Steinacker: Es gibt keinen Teufel

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Kein Teufel?

Der Kirchenpräsident der hessen-nassauischen Kirche, Prof. Peter Steinacker, Schirmherr des umstrittenen Projektes "Bibel in gerechter Sprache", sagte in einem Interview mit ideaSpektrum auf die Frage nach dem Teufel: „Es existiert keine ‚Person’, die man einen Teufel nennen könnte. Die Personalität des Teufels ist ein Versuch, die ungeheure Kraft des Bösen zu verstehen.“ Auf die Nachfrage nach den drei Versuchungen des Herrn antwortete er: „Da kommt der Teufel in dieser mythologischen Gestalt vor.“

Man ist eigentlich fassungslos, wenn man nicht wüsste, was die heutige Lehrmeinung in der evangelischen Kirche alles zulässt. Dass Satan real und eine Person ist, wird aus einer Reihe von Bibelstellen klar. Die Versuchungen sollten es jedem unvoreingenommenen Leser direkt deutlich machen. Der Herr Jesus spricht nicht mit einer Fiktion, Er wird von dem Teufel persönlich und als Persönlichkeit angesprochen und angegriffen. Der Teufel muss Ihn für eine Zeit verlassen (vgl. Lk 4,13) – nicht eine Fiktion marschiert davon!

Johannes schreibt von dieser Person: „Wer die Sünde tut, ist aus dem Teufel, denn der Teufel sündigt von Anfang an“ (1. Joh 3,8). Hier sündigt keine Fiktion, auch keine mythologische Gestalt, sondern ein Engelwesen, im höchsten Sinn Persönlichkeit. Seit sich dieser Engel des Lichts als Satan offenbart hat, indem er gegen Gott rebelliert hat, sündigt er.

Gott hat das Böse geschaffen?

Mindestens genauso betroffen macht die Aussage, Gott habe das Böse geschaffen: „Alles, was geschaffen ist, muss seinen Ursprung in Gott haben –auch das Böse.“

Was aber sagt die Bibel? Sie sagt: „Gott ist Licht“ (1. Joh 1,5) und „Gott ist Liebe“ (1. Joh 4,8). Das Böse, die Sünde, ist durch den Menschen in diese Welt gekommen (Röm 5,12). Nicht Gott hat das Böse geschaffen, Er hat es zugelassen, als sich der Mensch von Ihm abwandte und Ihm ungehorsam wurde. Damit ist das Böse entstanden. Natürlich wusste Gott, dass der Mensch böse sein würde und die Sünde einführen würde. Aber von Gott kommt sie nicht. Ihm das unterzuschieben ist nichts anderes als Blasphemie: „Doch ebenso beflecken auch diese Träumer das Fleisch und verachten die Herrschaft und lästern Herrlichkeiten … Diese lästern, was sie nicht kennen“ (Jud 8.10).

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