Auf den Vater vertrauen

Lesezeit: 2 Min.

Blumen machen sich keine Sorgen um ihre „Kleidung". Ist es dann angebracht, dass sich Jünger darum sorgen? Sind sie in den Augen des Vaters nicht viel mehr wert? Die Blume vergeht und wird in den Ofen geworfen. Der Jünger jedoch bleibt. Warum sollte er sich dann in einer solchen Weise Sorgen machen?

Natürlich heißt das nicht, dass wir nicht an die Versorgung der Familie denken dürfen. Wir sollen es sogar, denn wir sind verantwortliche Menschen. Aber wir sollen diesen Fragen nicht gestatten, unser ganzes Denken auszufüllen, dass wir uns mit nichts anderem mehr beschäftigen können.

Als Christen dürfen wir uns auch an Stellen wie Römer 8,32 erinnern: Gott hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, um uns zu erretten. Daher wird Er uns mit Ihm auch alles weitere schenken, das wir nötig haben. Wir können unsere Sorgen getrost auf unseren himmlischen Vater werfen (vgl. 1. Pet 5,7). Wenn Gott sogar den Raben ihre Speise bereitet (Hiob 38,41); wenn Gott sogar Raben benutzen kann, um seine Diener zu versorgen (1. Kön 17,6): Hat Er dann nicht ebenfalls Mittel in der Hand, um alle Gläubigen zu versorgen?

Zum ersten Mal benutzt unser Herr jetzt in diesem Evangelium den Ausdruck „Kleingläubige". Auch Jünger können wenig Glauben offenbaren. Unser Herr will das jedoch nicht. Daher stützt Er das Denken und Vertrauen der Seinen auf den gütigen und freigiebigen Vater. Er hat uns lieb!

Beitrag teilen

Verwandte Artikel

Sprung voller Vertrauen in die Arme des Vaters?! Manuel Seibel Unser Sohn hatte ein Stofftier auf das Gartenhaus geworfen. Jetzt musste er es herunterholen. Hoch halfen wir ihm. Und herunter konnte er auch - in meine Arme springen. Das kostete ihn viel Überwindung und auch ein bisschen Angst. - Wie bei uns. ... Artikel lesen
Vertrauensfrage – wie man Vertrauen erwirbt Manuel Seibel In Berlin wird diese Woche von Bundeskanzler Gerhard Schröder die sogenannte Vertrauensfrage im Parlament gestellt. Um Vertrauen geht es dabei nicht so sehr. Und doch ist es eine interessante Frage - auch und gerade für einen Christen - wie er ... Artikel lesen
Die Trinität - warum so kontrovers? Michael Hardt Was bedeutet eigentlich „Trinität” (oder Dreieinheit) und wie kann man das einfach erklären? Und warum ist dieses Thema so kontrovers und doch so wichtig? Und: Gibt es gute Analogien, die uns helfen können, die Lehre der Trinität besser zu ... Video ansehen
Christus - der Vater liebt den Sohn (1. Mo 22,1.2) Manuel Seibel Christus finden wir in jedem Bibelbuch des Alten (und Neuen) Testaments. Besonders eindrücklich ist die Beziehung Gottes, des Vaters, mit dem Herrn Jesus, wie sie uns in 1. Mose 22 vorgestellt wird. Podcast anhören
Maria, die Mutter Jesu Stefan Drüeke War Maria wirklich sündlos – oder sagt die Bibel etwas ganz anderes? Maria selbst spricht von Gott, als ihrem Retter, und die Schrift sagt klar: „Alle haben gesündigt“ (Röm 3,23). Sie war von Gott erwählt, begnadet und die Mutter von ... Video ansehen
Der Vater selbst hat euch lieb Manuel Seibel Die Liebe des Vaters ist etwas Besonderes. Wir können sie nur bestaunen und den Vater dafür anbeten. Artikel lesen