Kopflos? Standfest! (FMN)

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Zwei minderjährige Mädchen bringen eine 12-jährige Mitschülerin um. Ein völkerrechtswidriger Krieg tobt seit über einem Jahr. Eine größere Bank ist zahlungsunfähig und viele haben Sorge vor einer neuen Finanzkrise. Zinsen steigen und steigen und Menschen fragen sich, wie sie noch ein Wohnhaus für die Familie finanzieren können sollen. „Gefühlt“ immer öfter hört man von Überschwemmungen, Erdbeben und Naturkatastrophen.

Wie gehen wir als Christen mit solchen Meldungen um?

Ganz klar: Das alles sind Zeichen dafür, dass die Entrückung für uns Gläubige unmittelbar bevorsteht. – Ist das wahr? Solche Meinungen waren schon in den Jahren 2020-2022 sehr präsent, als es ständig um Corona ging. Aber diese Äußerungen entbehren jeder biblischen Grundlage. Richtig ist, dass der Herr Jesus vor 2 000 Jahren gesagt hat: „Ich komme bald“ (Off 22,20). Er wünscht, dass wir Ihn täglich erwarten! Er hat sein Wiederkommen unabhängig von Entwicklungen auf dieser Erde angekündigt. Es entspricht zwar menschlichen Gefühlen, in solchen Zeiten eher an das Ende der Welt zu denken. Aber Gottes Wort verbindet die Entrückung gerade nicht mit Ereignissen auf der Erde.

Ganz klar: Diese Welt wird immer schlimmer und böser. – Ist das wahr? Nun ist es durchaus so, dass für die christliche Endzeit besondere Merkmale genannt werden (z. B. in 2. Tim 3). Aber das wesentliche Kennzeichen der Welt ist ihre Bosheit unter der Herrschaft des Teufels. Das gilt seit dem Kommen des Heiligen Geistes auf diese Erde (Joh 16,8-11). Dieses System war, ist und bleibt böse, solange der Teufel Fürst dieser Welt ist. Wir haben also nichts (!) Gutes von dieser Welt und ihren Herrschern zu erwarten.

Ganz klar: In Krisenzeiten sollte man besonders umsichtig mit seinen Finanzen umgehen. – Ist das wahr? Richtig ist, dass wir nicht unser selbst sind, sondern ganz Gott gehören (1. Kor 6,19), auch unser Geld. Daher sollen wir mit unseren finanziellen, geistigen und körperlichen „Mitteln“ grundsätzlich so umgehen, dass Gott geehrt wird. Wir gehören Ihm mitsamt unserem Besitz.

Ganz klar: In schwierigen Zeiten sollten wir mehr auf Gott vertrauen. – Ist das wahr? Schade, wenn wir uns nur „bei Wellengang“ auf den Herrn stützen würden. Feinde des Volkes Gottes meinten, Gott wäre ein Gott der Berge. Aber Er ist ein Gott der Berge und der Täler (1. Kön 20,28). Gott ist unser Gott in einfacheren und in herausfordernden Zeiten. Leben wir wirklich so?

In diesem Sinn wünsche ich dir Nüchternheit in der Beurteilung der Entwicklungen unserer Zeit, viel Vertrauen auf deinen Gott und Freude im Herrn Jesus.

Folge mir nach – Heft 4/2023

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