Der Herr Jesus Christus - seine Leiden und sein Tod (3)

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Wann hat der Herr Jesus die Sünden jener getragen, die an Ihn glauben?

Um jeden Zweifel auszuräumen: das Werk des Herrn Jesus geschah nicht während seines Lebens, nicht im Grab, nicht einmal während der ersten drei Stunden am Kreuz. Christus hat unsere Sünden in den drei Stunden der Finsternis getragen. «Aber von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde» (Matth. 27,45). Während dieser Zeit wurde die Szene von Finsternis beherrscht - und von Schweigen. Wir hören den Herrn Jesus bis zur neunten Stunde kein Wort sagen. Niemand kann ermessen, was während dieser Stunden geschehen ist. Der Schrei Jesu am Ende dieser Stunden lüftet den Schleier ein wenig: «Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?» (Matth. 27,46). Christus war der einzige, von dem wir lesen, dass er «von Gott verlassen» wurde. Verlassen war Er nur in diesen drei Stunden, in denen Er Sühnung getan hat. Vor diesen drei Stunden genoss Er eine vollkommene und ununterbrochene Gemeinschaft mit Gott und auch danach genoss Er diese ungetrübte Gemeinschaft wieder. So wandte Er sich an seinen Vater und übergab seinen Geist in dessen Hände (Luk. 23,34.46). Auch 1. Petrus 2,24 macht klar, dass der Herr Jesus unsere Sünden auf dem «Holz», d.h. am Kreuz, getragen hat. 34

Warum wurde Jesus von Gott verlassen?

Diese Tatsache steht im Gegensatz zu allen Erfahrungen und Erwartungen (Ps. 37,25). Der Schrei Jesu: «Warum hast du mich verlassen?», findet sich auch in Psalm 22,2. Dieser Psalm erklärt, dass die, die auf Gott vertrauen, von Ihm «errettet» und «nicht beschämt» werden (Ps. 22,5.6). Wie ist es also möglich, dass der Treuste von allen von Gott verlassen wurde?

Die erste Antwort gibt Psalm 22,4: «Doch du bist heilig.» Als Christus unsere Sünden trug, musste sich der heilige Gott von Ihm abwenden, Ihn richten, Ihn sogar «zerschlagen» (Jes. 53,10).

Die zweite Antwort findet sich in 2. Korinther 5,21: Christus wurde «für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm». Daraus wird ersichtlich, dass Er wegen unserer Sünden von Gott verlassen wurde, denn Er war sündlos und «kannte Sünde nicht» (siehe auch ➔ 1.16). Ist Er dafür nicht unserer ewigen Anbetung würdig? 2.16 Wurde der Herr Jesus von seinem Vater verlassen?

Die Bibel sagt dies nicht. Wenn es darum geht, dass er verlassen wurde, dann ist von Gott die Rede: «Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?» (Matth. 27,46; Mark. 15,34; Ps. 22,2).

Wenn die Bibel auf der anderen Seite Jesus als Sohn Gottes vorstellt, hält sie fest, dass Er immer im Schoss des Vaters war und ist (Joh. 1,18). Wir wollen nicht versuchen, in Dinge einzudringen, die uns verborgen sind oder unser Verständnis übersteigen, aber wir tun doch gut daran, diese Unterscheidung, die die Bibel macht, festzuhalten.

Eine einfache Illustration mag uns helfen: Wenn ein Richter über seinen eigenen (schuldigen) Sohn zu Gericht sitzen muss, so wird er ihn in seiner Funktion als Richter zu einer Strafe verurteilen müssen. Aber als Vater wird er mit seinem Herzen immer auf der Seite seines Sohnes stehen. 2.17 War der Herr Jesus noch von Gott verlassen, als Er starb?

Nein. Er sagte: «Es ist vollbracht» (Joh. 19,30) und dann übergab Er seinen Geist in die Hände seines Vaters (Luk. 23,46). Siehe auch ➔ 2.14.

Wie kann man sicher sein, dass Gott den Preis, den Christus bezahlt hat, angenommen hat?

Es gibt dafür einen eindeutigen und sichtbaren Beweis. Gott hat Christus, den die Menschen ans Kreuz genagelt haben, geehrt, indem Er Ihn auferweckt hat, Ihn vom tiefsten auf den höchsten Platz erhoben hat - auf den Ehrenplatz zu seiner Rechten (Eph. 1,19-23; Apg. 2,24.32; 3,15, usw.)

Damit ist jeder Zweifel ausgeräumt: Der Preis, den der Herr Jesus bezahlt hat, ist von Gott angenommen worden, denn Christus wurde unserer Rechtfertigung wegen auferweckt (Röm. 4,25).

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