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(00:00:00) In 1. Mose 22 finden wir jetzt, dass ein neuer Abschnitt beginnt. Es heißt, und es geschah nach diesen Dingen. Das ist ja etwas, was auch schon zuvor gewesen ist, was in 1. Mose 15 ausgedrückt wird, nach diesen Dingen. Und damit haben wir den dritten Abschnitt im Leben Abrahams. Kapitel 12 bis 14 sind mehr die äußeren Wege von Abraham. In Kapitel 15 bis 21 finden wir mehr die inneren Übungen, die inneren Nöte, auch die inneren Überlegungen bei Abraham. Und jetzt in Kapitel 22 bis 25 sehen wir, dass Gott uns aus dem Leben Abrahams heraus in wunderbarer Weise ein Mosaik des Ratschlosses Gottes vorstellt. In gewisser Hinsicht können wir auch Kapitel 21 hinzunehmen. Denn es geht jetzt darum, dass wir in Abraham ein Vorbild auf Gott, den Vater sehen, in Isaac ein Vorbild auf Christus sehen und in dem Knecht ein Vorbild auf den Heiligen Geist. Und was ist der Mittelpunkt des Ratschlosses Gottes? Der Mittelpunkt des Ratschlosses Gottes ist Christus und sein Werk auf Golgatha und alles, was an Segen und an Herrlichkeit mit ihm verbunden ist. (00:01:04) Und so wie der Herr Jesus gekommen ist, wie wir das finden im Neuen Testament, dass das Wort Fleisch wurde, Mensch wurde, Johannes 1 Vers 14, dass der Jesus geboren wurde, der Messias hier in eine Krippe hineingelegt wurde, Lukas 2 und Matthäus 1, so finden wir, dass im Alten Testament, bevor das alles geschehen ist, natürlich durch großartige Weissagungen genau das vorhergesagt worden ist. Wenn wir an Jesaja 7 denken, dass der Messias von einer Jungfrau geboren werden würde, das ist ja gewaltig, das gibt es nicht, das ist menschlich unmöglich, das ist nur übernatürlich möglich. Und so finden wir im Alten Testament manche Hinweise auf das Kommen des Messias, darauf, dass er auf diese Erde kommen wird, nicht nur als der Herrscher, das ist natürlich der größere Teil, sondern auch als derjenige, der verworfen wird, denken wir an Micha 4 und 5. Und so finden wir hier, dass die Geburt von Isak natürlich längst vorhergesagt worden ist. Gewissermaßen ein Vorbild ist auf die vielen Weissagungen, die wir im Alten Testament (00:02:01) im Blick auf die Person des Herrn Jesus finden. Aber dann musste der Herr Jesus kommen, er wurde geboren, so wie wir das in Kapitel 21 finden, und dann kommt der Ratschluss Gottes, die Geburt des Herrn Jesus ist letztlich nicht Ratschluss Gottes. Der Jesus hätte auch anders kommen können, dass er so gekommen ist, das hat Gott vorhergesagt, aber es war nicht nötig, um das Werk der Erlösung zu vollbringen, dass der Jesus als Baby, als Kleinkind geboren würde. Er hätte auch als Erwachsener kommen können, denn für Gott war es nicht nötig zu sehen, zu erkennen, dass der Herr Jesus in seinem Leben vollkommen gelebt hat. Das hat er getan, aber das ist für uns wichtig gewesen, dass wir erkennen, dass hier wirklich jemand unser Erlöser ist, der auch moralischerweise dazu in der Lage war, weil er vollkommen ohne Sünde war. Für den Ratschluss Gottes war das nicht nötig und der Ratschluss Gottes beginnt deshalb hier in 1. Mose 22 in der Opferung Isaaks durch Abraham, dadurch, dass uns gezeigt wird, dass der Jesus gestorben ist. Im Neuen Testament wird genau das auch so vorgestellt. Wenn Abraham hier das Messer in seine Hand nimmt, in Vers 10, 1. Mose 22 Vers 10, (00:03:04) dann heißt es dort, Abraham streckte seine Hand aus und nahm das Messer, um seinen Sohn zu schlachten. In Wirklichkeit musste er das nicht tun, Gott wollte keinen Menschen opfern, das ist Gott abscheulich. Aber er selbst hat ja seinen Sohn gegeben, er hat seinen Sohn gerichtet an unserer Stelle. Er hat ihn wirklich als Opfer gegeben, in diesem Bild geschlachtet. Er hat das Gericht gegen seinen Sohn ausgeübt, nicht weil irgendetwas Verdammungswürdiges an dem Herrn Jesus gewesen wäre. Im Gegenteil, das Einzige, was der Herr getan hat, war Gott zu verherrlichen. In jeder Hinsicht hat er ihn geehrt und verherrlicht. Aber Gott hat dieses Gericht unserer Sünde wegen an dem Herrn Jesus vollzogen und der Jesus hat sich selbst gegeben als Brandopfer, als Schlachtopfer Gott zu einem duftenden Wohlgeruch. Und das finden wir hier in dieser Opferung von Isaac vorgestellt. Der Vater gibt den Sohn, wir finden eigentlich kaum Hinweise in Gottes Wort, die uns etwas über die Empfindungen des Vaters geben. Aber hier wird uns vorgestellt, was ein Vater empfinden musste, der seinen Sohn gab. Und das hat Gott getan, er hat ihn gegeben, er hat ihn gerichtet an unserer Stadt. (00:04:01) Das ist 1. Mose 22. Im Hebräerbrief wird ausdrücklich gesagt, dass Abraham Isaac im Gleichnis aus den Toten wiedererhielt. Römer 8 zeigt uns, dass Gott seinen Sohn nicht geschont hat, sondern ihn für uns alle hingegeben hat. Wunderbar, dass wir das hier sehen und dass das Ergebnis ist, dass Abraham der Segen versprochen wird, deine Nachkommen werde ich reichlich mehren, sehr mehren, wie die Sterne des Himmels und wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist. Ein Vorbild darauf, dass er himmlischen Segen und irdischen Segen bekommen würde. Und das ist natürlich in vollem Maß bei Christus der Fall. Gott hat diesen himmlischen und den irdischen Segen, der ihm gehört, den schenkt er Christus, dem wahren Isaac. Natürlich dürfen wir 1. Mose 22 auch als ein Vorbild sehen von wahrem, tiefem Glauben. Diese Hingabe von Abraham ist im Alten Testament, meine ich, einzigartig. Wir finden auch andere Personen, die in gewaltigem Glauben gehandelt haben. Denken wir an Noah, denken wir an Henoch. Aber dieser Glaube, seinen eigenen Sohn, denjenigen, in dem die Verheißung war, (00:05:04) der die Verheißung getragen hat, ihn zu geben, das können wir gar nicht irgendwie richtig erfassen. Und insofern ist Abraham hier auch ein Vorbild des Glaubens für uns, in was für einer Freigiebigkeit Hingabe er Gott gehorsam war, früh am Morgen dem Wort Gottes folgte und den Sohn, den er liebte, geopfert hat. Es ist ja nicht von ungefähr und auch bekannt, dass das erste Mal von Liebe in Gottes Wort hier die Rede ist. Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast, den Isaac. Das erste Mal, dass von Liebe gesprochen wird, ist es von Abraham zu Isaac. Und das zeigt uns, dass der Inhalt, die Tiefe der Liebe Gottes in seiner Liebe zum Sohn zu sehen ist. 1. Mose 23 zeigt uns dann den Tod Saras. Und das ist, Sarah, hier ein Bild des Volkes Israel. Und zwar nicht des Volkes Israel in seiner Bosheit, die Gott richten muss, oder wo er das Volk wegen dieser Bosheit richten muss, sondern es ist das Beseitigstellen Israels, damit Gott hier auf dieser Erde etwas offenbaren kann (00:06:01) in seinem Herzen, in dem Herzen des Herrn Jesus, was ihm unendlich wertvoll ist. Das ist die Versammlung, die durch Rebekah in Kapitel 24 vorgestellt wird. Und dazu ist es nötig, dass Israel beiseite gestellt wird, unabhängig von der Frage, ob es im Glauben lebte oder im Unglauben. Wir wissen, dass sie im Unglauben lebten, aber Sarah, nochmal, ist kein Vorbild des Ungläubigen Israels, sondern des Volkes Israel selbst im besten Sinn. Und es musste zur Seite gestellt werden, damit die ganze Blickrichtung, das ganze Augenlicht, das Licht auf die Versammlung Gottes gerichtet werden kann. Und das finden wir dann in 1. Mose 24. Dort finden wir die Berufung geistlicherweise der Versammlung und die Hochzeit des Lammes. Wir finden hier auch, was für eine Art und Weise Abraham dafür sorgt, dass Isaac eine Frau, eine Gattin, eine Ehefrau geschenkt bekommt. Er sendet seine Knecht aus. Und die haben wir wirklich natürlich nicht offenbart, aber im Verborgenen für uns, die Gläubigen, dürfen wir das rückblickend sehen, eine Offenbarung der Dreieinheit Gottes. Der Vater wird tätig, er sendet den Knecht, das ist ein Hinweis auf den Heiligen Geist, (00:07:02) damit für Isaac, den Herrn Jesus Christus, diese Braut bereitet werden kann. Und wie das geschieht, zeugt davon, was für eine Wertschätzung der Vater für die Versammlung hat. Ich frage mich immer, ob wir irgendwie annähernd auch nur irgendwie eine Wertschätzung der Versammlung der wahren Rebekah, der Braut Christi haben, so wie Abraham uns das hier zeigt, indem er alles daran setzt, dass diese Braut die Rechte ist, nach seinen Gedanken, nach den göttlichen Gedanken auch ist. Und so finden wir, dass dieser Knecht schon zu der Zeit als Rebekah noch in dem Haus ihres Vaters ist und sie durfte nicht irgendwie von den Nationen, von den heidnischen Nationen sein, sondern sie musste aus der Familie sein. Und das zeigt uns, dass die Versammlung nicht irgendwie ein Sammelsurium von Sündern ist, sondern dass die Versammlung diese eine Perle ist, die aus den Erlösten besteht, die aus Heiligen besteht, die aus Gläubigen besteht. Hier wird nicht davon gesprochen, dass die Versammlung aus ehemaligen Sündern besteht, sondern es sind solche, die zu der Familie Gottes gehören. Es sind solche, die das ewige Leben besitzen. Es sind solche, die Kinder Gottes sind, die zu Gott gehören, die die Versammlung Gottes bilden. (00:08:05) Und wir wissen heute aus dem Neuen Testament, das sind alle Erlösten der heutigen Zeit, alle, die an den Herrn Jesus glauben. Und sie werden bereitet und der Knecht gibt dort schon, wo Rebekah noch in dem Haus ihres Vaters, sozusagen noch hier auf dieser Erde ist, gibt er schon etwas von diesem wunderbaren Segen, von dem Gold, dem Silber und diesen wertvollen Dingen. Und das zeigt uns, dass wir hier auf dieser Erde schon diesen herrlichen Segen Gottes genießen können. Diese himmlischen Irter, von denen der Apostel Paulus im Neuen Testament schreibt und die uns etwas von der Herrlichkeit Gottes in Christus zeigen. Das soll nicht erst in der Ewigkeit unser Teil sein, sondern das ist heute schon Realität für diejenigen, die mit dem Herrn Jesus leben, die diese Verbindung zu Christus haben. Die diesen Wunsch haben, zu Isaak zu gehen. Dahin zu gehen, wo dann diese Hochzeit des Lammes gefeiert werden kann bei Isaak. Und das ist doch unser Ziel, das ist doch unser Wunsch, das ist unser Herzens Anliegen, dass wir auf den Herrn Jesus warten, dass wir auf sein Wiederkommen warten. (00:09:01) Dass wir, wie das in Offenbarung 21 ausgedrückt wird, dass die Braut ruft, komm, dass der Geist Gottes diese Empfindungen, diese Liebe in ihrem Herzen hervorruft, so wie Rebekah sofort aufbrechen möchte, um zu Isaak, zu ihrem Gatten, zu ihrem Mann, den sie noch gar nicht kannte damals, hinzugehen. Und wie sie sich dann verschleiert, als sie merkt, da ist jetzt Isaak. So wie die Versammlung Gottes, die hier nicht zu dieser Erde, schon gar nicht zu dieser Welt gehört, sondern die zu Christus gehört. Und sie möchte hier auf dieser Erde eben nicht gemeinsame Sachen mit dieser Welt machen. Sie möchte als Abgesonderte von dieser Welt ganz für Christus, ganz für Gott leben. Das ist der Stellung nach, ist sie so. Und der Geist Gottes möchte in uns bewirken, dass das auch praktischerweise der Fall ist. Und dann finden wir in 1. Mose 25, dass uns der Segen des tausendjährigen Reiches gezeigt wird. Abraham gibt alles seinem Sohn Isaak. Christus ist alles und er ist über alles gesetzt und er ist derjenige, der die ganze Herrlichkeit Gottes als Mensch geschenkt bekommen hat. (00:10:01) Und dann finden wir, dass auch Israel seinen Platz hat, auch die übrigen Nationen ihren Platz haben. Israel eben in der Person von Ismail, aber auch die übrigen Söhne, die durch die Keturah. Ein Vorbild eben auf den Segen des tausendjährigen Reiches der Nationen. Auch sie bekommen alle ihren Segen, aber der Mittelpunkt ist Isaak. Und mit wem ist er verbunden? Mit Rebekah. So ist die Versammlung auch im tausendjährigen Reich der Inbegriff des Segens, weil sie untrennbar verbunden ist mit der Person des Herrn Jesus. Aber der Jesus, der wahre Isaak, wird dann zum Segen sein für alle Nationen. Was für ein herrliches Bild, was wir hier finden, was uns den Ratschluss Gottes zeigt, aber natürlich dann auch, wenn es um uns geht, wie wir diesen Ratschluss hier in dieser Zeit schon praktisch verwirklichen sollen, durch Hingabe für ihn, durch unsere Bindung an die Person des Herrn Jesus, durch unser Sehen auf ihn mit einfältigem Auge, um ihn in allem zu ehren.
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