28.04.2005Persönlicher Glaube

Allensbach: Aberglaube wird in Deutschland groß geschrieben

Allensbach-Untersuchung

Aberglaube ist in. Man mag es nicht glauben - aber es ist doch wahr. In einer aktuellen Umfrage hat des Institut für Demoskopie Allensbach herausgefunden, dass der irrationale Glaube an gute oder schlimme Vorzeichen in der Bevölkerung lebt und heute weiter verbreitet ist als noch vor einem Vierteljahrhundert. 42% der über 16-Jährigen glauben daran, dass das vierblättrige Kleeblatt Gutes für sie bedeutet. 40% denken, dass es wichtig ist, am nächtlichen Himmel eine Sternschnuppe zu sehen.

36% halten die Begegnung mit einem Schornsteinfeger für ein Glück verheißendes Omen. 28% fürchten sich vor der Zahl 13; 25% vor einer von links über den Weg laufenden Katze. Immerhin 12% sehen etwas darin, eine Spinne am Morgen zu sehen oder Schwalbennester am Haus zu haben. Und, und, und ...Nur 32% halten offenbar ncihts von diesen „Begegnungen“.

Nur interessante Zahlen?

Nun sind solche Zahlen zunächst einmal schlicht interessant. Aber darüber hinaus lassen sie uns erkennen, wie die Menschen, in deren Mitte wir als Christen leben, „ticken“. Entsprechend kann man in einem evangelistischen Gespräch auf solche Themen anspielen und Fragen stellen, Antworten geben, Lösungen suchen, auf das Wesentliche hinweisen.

Wir wissen alle zudem aus unserem Umfeld, dass viele Menschen an Glücksbringer glauben. Man muss nur in die Klassenräume bei Klassenarbeiten schauen, wie viele Glückstiere dort auf den Tischen sitzen, wie viele Glückbringer um die Hälse baumeln. Und in Berufsschulen und Unis sieht es auch nicht besser aus. Wahrsager haben bis heute Hochkonjunktur!

Glücksbringer für Christen?

Und Christen - wie verhalten wir uns? Als der Herr Jesus Wunder vollbrachte, nahm Er sich keinen Glückbringer! „Und zum Himmel aufblickend seufzte er und spricht“ (Markus 6,34) lesen wir an einer Stelle. An einer anderen Stelle heißt es: „Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fischer, blickte auf zum Himmel, segnete und brach die Brote“ (Markus 6,41), die sich durch göttliche Wunder vervielfältigten. Jesus Christus nahm seine Kraft - auch die für die Wunder - von oben, von seinem Gott im Himmel.

So sollten auch wir nicht meinen, irgendwelche seltsamen, mystischen und okkulten Kräfte könnten uns weiterhelfen oder bremsen. Möglicherweise liest der ein oder andere regelmäßig ein Horoskop, um feststellen zu können, ob ihm die Götter diese Woche wohl gesonnen sind. Das wird ein Christ vermutlich nicht zugeben. „Man muss ja einfach wissen, womit sich die Menschen voll saugen!“, heißt es. Aber in Wirklichkeit will man „heimlich“ für sich selbst die „Sterne erkunden“. Das ist purer Götzendienst und Glaube an okkulte Kräfte! Wir sollten unbedingt die Finger (und Augen) davon lassen - nicht nur von Kartenlegern etc.!

Schon mancher hat sein eigenes Unglück herbeigeführt; nicht zuletzt aufgrund von self-fulfilling-prophecy, was bedeutet, dass sich die Dinge erfüllen, weil man an sie glaubt und sie bewusst zustande kommen lässt (egal, ob es um Tod oder Liebe, um Glück oder Unglück geht).

Im Alten Testament stand die Todesstrafe auf diese Dinge

Im Alten Testament war alles verboten, was mit Wahrsagerei zu tun hat. Wahrsagerei als „Beruf“ sowieso (3. Mose 19,26), aber auch das Hingehen zu einer solchen Person (3. Mose 19,31; 20,6; usw.). Damals stand sogar die Todesstrafe auf solchen Aktionen. Heute ist es nicht so - es folgt in aller Regel kein sofortiges Gericht. Aber Gott lässt sich nicht spotten. Was ein Mensch sät, das wird er auch ernten, gerade ein Christ (Galater 6,7).

Zu diesem Komplex gehört übrigens auch die Zauberei, die nach Offenbarung 21,8 und Galater 5,20 ebenfalls das ewige Gericht Gottes auf sich zieht. Man sollte sich niemals leichtfertig (und natürlich noch weniger nach reiflicher Überlegung) auf solche Dinge einlassen. Man kommt zu Fall, wenn man sich auf die böse Geisterwelt einlässt. Denn um nichts anderes handelt es sich.

Harmlose Amulettchen? Gibt es nicht!

Nun sind Glücksbringer keine Wahrsager. Natürlich nicht. Und Amulettchen hören sich harmlos an. An sich sind sie wie die falschen Götter im Alten Testament nichtig, ohne Wert, ohne Wirkung. Aber dadurch, dass ein Mensch (vielleicht sogar Du als Christ?) an ihre Wirkung glaubt, macht er sich von diesen toten Dingen abhängig, und gerät dadurch in die Fänge Satans. Gerade für einen Christen ist damit nicht zu spaßen. Wir sind aus der Sklaverei Satans durch das Werk des Herrn Jesus befreit worden. Und jetzt begeben wir uns freiwillig wieder dorthinein?

Wir alle wollen uns gegenseitig davor warnen! Egal, ob es um Schularbeiten, um Studienarbeiten, um die „Liebe“, um Erfolg in Beruf und sonst wo oder um was auch immer geht. „Im Übrigen, Brüder, alles, was wahr, alles, was würdig, alles, was gerecht, alles, was rein, alles, was lieblich ist, alles, was wohllautet, wenn es irgendeine Tugend und wenn es irgendein Lob gibt, dies erwägt“ (Philipper 4,8).