24.07.2007 Persönlicher Glaube

Wenn einer abtritt, kommt der nächste ...

Die TV-Berichterstattung der „Tour de France“

Lange Zeit ist die ARD dafür kritisiert worden, dass sie sich noch vor den Doping-Karren der Profiradsportler spannen lässt. Es wäre Heuchelei, sich auf der einen Seite gegen Doping zu positionieren, auf der anderen Seite den dopingverseuchten Radsport aber ständig im Fernsehen zu zeigen.

Nachdem jetzt ein neuer, prominenter Dopingfall mit Patrik Sinkewitz aufgetreten ist, hat sich die ARD zusammen mit dem ZDF aus der Übertragung der „Tour de France“ zurückgezogen. Und was ist die Folge? Sofort springt SAT 1 in die offenbar sehr lukrative Übertragung der Tour ein. Wenn einer abtritt, kommt der nächste sofort hinterher.

Satans Instrumente sind überall!

Auch im christlichen Bereich, das heißt in der Gegnerschaft gegen Christen, finden wir derartige Vorgänge. Denn Satan hat seine Instrumente überall. Sie gehen ihm nicht aus. Wenn sich einer abwendet von ihm, kommt der nächste sofort hinterher. Nichts ist ihm wichtiger, als Christen von der Spur abzubringen, indem er sie notfalls mit äußerer Gewalt oder mit innerer Verführungskraft von dem Weg hinter dem Herrn Jesus abzubringen sucht.

Wenn Manasse „aufgibt“, kommt Amon an die Reihe

Im Alten Testament gab es einen sehr bösen König. Er war der Anlass dafür, dass Gott das Volk der Juden kurze Zeit später in die Gefangenschaft führte. Dieser König hieß Manasse. „Aber Manasse verleitete Juda und die Bewohner von Jerusalem, mehr Böses zu tun als die Nationen, die der HERR vor den Kindern Israel vertilgt hatte“ (2. Chronika, Kapitel 33, Vers 9). Aber auf einmal bekehrte sich Manasse. „Und als er bedrängt war, flehte er den HERRN, seinen Gott, an und demütigte sich sehr vor dem Gott seiner Väter und betete zu ihm“ (Vers 12). Hier finden wir ein Wunder der Gnade Gottes!

War Satan damit am Ende mit seinem Latein? Natürlich nicht! Als Manasse starb, wurde sein Sohn Amon König an seiner statt. „Und er tat, was böse war in den Augen des HERRN, wie sein Vater Manasse getan hatte“ (2. Chronika, Kapitel 33, Vers 22). Sofort verstärkte sich der Widerstand gegen Gott und seine Treuen im Volk. Satan gibt erst auf, wenn er in den Feuersee geworfen wird. Und das dauert noch über 1.000 Jahre!

Wenn Saulus überläuft, kommen andere wie Alexander

Wir finden ein weiteres Beispiel im Neuen Testament. Da hatte Satan ein besonders begnadetes Instrument, das sogar noch sehr religiös war. Saulus von Tarsus verfolgte mit einer Akribie die Christen des Herrn, dass es besser nicht ging. Aber auf einmal „umstrahlte ihn ein Licht, das heller war als die Sonne“. Aus einem Saulus wurde ein Paulus.

War das dann das Ende der Pläne Satans? Natürlich nicht! Er hatte noch mehr Pfeile in seinem Köcher. Das musste Paulus sehr schnell lernen. „Als aber viele Tage verflossen waren, beratschlagten die Juden miteinander, ihn umzubringen“ (Apostelgeschichte, Kapitel 9, Vers 23). Später widerstand ein Alexander Paulus in böser Weise (2. Timotheusbrief, Kapitel 4, Vers 14). Satans Quellen sind nicht unerschöpflich. Aber sie sind bis heute noch gut gefüllt!

Der Herr ist stärker!

Warum schreibe ich das? Weil wir uns keiner Illusion über die Möglichkeiten dieses Feindes hingeben sollten. Natürlich muss Gott sein Tun zulassen. Aber im Rahmen seiner Möglichkeiten tut Satan alles, um die Gläubigen zu vernichten, von Christus abzubringen, innerlich und äußerlich zu zerstören.

Wie gut, dass wir wissen, dass der, der mit uns ist, stärker ist als der, der gegen uns ist. Unser Herr ist der Sieger von Golgatha. Er steht uns bei, wenn wir uns auf seine Seite stellen.