17.07.2007Ehe & Familie | Dienst | Persönlicher Glaube

Sonnenschein und Ferienzeiten

Sonnenschein und Ferienzeiten

Sonnenschein und Ferienzeiten, [Refrain]
Koffer packen und verreisen,
freut euch mit, es ist so weit:
Wir haben freie Zeit, Hey!

Sonnenschein und Ferienzeiten,
Jesus will den Weg uns leiten.
Er will auch in dieser Zeit
der beste Freund uns sein.

Was wir jetzt brauchen
hat er längst gesehn!
Er geht mit uns,
lässt keinen traurig stehn.

[Refrain]

Öffne die Augen,
nimm die Wunder wahr!
In kleinsten Dingen
siehst du Ihn ganz klar.

[Refrain]

Sieh auch den andern,
der im Abseits steht.
Und lad ihn ein,
dass er auch mit Gott geht!

Freu dich auf deinen Urlaub!

Wir dürfen uns auf unseren Urlaub, auf die Ferien freuen. Das Christenleben ist kein Trauerspiel, sondern ein Leben mit deinem Herrn und Meister: Jesus. Und das bringt dir Freude. Natürlich ist es wahr, dass unser Leben nicht ohne Hindernisse abläuft. Petrus sagt an einer Stelle: „Denn es ist bes-ser, wenn der Wille Gottes es will, für Gutes tun zu leiden als für Böses tun“ (1. Petrus 3,17). Mir geht es bei diesem Vers nur darum zu zeigen, dass Gott es „wollen könnte“, dass wir für Gutes tun leiden müssen. Und das wird bei jedem Christen der Fall sein, der treu sein möchte und daher Gutes tut, das heißt in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes lebt.

Aber: Das darf unserer Freude in der Gemeinschaft mit dem Herrn Jesus keinen Abbruch tun. Pau-lus war in den schwierigsten Umständen – nämlich gefangen –, als er schrieb: „Freut euch in dem Herrn allezeit! Wiederum will ich sagen: Freut euch!“ (Philipper 4,4). Ich kann mich zwar nicht er-innern, dass ich je von Paulus gelesen hätte, dass er „Ferien“ oder „Urlaub“ machte. Aber auch für ihn gab es Tage, auf die er sich freute und die für ihn eine Art Erholung waren.

Wir lesen von ihm, als er nach schwierigen Schiffsfahrten als Gefangener in Rom ankam: „Und als Paulus sie [die Brüder] sah, dankte er Gott und fasste Mut“ (Apostelgeschichte 28,15). An anderer Stelle finden wir ihn im Haus des Evangelisten Philippus (Kap. 21,8-14). Ich kann mir gut vorstel-len, wie diese Tage für Paulus erholsam waren. Hier konnte er sich in aller Ruhe mit einem anderen begabten Diener des Herrn unterhalten – über die erfahrene Gnade des Herrn und vieles mehr. Bei diesen Gesprächen wäre ich gerne dabei gewesen, und hätte einfach mal die Ohren gespitzt!

Jesus will den Weg uns leiten

Auch in der Urlaubszeit sollten wir nicht versuchen, etwas im Eigenwillen zu tun. Auch da will un-ser Retter gerne dabei sein können. Er selbst will uns den Weg leiten. So wird Er dir in aller Regel auch eine Urlaubsgegend zeigen, in der du die Gelegenheit hast, die Zusammenkünfte der Gläubi-gen zu besuchen. Das ist dann zur Freude des Herrn – und auch zu deiner eigenen. Außerdem gibt es so oft Möglichkeiten, neue Kontakte mit (jungen) Geschwistern zu knüpfen und vielleicht auch während des Urlaubs Zeiten gemeinsam zu verbringen. Das „würzt“ diese Zeit nachhaltig . Falls du daran bis jetzt wenig gedacht hast – bitte den Herrn um Wegweisung in dieser Sache. Der Herr Je-sus möchte dich sowohl an den richtigen Ort leiten, als auch während der Urlaubszeit für die richti-gen Dinge begeistern. Zum Beispiel für das tägliche Beten und das Lesen in der Bibel. Jetzt denkst du vielleicht: Darauf habe ich gerade noch gewartet! Oder: Ich wusste gleich, dass das wieder auf-getischt wird.

Ja, das tue ich gerne, weil es so wichtig ist. Wie wenig Zeit nehmen wir uns im Alltag zu beten und zu lesen. Jetzt hast du endlich Zeit, dir eine Gebetsliste anzufertigen. Meinst du, du kämst mit ei-nem DIN A 4 – Blatt aus für all die Bitten, die dir einfallen? Und wie sieht es zum Beispiel mit dem Lukasevangelium aus? Jetzt kannst du es endlich mal an einem Tag vollständig durchlesen. Diese Chance hast du fast nur in den Ferien. Und dann weißt du im Zusammenhang, was alles von dem Herrn Jesus in diesem Evangelium berichtet wird.

Mein Jesus ist der beste Freund

Vielleicht kennst du dieses Kinderlied von dem Herrn Jesus, dass Er nämlich wirklich unser bester Freund ist. Aber Er möchte auch in den Ferien derjenige sein, auf den du dich wirklich stützen kannst. Bist du allein, und niemand fährt mit dir weg? Hast du keine Geschwister oder Freunde, die bei dir im Urlaub sind? Jesus Christus ist da. Er hat immer ein offenes Ohr für dich. Er weiß auch, wenn du traurig bist, weil dir oder deinen Eltern ein Urlaub nicht möglich ist. Er hat damit sogar die besten Absichten, auch wenn du das jetzt überhaupt nicht verstehst.. Er lässt niemals jemanden traurig stehen. Und Er tröstet wie kein anderer!

Aber mit dem besten Freund redet man, bevor man irgend etwas unternimmt. Denn ein guter Freund wird immer in der Lage sein, gute Ratschläge zu erteilen. Man muss ihn nur ansprechen. Darauf wartet auch der Herr Jesus. Spricht mit Ihm – das heißt bete zu Ihm – bevor du das Haus verlässt, bevor du irgend etwas unternimmst. Er wird dir deutlich machen, ob du auf der richtigen Spur bist.

Hast du schon Wunder gesehen?

Wenn du in den Urlaub fährst, kannst du dir sicher auch mal was anschauen. Ich weiß, dass das für Jugendliche eher „unspannend“ ist. Aber hast du schon einmal daran gedacht, dass alle Naturereig-nisse, Berge, Seen, Blumen, Tiere etc. von Jesus, dem Schöpfer-Gott, erschaffen wurden? Selbst die am meisten herunter gekommenen Menschen lassen noch etwas von der Würde durchscheinen, die Gott in einzigartiger Weise in den Menschen, in seine Schöpfung gelegt hat. Beeindruckend sind aber auch die Berge, Wälder, Tiere und Blumen etc.

Solltest du dich in den Bergen befinden: Steh einmal vor Sonnenaufgang auf und steige auf einen Berg. Das gehört für mich zu den großartigsten Erlebnissen, die ich hatte. Wenn sich auf einmal, noch bevor die ersten Sonnenstrahlen zu sichten sind, ein Berg in seiner ganzen Naturgewalt vor dir „aufrichtet“. Und wenn dann auch noch die ersten Sonnenstrahlen auf einen Berg oder den Glet-scher scheinen. Dann kannst du nur still stehen bleiben und den Schöpfer-Gott, deinen Retter anbe-ten. Tu es ruhig mal. Auch, wenn neben dir ein ungläubiger Mensch steht. Vielleicht kommt er durchs Staunen zum Glauben!

Hast du auch schon einmal an den anderen gedacht?

Was meinst du? Wie viele haben es nicht so gut wie du, in den Urlaub zu fahren. Da stehen eine ganze Reihe Kinder, die ihren Eltern nicht wichtig sind. Und es gibt manche Familie, die einfach nicht genug Geld hat, um in die Ferien zu fahren. Sollen sie immer zu Hause bleiben? Oder kannst du sie mitnehmen – ihnen Freude schenken? Natürlich müssen deine Eltern zustimmen! Aber hast du darüber überhaupt schon einmal nachgedacht? Wir denken ja leicht an uns und unsere eigene Freude. Nicht aber an den anderen, der allein im Abseits steht...

Und wie sieht es mit deinem ungläubigen Schulkameraden aus? Ich kann wirklich nicht empfehlen, dass du mit ihm in den Urlaub fährst. Das geht fast immer schief, weil du seine Sitten und Sünden annimmst, nicht umgekehrt. Aber könntest du ihn nicht mit dir einmal mitnehmen – vorausgesetzt, deine Eltern sagen dazu ja. Vielleicht kannst du die Ferienzeit nutzen, um ihn auf den Herrn Jesus hinzuweisen. Stell dir vor, er bekehrt sich im Urlaub. Dann gewinnst du vielleicht einen echten neu-en Freund.

Ferien sind herrlich! Darüber braucht niemand nachzudenken. Aber du kannst in dieser Zeit auch Aufgaben wahrnehmen – und jetzt spreche ich noch nicht einmal von den Traktaten, die du viel-leicht hinter die Scheibenwischer klemmen könntest, an deinem Urlaubsort. Aber sieh dich einfach mal um, ob du nicht jemandem helfen kannst. Nicht nur beim Koffer packen. Sondern in seiner Ein-samkeit. Oder bei der Entscheidung, ob er den richtigen Weg geht. Den zum Himmel! Viel Freude dabei!