Was wird aus Europa? Ein Superstaat oder nur ein Staatenverbund?


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(00:00:00) Die EU wird nie ein Superstaat sein, aber der Ukraine-Krieg macht sie zum Imperium. Unter dieser Überschrift las ich vor einiger Zeit einen Artikel über Europa und die Ideen, die mit dem Europa heute und in der Vergangenheit und in der Zukunft verbunden waren. Es wird Bezug genommen auf eine Zeit vor der großen Erweiterung nach Ost-Mitteleuropa, also vor der Zeit 2004-2007, wo ein polnischer Politikwissenschaftler Jan Zylonka folgende Prognose abgegeben hat, die EU werde niemals ein Superstaat sein, wie Skeptiker immer mahnen, sondern zu einem Gebilde heranwachsen, das einem mittelalterlichen Imperium gleiche. Einem Herrschaftsgebiet also mit mehreren Machtzentren, geteilter Souveränität und fließenden Grenzen, ein Kreis aus überlappenden Kreisen, dessen Integration im Zentrum stärker ist und an der Peripherie abnimmt. Die EU werde nie ein Flächenstaat sein, aber auch kein dezentraler Bundesstaat mit Staatsvolk und klaren Grenzen. Nicht als Vorbild, eher als (00:01:06) Inspiration verweist Zylonka auf das Heilige Römische Reich, 962-1806. Die mit der Erweiterung heiße später immer stärker zunehmende Diversität der EU lässt sich nur in einer flexiblen Struktur zusammenhalten. Und da wird auch über die Führungsmächte wie Deutschland und Frankreich gesprochen und wie sie in dem rivalisierenden Umfeld auch mit Amerika und China zurechtkommen. Soweit ein paar Gedanken, die aus diesem Artikel der Neuen Züricher Zeitung entnommen sind. Das ist hochinteressant, meine ich, weil Gottes Wort zu diesem Europa manches zu sagen hat. Die EU wird nie ein Superstaat sein. Und wir haben das gesehen, mehr so überlappende Kreise, nicht ein Herrschaftsgebiet. Oder eben nicht so ein Staat, sondern mehr so ein Herrschaftsgebiet, vielleicht wie ein Reich. Bloß das Römische Reich, das (00:02:06) bestand natürlich auch aus verschiedenen Gebieten, aber es war eben ein Reich, was von einer zentralen Person gesteuert wurde. Nun genau das wird mit Europa passieren. Gottes Wort sagt in seinem prophetischen Teil, zum Beispiel in Offenbarung 17 ganz deutlich, dass da Europa verglichen wird mit einem Tier. Das ist schon in Kapitel 13 dieses erste Tier. Und über dieses Tier sagt der Engel zu Johannes, Offenbarung 17 Vers 7, ich will dir das Geheimnis der Frau, das ist die Endform der Kirche, der katholischen Kirche, ohne Christus dann, also wenn alle Gläubigen, auch jetzt gibt es noch Gläubige in der katholischen Kirche, aber wenn diese Gläubigen nicht mehr da sein werden, weil wir entrückt sein werden, dann wird diese Frau eben als Hure, als Prostituierte beschrieben. Und Johannes soll das Geheimnis der Frau und des Tieres, das sie trägt, und dieses Tier, das ist ein Symbol für Europa, für das künftige Römische Reich, dass die sieben Köpfe und die zehn Hörner (00:03:06) hat. So, dieses Tier, wer sich da ein bisschen mehr für interessiert, der mag auf Bibelkommentare die Betrachtung zu dem Buch der Offenbarung sich anschauen oder auf Bibleteaching gibt es eine ganze Serie über das Buch der Offenbarung. Da sind auch Hinweise zu Offenbarung 13 zum Beispiel zu finden, wo diese beiden Tiere, der römische Kaiser und auch der Antichrist, beschrieben werden und erklärt werden. Und hier finden wir jetzt diese zehn Hörner erklärt in Offenbarung 17, Abvers 12. Und die zehn Hörner, die du sagst, sind zehn Könige, die noch kein Königreich empfangen haben, aber sie empfangen Gewalt wie Könige für eine Stunde mit dem Tier. Das Tier eben ein Symbol des Römischen Reiches, des neuen Europa. Wir können nicht sagen, das ist die EU, denn sie ist das nicht. Wir haben nicht zehn Staaten, wir haben nicht zehn Länder, das ist keine symbolische Zahl hier, sondern die Zahl zehn, weil sie auch im Alten Testament schon vorkommt und dort in einem Zusammenhang, wo deutlich wird, dass es (00:04:04) wirklich um diese Zahlen geht, werden wirklich zehn Länder sein. Wie also auch immer das passieren wird, ob sich die EU jetzt nach diesen Querellen neu formieren wird, neu entstehen wird, ob es ein Kern-Europa geben wird oder so, können wir nicht genau sagen, aber es wird jedenfalls buchstäblich zehn Länder umfassen, dieses künftige Europa, dieses künftige Römische Reich. Und da gibt es jedes einzelne dieser Länder hat einen Regenten, König. Ob das jetzt wirklich eine solche Königsherrschaft sein wird, wie sie früher war, gut möglich. Oder ob mit einem solchen König einfach ein Regent gemeint ist, der womöglich auch noch demokratisch gewählt wird, auch das ist möglich, weil in Daniel 2 bei dem Standbild, wo es um das Römische Reich geht, das sind eben die beiden Beine und der Fuß und die Zehen und da wird deutlich, dass das eine Vermischung ist mit Ton und das könnte ein Hinweis (00:05:03) auf demokratische Elemente sein. Wir müssen das ein bisschen offen lassen. Jedenfalls wird es hier zehn Herrscher geben, zehn Könige, zehn Regenten, die eine Stunde, also eine Zeit, die Stunde sind ja nicht 60 Minuten, sondern das ist ein Symbol für eine gewisse Zeit, mit dem Tier Gewalt bekommen. Das heißt, da wird zwar schon ein Regent sein, der Römische Kaiser, der wieder entstehen wird, aber er wird diesen zehn Königen eine gewisse Zeit geben, wo sie noch Regierungsverantwortung haben und bewahren können. Diese zehn Könige haben einen Sinn und geben ihre Macht und Gewalt dem Tier. Dann werden sie sich eben freiwillig entscheiden, werden sich besprechen, werden sagen, wir legen unsere Macht nieder und geben diese Macht dem Römischen Kaiser. Diese werden mit dem Lamm Vers 14 Krieg führen und das Lamm wird sie überwinden, denn er ist Herr der Herren und König der Könige und die mit ihm sind berufene Auserwählte und Treue. Das heißt, ihr Ziel wird sein, Europa (00:06:06) wird sich mit Israel verbinden, wird gegen den Feind Israels, den Assyrer, der von Russland geprägt ist, von Russland unterstützt wird, von Russland inspiriert ist, womöglich das heutige Syrien, Türkei. Sie werden gegen diesen Feind kämpfen, aber damit auch gegen die wahren Gläubigen in Israel. Da wird also ein künftiger Überrest aus Juden wieder entstehen und dagegen werden sie kämpfen und damit auch gegen das Lamm, das heißt gegen den Herrn Jesus. Das wird ihr ganzes Bestreben sein. Nun wird über einen Teil dieser zehn Könige, dieser zehn Länder, dieser zehn Herrscher, wird in Daniel 7, wo Daniel eine Vision hat von den vier Weltreichen, angefangen von dem Babylonischen bis hin zu dem Römischen Reich, wird noch ein zusätzliches Element genannt. In Daniel 7 Vers 23 lesen wir, das vierte Tier, ein viertes Königreich, das ist Rom, wird auf der Erde sein, die von allen (00:07:06) Königreichen verschieden sein wird. Und es wird die ganze Erde verzehren und sie zertreten und sie zermalmen. Das spricht von dieser Gewalttat, die durch das Römische Reich ausgegangen ist und in der dieses Römische Reich tätig war, diese Kaiser, die in furchtbarer, zum Teil in furchtbarem Despotentum und Gewalttat und Brutalität regiert haben. Und die zehn Hörner. Aus jenem Königreich werden zehn Könige aufstehen. Hier sehen wir das, zehn Könige. Das wird also zehn Länder sein mit zehn Herrschern. Und ein anderer wird nach ihnen aufstehen. Sie werden also existieren. Und dann wird der römische Herrscher, der römische Kaiser in Rom, das macht Offenbarung 13 und 17 ganz deutlich, der wird in Rom regieren. Das muss also in Italien sein. Und dieser wird verschieden sein von den vorigen und wird drei Könige von den zehn erniedrigen. Wir sehen also da nicht nur, (00:08:01) dass die zehn Könige freiwillig diese Macht weitergeben, sondern er wird drei Könige erniedrigen. Das heißt, es wird innerhalb dieses römischen Reiches, innerhalb dieses wieder entstehenden Europas, was ja heute schon entstanden ist, aber in welcher Form auch immer das dann in der Zukunft, welchem Zuschnitt das sein wird, ob es Länder geben wird, die sich miteinander zusammenschließen oder ob es buchstäblich zehn Länder sind, auch die heute schon existieren, die dann innerhalb Europas einen solchen Zusammenschluss haben, das muss man jetzt offen lassen. Aber jedenfalls wird es drei Könige geben, die eine besondere Machtstellung haben und die wird dieser Kaiser erniedrigen. Das ist ja heute nicht schwer zu verstehen, dass das Länder sein könnten, wie Deutschland, wie Frankreich, wie England. Aber wir wissen ja nicht genau, wann das sein wird. Vorher wird der Jesus kommen, um uns in den Himmel zu holen. Das kann heute sein, das kann morgen sein, aber wir wissen das nicht. Es kann auch noch dauern. Jesus hat nur gesagt, ich komme bald, wann auch immer das sein wird. Dann wird genau das geschehen. Dann wird dieses Europa entstehen (00:09:02) oder entstanden sein. Dann wird es drei Machtzentren geben und die wird dieser römische Herrscher erniedrigen und wird dann die ganze Macht an sich ziehen. Und er wird Worte reden gegen den Höchsten und die Heiligen der höchsten Orte vernichten. Er wird darauf sinnen, Zeiten und Gesetze zu ändern und sie werden eine Zeit und Zeiten und eine halbe Zeit in seiner Hand gegeben werden. Das sind die dreieinhalb Jahre der großen Drangsal, der Drangsal Jakobs. Also wir sehen, dass es tatsächlich ein Herrschaftsgebiet geben wird, ein Reich geben wird, das aber wie ein Land regiert werden wird. So wie heute in Deutschland es einige Ministerpräsidenten von Bundesländern gibt, so wird Deutschland und werden andere Länder, zehn in der Zahl, werden künftig wie solche Bundesländer für das europäische Reich, für das römische Reich nur noch untergeordnete Bedeutung haben und dann wird es einen Herrscher geben. Wird die EU nie ein Superstaat sein? Doch das wird sie werden. Gottes Wort macht das unmissverständlich klar und das (00:10:04) wird ein furchtbarer Staat sein, dass wer da leben wird, der heute schon lebt, der kann sicher sein, dass er verloren geht. Für den gibt es keine Hoffnung. 2. Thessalonicher 2 macht ganz deutlich, dass es keine zweite Chance gibt. Wer heute das Evangelium ablehnt, der wird dann zwar dieses Reichseid erleben, wird vielleicht sich sogar verbinden mit den Machthabern, aber wird dann ein furchtbares Gericht erleben von dem Herrn Jesus, vielleicht auch von dem römischen Kaiser selbst und wird dann vor den großen weißen Thron einmal gestellt werden und dort dann in die Hölle geworfen werden. Heute gibt es noch Hoffnung, heute gibt es noch die Möglichkeit umzukehren. Dann wird es zu spät sein und wer sich mit Politik ein bisschen beschäftigt, der wird hier eben aus Gottes Wort lernen, wohin das geht. Die Politik, die wird sich nicht zum Besseren entwickeln, da wird es keine Erweckung unter dergleichen geben, sondern da wird es furchtbare Entwicklungen geben, die wir als Gläubige, die wir an den Herrn Jesus glauben, nicht miterleben müssen, jedenfalls nicht in ihrem Endstadium, sondern wir haben die Hoffnung. Der Jesus kommt wieder, (00:11:04) er hat uns zugesagt bald zu kommen. Warten wir auf ihn? Leben wir so als Himmelsbürger, die ein Zeugnis haben in dieser Welt, die vor allen Dingen Gott einen Wohnplatz hier auf dieser Erde geben, wo er wohnen kann und wo wir ihn in Geist und Wahrheit anbeten können.
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