Bau weiter! - zum Jahresausklang

Lesezeit: 2 Min.

Etwa um 445 v. Chr. kam Nehemia nach Jerusalem. Seit der Zerstörung der Stadt im Jahr 586 v. Chr., 140 Jahre zuvor, war diese Stadt größtenteils unbewohnbar geblieben (Neh 7,4). Nun schlossen sich auf Anraten Nehemias Menschen aus anderen jüdischen Städten an, um die Stadtmauern zu reparieren.

Sofort gab es Widerstand von denen, die nicht wollten, dass Jerusalem gedeiht. Durch Spott, Beleidigung und offene Aggression versuchten diese Feinde, die Arbeit zu stoppen. Als Reaktion beteten die Bauleute und setzten ihre Arbeit fort.

Der obige Vers jedoch deutete auf eine weitere Gefahr hin. Es ist eine, der wir alle gegenüberstehen. Buchstäblich 140 Jahre Müll mussten entfernt werden, damit das Projekt fortgesetzt werden konnte. Die Arbeiter dachten bei sich: „Es gibt hier so viel Müll, dass wir niemals etwas aufbauen können. Es lohnt sich nicht!“

Sagst auch Du Dir selbst: „Es gibt so viele Schäden aus der Vergangenheit, dass ich einfach nicht vorankommen kann!“? Vielleicht hat Dir das letzte Jahr wirklich viel abverlangt. Oder vielleicht hast Du seit Jahren mit anderen Arten von Schäden zu kämpfen, und jetzt betrachtest Du Dich selbst, andere und sogar Gott auf eine Weise, die von Zweifeln erfüllt ist.

Solche Schäden sind tatsächlich real. Sie waren real für die Bauleute von Nehemia. Sie haben nicht übertrieben, wie viel Müll herumlag!

Aber es war an der Zeit, damit aufzuhören, dass dieser Müll das Volk daran hinderte, Fortschritte zu machen. Die Arbeit würde weiter anstrengend sein! Das hat Bauen an sich. Aber die Bauleute hielten durch, konzentrierten sich auf Gott und halfen einander (Neh 4,14). Sie sahen, dass der Müll der Vergangenheit nicht das Recht hatte, Jerusalem daran zu hindern, das zu werden, was Gott beabsichtigt hatte.

Der Müll Deiner Vergangenheit hat nicht das Recht, Gott daran zu hindern, Dich zu stärken, damit Du das werden kannst, was Er schon immer wollte im Blick auf Dein Leben. Es wird anstrengende Arbeit werden! Das hat das Bauen an sich. Aber bau weiter!

Beitrag teilen

Verwandte Artikel

Wie genial kann die Natur eigentlich sein? Stefan Drüeke Wenn man sich Nebeltrinkerkäfer oder Mistkäfer genauer anschaut, bekommt man schnell das Gefühl, dass hier ein Schöpfer mit viel Kreativität am Werk war. Der eine überlebt in der Wüste, indem er Wasser aus Nebel sammelt – Tropfen für ... Video ansehen
Bauen am Haus Gottes – Grundsätze bleiben Manuel Walter Das Bauen am Haus Gottes umfasst zwei wesentliche Seiten: Einerseits ist es Christus selbst, der sein Haus baut (Mt 16,18). Andererseits sind auch wir als Gläubige aufgerufen, an diesem Haus mitzuarbeiten. Entscheidend ist, welches „Material“ ... Artikel lesen
Christus baut seine Versammlung (1) – was ist die Versammlung? Manuel Walter Die Wahrheit der Versammlung ist im Alten Testament nicht offenbart. Erst im Neuen Testament wird das Geheimnis „Christus und seine Versammlung“ gelüftet. Artikel lesen
Der Bau des Hauses Gottes - durch Propheten bewirkt Manuel Seibel Es war eine traurige Zeit. Eigentlich hatte Gott eine wunderbare Erweckung bewirkt. Dann aber schlief alles ein. Es war nur scheinbar das äußerliche Verbot durch die Regierung. In Wirklichkeit war das Herz der Juden lau geworden. Eine traurige ... Podcast anhören
Christus baut seine Versammlung (2) – wie sieht Christi Bauwerk aus? Manuel Walter Wenn der Herr Jesus „Hand anlegt“, ist das Ergebnis immer: vollkommen. So auch, wenn Er die Versammlung, gesehen unter dem Blickwinkel eines Hauses baut. Daran dürfen wir uns erfreuen, auch in Zeiten des Niedergangs. Artikel lesen
Christus - der das Haus Gottes erfüllt (Neh 13,4) Manuel Seibel Christus erfüllt das Haus Gottes. Aber manchmal (oder oft?) kommt es vor, dass wir anderes in dieses Haus hineinlassen. Dann hat nicht mehr der Herr Jesus, sondern ein Mensch oder sogar ein Ungläubiger das Sagen. Das ist zu unserem Schaden! Podcast anhören