Weihnachten - die Geburt Jesus (Lk 2,1-7)


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(00:00:00) Weihnachten. Nun, diejenigen, die mich kennen, wissen, dass ich mit Weihnachten eigentlich nichts zu tun habe. Aber darum geht es an dieser Stelle nicht. Es soll also kein Podcast kritisch mit dem Thema Weihnachten und wir Christen sein, sondern wir wollen einmal dieses Thema zum Anlass nehmen, uns über die Geburt des Herrn Jesus Gedanken zu machen. Wahrscheinlich ist im Jahr 1170 das erste Mal nachweisbar, dass dieses Wort Weihnachten in der Literatur auftaucht. Altdeutsch, Althochdeutsch, Altsächsisch war das ja oder Mittelhochdeutsch wie oder wich Weihnachten und das Wort bedeutet heilig geweiht. Es geht also um die heilige geweihte Nacht. Warum? Weil man sie verbindet damit, dass Jesus Christus in dieser Zeit geboren worden sein soll. Nun können wir sagen, dass höchstwahrscheinlich der Herr Jesus weder am 24. noch am 25. noch am 26. Dezember geboren wurde. Dazu gibt es ja auf dieser Seite einige Artikel. Weil aber die Christenheit und nicht nur die Christenheit mit Weihnachten die Geburt (00:01:04) Jesu verbindet, wollen wir uns auch einmal Gedanken über die Geburt Jesu machen. Wir finden sie ja in Lukas 2 beschrieben, in Lukas 2 Vers 1 bis 7. Und da lesen wir, Lukas 2 Vers 1 Warum sind diese Verse wichtig? Weil sie uns zeigen, dass Gott hinter der Szene ist. Das ist der erste Punkt, über den wir nachdenken wollen. Es ist Gott, der hier wirkt. Denn wir haben gelesen, dass die Verordnung vom Kaiser Augustus einging, die eigentliche Einschreibung aber viel später unter Kyrenius stattgefunden hat. Das macht deutlich, dass Gott dafür sorgte, dass wegen der Einschreibung Josef und Maria nach Bethlehem gehen mussten, obwohl die eigentliche Einschreibung, (00:02:04) deren wegen sie in Bethlehem sein mussten, viel später erst stattgefunden hat. Aber Gott wollte, dass alles in Bethlehem stattfand. Und das zeigt uns, dass Gottes Ratschluss erstens vorhanden ist, zweitens wirksam ist und drittens damit auch vollzogen wird. Das was Gott, wir kommen sofort dazu, im Alten Testament vorhergesagt hat, geweissagt hat oder hat weissagen lassen, das musste sich erfüllen. Gott und sein Plan gehen immer in Erfüllung. Das ist auch für uns als Christen im 21. Jahrhundert von großem Wert. Gottes Ratschluss oder Ratschlüsse, sie kommen zustande, er kommt zustande. Das was Gott festgelegt hat, das wird genauso auch passieren. Wunderbar, dass wir uns dessen sicher sein dürfen. Zweiter Punkt Vers 4. Es ging aber auch Josef von Galilea aus der Stadt Nazareth hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Bethlehem heißt, weil er aus dem Haus und der Familie Davids war, um sich einschreiben zu lassen mit Maria, seiner verlobten (00:03:06) Frau, die schwanger war. Also Vers 4 zeigt uns, dass das Ganze in Bethlehem stattfand, dass also auch die Geburt in Bethlehem stattfand. Und da sehen wir, dass das im Alten Testament eben vorhergesagt war. Micha 5 Vers 1. Und du Bethlehem Ephrathat zu klein, um unter den Tausenden von Juda zu sein, aus dir wird mir hervorkommen, der Herrscher über Israel sein soll. Und seine Ursprünge sind von der Uhrzeit, von den Tagen der Ewigkeit her. Das zeigt uns, dass tatsächlich Bethlehem vorhergesagt war als Geburtsort Jesu Christi. Zweitens, dass derjenige, der geboren wurde, dass er Mensch war. Ein Mensch wird geboren, aber zugleich seine Ursprünge sind von den Tagen der Ewigkeit her. Es wird deutlich, das muss jemand sein, der bald mehr ist als ein Mensch, der ewige Sohn Gottes. Wunderbar, das finden wir bei dem Herrn Jesus und nur bei dem Herrn Jesus. Viele Menschen sind in Bethlehem geboren worden, vielleicht auch andere Herrscher wie David zum (00:04:01) Beispiel. Aber nur einer, auf den das zutrifft, dass er Mensch und Gott in einer Person ist. Unser Herr, vor dem wir anbetend niederfallen. Zweitens haben wir in Vers 4 gesehen und 5, dass dieser, der geboren wurde, Jesus, dass er Sohn Davids war, dass er zu der Familie Josefs, zu der Familie Davids gehörte. Und auch das finden wir im Alten Testament angekündigt. In Erste Kronika 22 lesen wir beispielsweise in den Versen 9 und 10. Siehe, ein Sohn wird dir, David, geboren werden. Der wird ein Mann der Ruhe sein, und ich werde ihm Ruhe verschaffen von allen seinen Feinden ringsum. Denn Salomo wird sein Name sein, Shilomo, friedlich, und Frieden und Ruhe werde ich Israel geben in seinen Tagen. Der wird meinem Namen ein Haus bauen, und er soll mir Sohn, und ich will ihm Vater sein, und ich werde den Thron seines Königtums über Israel befestigen in Ewigkeit. Buchstäblich geht es natürlich um Salomo hier. Aber die Tatsache, dass sein Königtum über Israel (00:05:05) in Ewigkeit befestigt wurde, macht deutlich, dass es über Salomo weit hinaus reicht, dass hier der wahre Sohn Davids, der im Alten Testament immer wieder vor Augen der Propheten und auch der Juden stand, dass er in Wirklichkeit gemeint ist. Und wir denken in diesem Zusammenhang an Jesaja 9, 6. Daran sehen wir, dass es weit über Salomo hinaus geht. Der wahre Sohn Davids, das ist der Herrscher, der in Ewigkeit regieren soll. Das ist niemand anders als der Herr Jesus Christus. Das ist also der dritte Punkt. Erster Punkt, Gottes Ratschluss erfüllt sich. Zweitens, was er vorher gesagt hat in Bethlehem. Drittens, als Sohn Davids sollte das sein. Zugleich aber finden wir, dass deutlich (00:06:08) gemacht wird, dass Josef nicht der Vater war. Das wird vorher sowohl in Matthäus als auch in Lukas wird das deutlich gemacht. Zum Beispiel in Lukas 1 wurde Maria angekündigt, dass der Heilige Geist auf sie kommen würde und Kraft des Höchsten sie überschatten würde. Das heißt, das Kind ist nicht entstanden dadurch, dass Mann und Frau Josef und Maria zusammen kamen. Nein, sie waren ja bis zu diesem Tag nur in Anführungsstrichen verlobte. Und das ist ganz wichtig, weil es eine zusätzliche Bedingung des Alten Testamentes erfüllt. In Jeremiah 22 lesen wir in Vers 28, ist denn dieser Mann Konja, an anderer Stelle Jekonja, ein verachtetes Gefäß, das man zertrümmert oder ein Gerät, an dem man keinen Gefallen hat und so weiter. Und dann wird über ihn gesagt in Vers 30, (00:07:02) schreibt diesen Mann auf als kinderlos, als einen Mann, der kein Gelingen hat in seinen Tagen. Denn von seinen Nachkommen wird nicht einer gedeihen, der auf dem Thron Davids sitze und fortan über Jude herrsche. Wenn also Josef der leibliche Vater des Herrn Jesus gewesen wäre, hätte er nie auf den Thron Davids kommen können, weil gerade von Jekonja und seinen Nachkommen, und Josef war ein Nachkomme von Jekonja, ein leiblicher Nachkomme in der Linie Jekonjas, von ihnen wird ausdrücklich gesagt, von ihnen kommt niemand auf den Thron Davids. Dann hätte der Jesus nicht auf den Thron Davids gehen können. Aber er ist kein leiblicher Sohn Jekonjas, sondern Josef hat ihn angenommen als Kind, hat den Herrn Jesus sozusagen adoptiert, weil sein Vater, der Vater des Herrn Jesus, Gott ist und kein Mensch. Das ist also der vierte Punkt, der sich erfüllt hier. Dann haben wir in Vers 6 gesehen, lesen wir in Vers 6, Lukas 2 Vers 6, es geschah aber, als sie dort waren in Bethlehem, dass die Tage erfüllt (00:08:03) wurden, dass sie gebären sollte. Die Tage erfüllt. Da erfüllten sich natürlich die Schwangerschaftstage von Maria, aber wir denken weit darüber hinaus. Was sagt der Apostel Paulus in Galater 4 Vers 4, als aber die Fülle der Zeit, die Erfüllung der Zeit gekommen war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau, geboren unter Gesetz. Der Jesus ist in der Fülle der Zeit gekommen. Da, als die Tage erfüllt wurden, da kam er und da erfüllte sich dann, was Gottes Plan schon immer wollte. Dann lesen wir in Lukas 2 Vers 7, und sie gebar ihren erstgeborenen Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Raum für sie war. Ja, da sehen wir, dass sie den Sohn gebar. Und nochmal, wir denken daran, er ist der Sohn einer Jungfrau. Sie war nicht bis zu diesem Zeitpunkt mit Josef zusammengekommen. (00:09:05) Nein, der Geist Gottes, wir haben das in Lukas 1 gelesen, hatte sie überschattet. Und auch das finden wir im Alten Testament ausdrücklich vorhergesagt. Jesaja 7 Vers 14, darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben. Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären und wird seinen Namen Immanuel nennen. Die Jungfrau wird schwanger werden. Das hatte Gott ankündigen lassen, hat er prophezeien lassen durch Jesaja. Und das erfüllte sich hier, dass wirklich eine Jungfrau den Herrn Jesus gebar. Das gibt es nicht noch einmal. Das ist das einzige Mal, dass das geschehen ist. Ein Wunder Gottes, genauso wie dieses Wunder, von dem wir vorher gesehen haben, dass Gott bewirkte, dass hier jemand geboren wurde, der zugleich der ewige Sohn Gottes ist. Nicht genug damit. Wir haben gelesen, dass sie ihren erstgeborenen Sohn gebar. Das ist natürlich buchstäblich gemeint, überhaupt keine Frage. Und doch ist in diesem Erstgeborenen zugleich auch (00:10:05) ein wunderbarer Hinweis auf den, der der Herr Jesus wirklich ist. Psalm 89, ein Maskil von Etan, dem Esrachiter. Da finden wir, dass er sagt und schreibt in den Versen 28 und 29, so will auch ich ihn zum Erstgeborenen machen, zum höchsten der Könige der Erde. Da ist eigentlich von David die Rede. Aber da wird hinzugefügt, ewig will ich ihm meine Güte bewahren und mein Bund soll ihm festbleiben. Ewig will ich ihm meine Güte bewahren, ewig. Da sehen wir sofort, das kann sich nur auf den Herrn Jesus beziehen. Ja, David ist ein Vorbild, ein Vorausbild auf das, was Gott mit dem Herrn Jesus vorhat. Das wird auch in Hebräer 1 Vers 6 bestätigt, wenn ausdrücklich von dem Schreiber über den Herrn Jesus gesagt wird, wenn er aber den Erstgeborenen wieder in den Erdkreis einführt, spricht er und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten. Damit wird deutlich, (00:11:03) der Herr Jesus, er ist der Erstgeborene. Er war das buchstäblich bei Maria, aber er ist das auch von seinem Rang her. Er ist der Erstgeborene. Er ist derjenige, der den ersten Platz in den Gedanken Gottes hat. Und dann haben wir gelesen in Vers 7, Lukas 2, dass der Herr Jesus in Windeln gewickelt wurde. Das zeigt uns, dass er vollkommen, wirklich vollkommen Mensch war. Er war nicht nur eine Menschenerscheinung oder dergleichen. Nein, er war vollkommen Mensch. Er wurde gestillt und er bekam Windeln, weil das eben nötig war, weil er in vollkommener Weise Mensch wurde. Wir finden das in Psalm 8 in wunderbarer Weise vorhergesagt, jetzt nicht auf die Geburt, auf die Windeln, aber dass er wirklich Mensch war, unter die Engel sogar erniedrigt, am Kreuz von Golgatha gestorben ist. Und dann lesen wir 9. zum Abschluss, dass er in eine Krippe gelegt wurde, weil in der Herberge kein Raum für sie war. Ja, damals war offenbar wegen der Einschreibung und wahrscheinlich (00:12:03) wegen Fest einer Festzeit, vermutlich das Laubhüttenfest, war alles voll in Bethlehem. Und das meint hier das Wort buchstäblich, aber das weist natürlich weit darüber hinaus. Von Anfang an hatte diese Welt keinen Platz für den Herrn Jesus. Man wollte ihn nicht, man lehnte ihn ab. Und er kam, wie das Johannes beschreibt, Johannes 1 Vers 10, er war in der Welt und die Welt wurde durch ihn und die Welt kannte ihn nicht. Er kam in das Seine und die Seinen nahmen ihn nicht an. Der Herr Jesus war von Anfang an der Verworfene. Wenn also in dieser heutigen Zeit Weihnachten so als ein schönes romantisches Fest begangen wird, wo man oftmals ja sowieso mit Glauben und mit dem Herrn Jesus nicht viel am Hut hat, dann wollen wir nicht bedenken, dass die Geburt des Herrn Jesus schon der erste Beweis, das erste Anzeichen dafür war, dass der Herr Jesus der Verworfene sein würde. Johannes beschreibt das in seinem Evangelium, dass von Anfang an er verworfen wurde. Und wir wissen (00:13:03) damit, dass das der Weg war, der hinführte zum Kreuz, wo er am Kreuz von Golgatha unsere Sünden wegen gestorben ist. Ja, wir bewundern den Herrn Jesus. Wir bewundern dieses Wunder Gottes, dass Gott Mensch wurde in der Person des Herrn Jesus. Und wir beten ihn dafür an. Und in echter Andacht stehen wir vor dem Herrn Jesus, stehen wir vor diesem Wunder Gott wurde Mensch. Aber wir verstehen, seine Menschwerdung reichte nicht, um uns zu erlösen. Er musste an das Kreuz von Golgatha gehen. So führt seine Menschwerdung unmittelbar unsere Gedanken und unsere Herzen und unsere Empfindungen zu dem Kreuz, wo er für uns gestorben ist. Wir bestaunen ihn. Wir dürfen und wir sollten uns mehr mit ihm beschäftigen und dürfen dann dahin geführt werden, dass wir etwas von seiner moralischen Herrlichkeit in seinem Menschsein, in seinen Leiden bis zu den Leiden am Kreuz von Golgatha sehen und doch dann zugleich wissen, er ist jetzt der Verherrlichte, der zur Rechten Gottes thront.
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