13.04.2018 Persönlicher Glaube

Tierversuche

Selbstverständlich sind Christen nicht dafür, dass Tiere gequält werden. Christen sind keine Tierquäler. Wer das tut, egal, ob bei einem Haustier oder bei einem anderen Geschöpf, hat nicht verstanden, dass auch diese Lebewesen von Gott erschaffen wurden (1. Mo 1).

 

Dennoch läuft diese Diskussion aktuell in eine Richtung, die unbiblisch ist (was bei Politik und Ungläubigen nicht weiter verwunderlich ist). Aber es besteht die Gefahr, dass sich auch Gläubige in diese Richtung bewegen. Gefühlsmäßig sind ja diese Tiere so süß und jeder Tierversuch etwas Schlimmes, weil an Tieren etwas ausprobiert werden soll, was man Menschen nicht zumutet.

 

In einer Zeit, in der die Themen der „Grünen" en vogue sind und man sich unbeliebt macht, wenn man dagegen spricht, gilt das umso mehr. Auch unter Christen gibt es Vegetarier und Veganer „aus Überzeugung". Wenn man aus gesundheitlichen Gründen kein Fleisch essen darf, ist das etwas anderes. Ansonsten zeigt der Apostel Paulus, dass das bewusste Verzichten auf Fleisch dämonischen Ursprungs ist (1. Tim 4,1-5). Und dass wir alles mit Danksagung annehmen dürfen. Übrigens auch Fleisch von Tieren, die im Judentum als unrein galten (Schwein, Vögel, usw.). Das haben wir in anderen Artikel schon biblisch belegt.

 

Was ist aber zu Tierversuchen zu sagen? Wir sollten uns an die biblische Aufforderung an Adam erinnern: „Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan; und herrscht über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf der Erde regen!" (1. Mo 1,28). Das heißt, dem Menschen ist Autorität über die Tiere gegeben worden.

 

Das ist für viele Menschen deshalb heute ein Problem, weil sie den Menschen Entwicklungsfolge anderer Tiere sehen. Mit anderen Worten, irgendwann wird ein Übermensch aus dem Menschen entstehen. Und der soll ja auch uns dann nicht beherrschen (und würde es doch, wenn es eine solche Entwicklung gäbe).

 

Wir aber wollen bei dem biblischen Prinzip unseres Schöpfers bleiben. Der Mensch hat Gewalt über die Tiere und darf und soll über sie herrschen. Er darf sie beherrschen und zu seinem eigenen Nutzen und Segen benutzen. Niemand muss also ein schlechtes Gewissen haben, wenn er Tiere benutzt für Tierversuche. Damit befinden wir uns vollkommen im Einklang mit den biblischen Geboten.

 

Dieses Gebot wird übrigens nach dem Sündenfall wiederholt und auch Noah nach der Flut noch einmal gegeben: „Alles, was sich auf dem Erdboden regt, und alle Fische des Meeres, in eure Hand sind sie gegeben. Alles, was sich regt, was da lebt, soll euch zur Speise sein" (1. Mo 9,3).

 

Wir haben das Recht, Tiere dafür zu benutzen, Medizin für Menschen herzustellen. Im Übrigen ist es auch auffallend, dass Gott Tiere getötet hat um den Menschen zu bekleiden (1. Mo 3,21). Gott selbst zeigt uns somit, was richtig ist zu tun.