06.10.2011Persönlicher Glaube

Bemerkenswerte Worte von Steve Jobs

Foto: Matt Yohe

Steve Jobs mag viele Menschen und vor allem das Verhalten vieler Menschen verändert haben. Hoffentlich gilt für uns Christen, dass Jesus Christus in einer völlig anderen Weise und in einem Umfang, der unser ganzes Leben betrifft, grundlegende Veränderungen bei uns vorgenommen hat. Mit Ihm ist niemand vergleichbar! Paulus konnte sagen: „Ich bin mit Christus gekreuzigt, und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt lebe im Fleisch, lebe ich durch Glauben, durch den an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat“ (Gal 2,20).

Man kann von Steve Jobs (leider) vermutlich nicht sagen, dass er ein bekehrter, erlöster Christ war. Manche Äußerungen von ihm lassen jedenfalls eher auf einen Schicksalsglauben und nicht auf eine Gott-Gläubigkeit schließen. Aber es gibt Worte von Jobs, die auch uns zum Nachdenken bringen.

Die Punkte des Lebens verbinden sich – im Nachhinein

Vor Studenten erzählte er einmal drei Lebensgeschichten, die ihn offenbar selbst beeinflusst haben. Zwei davon sehen wir uns an, die erste und die dritte.

Die erste Geschichte solle vom Verbinden der Punkte handeln, sagte Jobs. Er erzählte, dass seine Mutter ihn aufgab, dass er adoptiert wurde und später sein Studium abbrach, dass er meilenweit für ein Mittagessen laufen musste, bis er einen Freund fand und eine Idee hatte. Die Punkte eines Lebens, sagte Jobs, seien immer erst im Rückblick zu verbinden, darauf müssten wir vertrauen. Darauf, dass die Punkte sich zu einem Bild fügen werden, irgendwann, auf unseren Instinkt, das Schicksal.

Wir glauben nicht an Schicksal. Oder? Wir glauben daran, dass Gott alle Fäden in seiner Hand hält. Auf dieser Erde werden wir auch kein vollständiges Bild von unserem Leben haben. Man hat das damit verglichen, dass wir den Teppich von unten sehen, mit den ganzen Fäden usw. Aber wenn wir einmal im Himmel sein werden – also alle diejenigen, die Jesus Chirstus ihre Sünden bekannt haben und Ihn als Retter angenommen haben, werden wir den Teppich von oben sehen. Dann werden wir verstehen, wie sich alle Fäden miteinander verbinden und ein wunderbares Bild in unserem Leben entstanden ist, zur Ehre Gottes, zu unserem Segen. Wenn wir denn ein Leben für unseren Herrn und Retter führen ... Der Apostel Paulus beschreibt dieses Bild Folgendermaßen: „Jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen, wie auch ich erkannt worden bin“ (1. Kor 13,12). Jetzt bekommen wir schon einmal Stücke des Teppichs auch von oben zu sehen. Aber es sind nur Kurzeindrücke. Das wunderbare Stickwerk werden wir im Himmel bewundern, das heißt, wir werden Ihn bewundern, der diese Punkte alle miteinander verbunden hat.

Leben und Tod

Und die dritte Geschichte? Die dritte Geschichte handelt von Leben und Tod. Jobs spricht davon, dass er als junger Mann ein Zitat gelesen habe: „Wenn du jeden Tag lebst, als sei er dein letzter, wirst du irgendwann recht haben." Seither frage er sich, ob er tue, was er tun wollte, falls heute sein letzter Tag sei, und falls die Antwort „nein“ sei, ändere er den Plan.

Nach einer kurzen Pause fuhr Steve Jobs fort, dass er vor einem Jahr morgens beim Arzt gewesen sei. Dieser habe die Diagnose gestellt: Bauchspeicheldrüsenkrebs, unheilbar. Drei bis sechs Monate habe er noch zu leben. „Bringen Sie Ihre persönlichen Dinge in Ordnung", hätten die Ärzte gesagt. „Ich lebte mit der Diagnose ...“  Am selben Abend folgte noch eine Biopsie. Darauf die neue Diagnose: Eine Operation könne ihn wohl doch heilen, er habe eine seltene Ausnahme dieser Krankheit erwischt.

Welche Konsequenz zog Jobs für die Studenten? „Eure Zeit ist begrenzt. Vergeudet sie nicht damit, das Leben eines anderen zu leben." Jobs schließt noch einige weitere philosophische Überlegungen an, die für uns nicht von Bedeutung sind.

Ich kann mich erinnern, vor einigen Jahren einen Christen getroffen zu haben, der ebenfalls wöchentlich mit dem Tod rechnen musste wegen seiner Erkrankung. Das prägt! Wir brauchen uns nicht vor dem Tod zu fürchten. Aber haben wir alle Dinge in Ordnung, wenn der Herr uns heute abrufen sollte?

Unsere Zeit ist begrenzt

Unsere Zeit ist begrenzt. Daher sollten wir sie nicht vergeuden. Wir brauchen auch nicht dem Ideal anderer Leute oder auch einer eigenen Wunschvorstellung hinterherzurennen. Leben wir das Leben, das Gott uns gegeben hat, um es mit Ihm zu füllen, damit es im tiefsten Sinn Sinn-voll ist. Das ist ein Leben, in dem der Herr an der ersten Stelle steht und in dem wir alles an Ihm ausrichten. Wir warten nicht auf den Tod, sondern auf das Kommen Jesu. Sei es, dass wir sterben, sei es, dass Er kommt – es kann HEUTE unser letzter Tag auf der Erde sein.

Diesen Denkanstoß dürfen wir aus dem Tod Steve Jobs mitnehmen. Denn für uns ist nicht Steve Jobs der Hero (wie sein Bild auf der Homepage von Apple heißt), sondern Jesus Christus ist unser Retter, Herr und unser Leben.