie. Doch wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott uns dazu die nötige Kraft schenkt. Dann werden auch wir den Segen genießen können, den wir in dem Herrn Jesus besitzen, und echte Freude im Herzen haben (Eph 1,3).

Folge mir nach – Heft 2/2022

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