04.03.2013 Ehe & Familie | Versammlung / Gemeinde

Ehe für Homosexuelle

Kann ein verantwortungsbewusster Christ, der die Äußerungen der Präses der EKD-Synode gehört oder gelesen hat, mit gutem Gewissen in der Evangelischen Kirche Deutschlands bleiben? Man kann an vielen Punkten dieser Kirche Kritik üben. Was aber die Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen als Kirchenvertreterin nun im Bundestag forderte, kann jemand, der die Bibel ernst nimmt, wohl kaum unterschreiben.

Kann man wirklich so ignorant sein, das Gericht Gottes über die Einwohner von Sodom und Gomorrha mit irgendetwas aber nicht mit Homosexualität in Verbindung zu bringen? Man lese einmal nach in 1. Mose 19. Es war ein furchtbares Gericht, dem sogar die Frau von Lot anheimfiel, die sich „nur" umdrehte.

Auch im Gesetz vom Sinai hat Gott Homosexualität mit deutlichen Worten verurteilt. Man lese einmal nach in 3. Mose 20,13.

Nun mag man - zu Unrecht - einwenden, dass es sich dabei ja um sehr weit zurückliegende Vorfälle handelt. Sind Gottes Gedanken heute anders? Was für eine Anmaßung des Menschen, seine eigene Wankelmütigkeit auf Gott anzuwenden. Die Grundsätze wirklicher Moral haben sich nie geändert. Sie bleiben in Ewigkeit war. Deshalb wundert es nicht, dass Gott auch im Neuen Testament bestätigt, was für ein Gräuel gelebte Homosexualität in seinen Augen ist. Man lese einmal nach in Römer 1. Darüber hinaus befinden sich im Neuen Testament weitere Stellen, welche die Wahrheit Gottes über dieses Thema offenbaren.

Der Gipfelpunkt der Bosheit des Menschen besteht nun darin, dass sogar Vertreter der so genannten Kirche, die es eigentlich besser wissen sollte, durch dieses Urteil aber beweist, dass sie gar nicht Kirche im Sinne Gottes sein kann, dieses in Gottes Augen abscheuliche Tun politisch durchsetzen wollen. Was bleibt dann noch übrig? Gottes Gericht.

Göring-Eckardt geht sogar noch einen Schritt weiter: Sie will nicht nur diese Sünde sanktionieren, sondern sie auch noch mit der Einrichtung Gottes, der Ehe, verbinden. Dieses Geschenk Gottes wurde im Garten Eden gegeben, als es noch keine Sünde gab. Es wurde ausdrücklich auf Mann und Frau bezogen und soll nun in abscheulicher Weise auch auf Mann und Mann bzw. Frau und Frau angewendet werden. „Wir wollen endlich die Gleichstellung! Gleiche Liebe verdient gleiche Rechte", betonte die Bundestagsvizepräsidentin. Wer die Bibel aufmerksam liest, wird erkennen, dass Gott eine solche Beziehung von Mann zu Mann oder Frau zu Frau niemals mit Liebe verbindet, wohl aber mit Ungehorsam und Rebellion gegen Gott. Wir müssen uns wohl daran „gewöhnen", dass auch in diesen moralischen Bereichen die biblische Wahrheit nur noch eine Außenseiterrolle spielt und in unserer Gesellschaft geradezu geächtet wird. Die Leiden von entschiedenen Christen werden zunehmen.

Gott fordert uns Christen auf: „Jeder, der den Namen des Herrn nennt, stehe ab von der Ungerechtigkeit!" (2. Tim 2,19). Das gilt für uns persönlich, was das Böse betrifft. Es erfordert zugleich die Konsequenz, eine so genannte Kirche oder Gruppierung (Gemeinde, Versammlung) zu verlassen, von ihr abzustehen, wenn sie dieses oder anderes Böse duldet. Gott wird einen solchen Schritt immer segnen. Denn Er isoliert nie, sondern führt mit denen zusammen, die den Herrn anrufen aus reinem Herzen (2. Tim 2,22). Diese Erfahrung wünsche ich jedem, der erkennt, dass er in der evangelischen Kirche von Menschen regiert wird, die gegen Gottes ausdrücklichen Willen polemisieren.