Haltung im Dienst (1)

Lesezeit: 2 Min.

Der Herr hatte seine Jünger in die Städte Israels ausgesandt. Er lässt sie nicht im Unklaren darüber, dass sie es mit „Wölfen" zu tun haben würden. Gerade die Führer des Volkes würden sich in einer Weise verhalten, die mit Wölfen vergleichbar sind. Waren es nicht die Führer, die den Herrn ans Kreuz gebracht hatten? Waren es nicht die Führer wie Saulus, die Stephanus ermordeten? Es waren Raubtiere wie Wölfe, die ihre Beute nicht verschonen würden. Die Apostel waren dagegen wie Schafe, die scheinbar wehrlos diesen Wölfen gegenüber standen.

Wir lesen nichts davon, dass sich die Jünger, die „Schafe", wehren sollten. Sie sollten sich bewusst sein, dass sie menschlich gesprochen gar nicht in der Lage waren, Gegenwehr zu leisten. Stattdessen sollten sie einfach ihrem Herrn vertrauen, der ihnen helfen würde. Das sehen wir später. Sie sollten in derselben Stellung sein wie ihr Meister und daher dieselben Charakterzüge wie Er offenbaren: Klugheit und Transparenz.

Was ihre eigene Haltung betrifft, sollten sie klug sein wie die Schlangen. Der Herr hebt hier nicht die Verschlagenheit, sondern die Klugheit der Schlange hervor. Die Apostel sollten also nicht verschlagen überlegen, wie sie mit menschlichen Mitteln den Führern des Volkes eins auswischen könnten. Aber sie sollten auch nicht töricht agieren und sich von vornherein den bösen Menschen ausliefern. Das gilt auch uns heute. Wir kommen immer wieder, sowohl im Dienst für den Herrn als auch in unserem täglichen Leben, mit schwierigen Situationen in Berührung. In diesen sollen wir nicht blind und töricht handeln, sondern den Verstand, den Gott uns gegeben hat, auch benutzen. Vor allem dürfen wir auf Ihn vertrauen, der uns seine Hilfe zugesagt hat. Er wird uns nie im Stich lassen.

Beitrag teilen

Artikelreihe: Haltung im Dienst

Verwandte Artikel

Haltung im Dienst (2) Manuel Seibel "So seid nun klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben" (Mt 10,16) - eine kurze Andacht, Artikel lesen
Homepage-Ersteller haben etwas zu kompensieren – und Diener? Manuel Seibel Homepage-Ersteller sollen nach einer Untersuchung der TU Chemnitz eigenartige Wesen sein. Sie sollen im Durchschnitt ihre Homepages erstellen, um etwas in ihrem privaten, persönlichen Leben zu kompensieren. Wir hoffen sehr, dass wir selbst nicht zu ... Artikel lesen
Der Dienst in gesundem Umfang (Röm 12,6-8) Manuel Seibel Jeder Dienst und jede Aufgabe hat ein Maß. Wenn man darin bleibt, ist man zum Segen. Wenn man darüber hinausgeht, ist nicht nur dieses "Stück" zum Schaden und auch zur persönlichen Einbuße. Man entwertet dadruch seinen gesamten Dienst. Schade, ... Podcast anhören
Das Markusevangelium (Überblick) Manuel Seibel Gott hat uns nicht nur ein Evangelium gegeben, sondern deren vier, denn die Herrlichkeit unseres Herrn ist so gewaltig, dass eines allein nicht ausreicht, um Ihn angemessen zu präsentieren. Das Markusevangelium ist das kürzeste Evangelium. Aber es ... Video ansehen
125 Jahre Reichspatentamt – was ist eigentlich die größte Erfindung? Stefan Drüeke Vor 125 Jahren wurde am 1. Juni 1877 in Berlin das Reichspatentamt gegründet. Jede neue Erfindung kann hier als ein Patent angemeldet werden. Man kann sich dazu eine Urkunde ausstellen lassen, die das Recht zur alleinigen Benutzung einer Erfindung ... Artikel lesen
Die Bergpredigt – Grundsätze des Königreichs der Himmel – eine Einführung (Mt 5-7) Michael Hopp Die Bergpredigt richtet sich an Jünger. Diese wertvollen und wichtigen Kapitel in Matthäus 5-7 sind es wert, dass wir uns damit intensiver beschäftigen. Artikel lesen