19.03.2010 Ehe & Familie

Pädophilie und Kindesmissbrauch – nur in der katholischen Kirche?

Diesen Artikel haben wir vor 7 Jahren hier veröffentlicht. Er scheint nicht so ganz "unaktuell" zu sein, so dass wir ihn noch einmal nach vorne stellen ...

Inzwischen wurden von Seiten der katholischen Kirche eine Reihe an Maßnahmen erläutert, um dieses „Problem" in den Griff zu bekommen. Jedenfalls soll in den USA mit aller Schärfe gegen Priester vorgegangen werden, die Kinder missbrauchen.Vielleicht hätte man früher gedacht, dass so etwas in Kirchen nicht möglich ist. Aber aus Offenbarung 18,2 wissen wir, dass es in der Christus-losen Kirche alles gibt, was man sich nur vorstellen kann – jegliche Irrlehre, jegliche Unmoral: „Nach diesem sah ich einen anderen Engel... Und er rief mit starker Stimme und sprach: Gefallen, gefallen ist Babylon, die große, und ist eine Behausung von Dämonen geworden und Gewahrsam jedes unreinen Geistes und ein Gewahrsam jedes unreinen und gehassten Vogels."

Die Bibel spricht deutlich über die Kirche

In den Kapiteln 17 und 18 finden wir eine beeindruckende Beschreibung dessen, was mit der katholischen Kirche passieren wird, wenn der Herr Jesus die wahre Kirche – alle gläubigen Christen – in den Himmel entrückt haben wird. Und dann wird es einen Augenblick geben, wo die Macht der falschen Kirche gebrochen wird. Sie wird fallen.

Aber bis zu diesem Zeitpunkt wird sie allem Unreinen – moralischer oder lehrmäßiger Natur – einen Unterschlupf bieten. Man kann wohl sagen, dass es keine Unreinheit gibt, die dort nicht Gewahrsam finden kann. So erkennen wir das im Moment mit der Pädophilie. Aber diese ist nur ein Beispiel. Damit wird natürlich keineswegs gesagt, dass es heute nicht auch gläubige Christen in der römisch-katholischen Kirche gibt. Gott sei Dank gibt es solche dort! Aber sie gehören einem falschen System an, das ohne Christus und ohne Leben agiert, um auf dieser Erde Macht auszuüben – was im völligen Widerspruch zum Neuen Testament ist (z.B. 1. Korinther 4,8-13).

Kindesmissbrauch kommt ÜBERALL vor!

Und doch ist die Frage nach dem Kindesmissbrauch zu aktuell und zu ernst, als dass man sie nur auf die katholische Kirche beschränken darf. Es handelt sich um ein gesellschaftliches Problem – und damit ist leider nicht zu leugnen, dass auch Christen – wiedergeborene Menschen – mit diesem Thema zu tun haben. Es gibt eine Reihe an Beispielen, bei denen diese Sünde offenkundig geworden ist. Es ist sehr zu befürchten, dass es viele Beispiele gibt, bei denen die Missbrauchten sich bislang nicht getraut haben, an die „Öffentlichkeit" zu treten. Vielfach wird ihnen nicht geglaubt, weil sie schlimme Dinge von Personen behaupten, die ansonsten in einem sehr positiven Licht dastehen.

Kindesmissbrauch gehört zu den schlimmsten Begierden (vgl. u.a. 1. Petrus 4,2-3; etc.), die man sich vorstellen kann. Es ist eine verderbliche Sünde, die bei Betroffenen zu einer regelrechten Sucht führt – die im übrigen unentschuldbar ist. Auch diese Schuld kann vergeben werden, wenn man sie dem Herrn Jesus bekennt. Aber sie hat solch schreckliche Folgen, dass man nicht schweigen kann, wenn man selbst betroffen ist (als Missbrauchter) oder feststellt, dass im Freundes- oder Bekanntenkreis jemand Opfer ist. Schweigen ist hier nichts anderes als eine Sünde, denn die Opfer können sich in der Regel nicht wehren und werden äußerlich drangsaliert und innerlich verkrüppelt.

Hast Du solche Sünde auf Dich geladen?

Aus diesem Grund sprechen Ärzte, die mit missbrauchten Kindern zu tun haben, von „Schweinen", die so etwas vollbringen können. Denn solche Menschen, die Kinder missbrauchen, laden nicht nur Schuld auf sich, sie bewirken, dass die missbrauchten Kinder – vollkommen zu Unrecht – sich ebenfalls schuldig fühlen. Häufig reden die Täter das ihren Opfern auch noch ein.

Es gibt nur eins: Ein Opfer muss sich unbedingt einer Person anvertrauen, zu der sie Vertrauen hat. Und sollte jemand in diesem Zusammenhang angesprochen werden, dann sollte er alles vermeiden, was dem Kind auch nur den Hauch des Eindrucks erwecken könnte, ihm würde nicht geglaubt. Dann wird das Kind außerordentlich lange brauchen, um sich einer anderen Person zu offenbaren.

Sofort aufhören! Aber das ist nur der Anfang!

Täter haben nur eine Chance: Sofort aufhören! Und Gott und dem Kind die Sünde bekennen (auch wenn es vielleicht schon Jahre zurückliegt!). Aber das reicht nicht aus! Man muss – MUSS – sich einem Bruder in der örtlichen Versammlung (Gemeinde, Kirche) anvertrauen und bekennen. In aller Regel ist es bei diesem Problem unmöglich, die Justiz auszuschalten. Das ist hart. Aber es ist notwendig.

Eigentlich hoffen wir nicht, dass es einen Leser gibt, der in dieser Weise Sünde auf sich geladen hat. Leider ist es zu befürchten. Gebe Gott, dass er dann sofort aufhört.

Siehe auch: (www.Bibelseelsorge.de)