Der Lohn für Jünger

Lesezeit: 2 Min.

Dieser Vers ist eine Ermutigung für Jünger, dass sie nicht für immer einem verworfenen Christus nachzufolgen haben. Wenn jemand bereit ist, sein Leben um des Herrn willen zu verlieren, dann wird er dafür großen Lohn erhalten. Die Belohnung gibt es im 1.000-jährigen Friedensreich.

In dieses Reich kommt der Herr zusammen mit seinen Engeln. Hier offenbart Er noch nicht, dass auch wir, die Gläubigen der Gnadenzeit, also seine Versammlung, mit Ihm auf die Erde kommen werden (vgl. 2. Thes 1,10). Auch seine Engel werden dabei sein. Das wird dann keine Zeit der Verleugnung, der Leiden, des Kreuzes sein, sondern eine einzigartige Herrlichkeit, auch für uns. Es ist die Herrlichkeit, die der Vater seinem Sohn, dem Sohn des Menschen, schenken wird, der einmal hier gelitten hat und verachtet war, dann aber mit himmlischer Herrlichkeit bekleidet sein wird.

Es gab eine Zeit, von der wir in Philipper 2,7 lesen, wo sich der Sohn Gottes zu nichts machte - das heißt sich selbst der äußeren Herrlichkeit entäußerte, die Ihm immer zu eigen war und die Er dem Wesen nach auch nicht abgelegt hat, ja nicht ablegen konnte. Aber äußerlich sichtbar war das nicht. So sehr hat Er sich erniedrigt. Aber diese Zeit ist heute für Jesus längst beendigt. Sichtbar werden wird das allerdings erst, wenn Er mit seinen Heiligen und mit seinen Engeln in Herrlichkeit auf diese Erde kommen wird.

Typischerweise spricht Matthäus von der Herrlichkeit des Vaters. Denn alles, was der Herr hier tut, war zur Ehre seines Vaters, war im Auftrag seines Vaters. Daher wartet Er auch darauf, dass sein Vater Ihn mit dessen Herrlichkeit, die letztlich jedoch keine andere ist als die Herrlichkeit des Sohnes Gottes, bekleiden wird. Der Sohn kommt mit der Herrlichkeit des Himmels, um dann als der Sohn des Menschen auf dieser Erde zu regieren, wie der nächste Vers zeigt. Nicht der Messias kommt wieder, um Lohn zu geben, sondern der Sohn des Menschen, dem wir nachfolgen und der sein Reich, seine Herrschaft, antreten und sein Gericht hier auf der Erde ausüben wird.

Er wird jedem vergelten nach seinem Tun, wie wir auch aus Offenbarung 22,12 lernen. Es kommt also ganz offensichtlich auf das Tun an, wenn es um Belohnung geht. Es ist nicht wichtig, was Jünger für gute Gedanken haben, was aus ihrer Sicht getan werden könnte oder was andere gut tun können und sollen. Entscheidend ist, was man selbst getan hat. Auch Gebet für andere und das Werk des Herrn ist in diesem Sinn „Tun". Ein Jünger muss aktiv sein - sonst handelt es sich nicht um einen Jünger. Das zeigt der Herr hier deutlich an. Ob Er uns als solche findet, die für ihren Herrn und Meister, den Sohn des Menschen, der sie erlöst hat, tätig sind?

Beitrag teilen

Verwandte Artikel

Der Richterstuhl Christi Michael Hardt Jeder Mensch muss einmal vor dem Richterstuhl Christi erscheinen – doch nicht alle zur gleichen Zeit und nicht mit dem gleichen Ziel. In diesem Video konzentrieren wir uns auf die Gläubigen: ✨ Was passiert nach der Entrückung? ✨ Warum ... Video ansehen
Ein brennendes Herz William J. Hocking “Und sie sprachen zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er auf dem Wege zu uns redete und als er uns die Schriften öffnete?” (Luk. 24,32). Artikel lesen
Briefe an junge Christen – ein Wort nur für Schwestern William J. Hocking Manchmal ist es erstaunlich, dass Herausforderungen unserer Zeit gar nicht so jung sind, wie man denkt. Kürzlich stieß ich auf einen alten Artikel aus dem Jahr 1934, wo ein Bruder Hinweise für Schwestern gab, die heute vermutlich altmodisch ... Artikel lesen
Alle Nationen zu Jüngern machen? Manuel Seibel Darf man eigentlich muslimischen Flüchtlingen das Evangelium verkündigen? Man denkt, das ist doch selbstverständlich: Ja! Aber hohe Vertreter der Evangelischen Kirche sehen das anscheinend anders ... Artikel lesen
Das Lukasevangelium - ein Überblick Manuel Seibel „Und Jesus nahm zu an Weisheit und an Größe und an Gunst bei Gott und Menschen” (Lk 2,52). „Und alle gaben Zeugnis und verwunderten sich über die Worte der Gnade, die aus seinem Mund hervorgingen“ (Lk 4,22). Artikel lesen
Die Jünger waren nicht besser als das übrige Volk Manuel Seibel "Und ich brachte ihn zu deinen Jüngern, und sie konnten ihn nicht heilen." (Mt 17,16) - eine kurze Andacht. Artikel lesen