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Ein Kommunist in China hatte die Religionen und das Evangelium stets bekämpft. Jetzt aber war auf einmal seine eigene Frau Christin geworden. Sie war blind und lebte zurückgezogen; deshalb kam es für ihn ganz unerwartet. Verbissen setzte er alles daran, um sie wieder von ihrem Glauben abzubringen. Als nichts half, warf er sie schließlich eines Abends aus dem Haus.

Wohin sollte sie gehen? Sie war ja blind! So setzte sie sich auf die Stufen ihres Hauseingangs. Zitternd vor Kälte fing sie an, für ihren Mann zu beten.

Bei dem gewannen Mitgefühl und Gewissensbisse allmählich die Oberhand. Er rief seine Frau zurück: „Lass uns Frieden schließen. - Sag mir, was kann ich für Dich tun?"

„Ich brauche Ermutigung", antwortete sie. „Willst Du mir etwas aus der Bibel vorlesen?"

Mühsam bezwang ihr Mann seinen heftigen Widerwillen und begann zu lesen. Schließlich las er seiner Frau täglich aus Gottes Wort vor. Nach und nach wurde auch bei ihm das Interesse wach. Und dann kam der Tag, an dem Gott die Gebete seiner Frau erhörte: Dieser Kommunist nahm Jesus als seinen persönlichen Retter an. Er trat in die Reihen derer ein, die in den schwierigen Umständen in ihrem Land die gute Botschaft von der Erlösung durch den Glauben an Jesus unermüdlich weitergeben.

„Das inbrünstige Gebet eines Gerechten vermag viel" (Jakobus, Kapitel 5, Vers 16).

(aus: Folge mir nach - Heft 3/2009)

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