Von der persönlichen zur virtuellen Kommunikation

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Man mag es bedauern oder begrüßen: Die Art der Kommunikation und ihrer Wege wandelt sich. 65 %-70 % der über 30-Jährigen fühlen sich in einem persönlichen Gespräch nach wie vor gut aufgehoben. Für sie ist es die angenehmste Form, sich mit anderen auszutauschen. Schön! Das sind ja auch 63 % der Bevölkerung. Aber bei den jüngeren Menschen sieht es einfach anders aus. Das Institut für Demoskopie Allensbach hat herausgefunden, dass bei den 14-19-Jährigen knapp 70 % dem Internet-Chat und über 50% der SMS, allerdings auch dem Telefongespräch den Vorzug geben. 47 % dieser Gruppe mailt am liebsten. Bei den 20-29-Jährigen stehen immerhin noch über 50% auf ein „normales", persönliches Gespräch. Aber rund ein Drittel chattet am liebsten oder schreibt SMS.

Was hat uns das zu sagen? Eine ganze Menge. Wir wollen doch diese Menschen erreichen. Ja, viele junge Menschen sind immer noch für ein Gespräch zu haben. Aber noch viel mehr lassen sich lieber in einem Chat oder per SMS ansprechen. Wenn wir sie erreichen wollen, müssen wir auch ihre Kommunikationswege verwenden. Wir können darüber jammern oder nicht. Aber es ist ihr Weg!

Wie sagte Paulus einmal: „Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise einige errette. Ich tue aber alles um des Evangeliums willen, damit ich mit ihm teilhaben möge" (1. Kor 9,22.23). Oder: „Ich bin den Juden geworden wie ein Jude ..." (1. Kor 9,20).

So müssen wir den jungen Menschen wie junge Menschen werden. Nicht, indem wir einfach so sind wie sie - das nehmen sie uns nicht ab. Aber indem wir ihre Wege - auch Kommunikationswege - kennen und gehen. Dann können wir sie erreichen. Dazu muss man bereit sein, sich „zu bücken" ...

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