02.11.2006Persönlicher Glaube

Wenn das Geld einem zwischen den Fingern zerrinnt ...

Geld zerrinnt wirklich ...

Kaum zu glauben! Aber jetzt hört man von zunehmend mehr Leuten, denen Geld regelrecht zwischen den Fingern zerrinnt. Wie? Das weiß weder die Bundesbank noch die Europäische Zentralbank zu erklären. Mehr als tausend Euro-Noten haben sich aufgrund mysteriöser chemischer Prozesse buchstäblich aufgelöst. Der Prozess erscheint vollkommen rätselhaft. Zwar ist der Berliner Polizei zufolge auf den Resten der Scheine Schwefelsäure gefunden worden, wie diese aber entstanden ist, ist bisher ungeklärt.

Chemiker vermuten, dass der Zersetzungsprozess der Banknoten erst durch die Berührung mit der Hand ausgelöst wird. Möglicherweise seien die Scheine mit einem Sulfat-Salz gepudert, das sich in Verbindung mit Feuchtigkeit zum Beispiel durch Handschweiß zu Schwefelsäure entwickelt.

Wenn man Schätze aufbaut

Auch Christen kann das Geld zwischen den Händen zerrinnen. Nicht, dass die Scheine alle zerstört werden. Aber: „Schätze der Gottlosigkeit nützen nichts, aber Gerechtigkeit errettet vom Tod. Der HERR lässt die Seele des Gerechten nicht hungern, aber die Gier der Gottlosen stößt er zurück“ (Sprüche, Kapitel 10, Verse 2 und 3). Auch Christen können sich auf gottlose Weise Geld beschaffen. Wenn sie – das heißt, wenn wir - reich werden wollen, dann brauchen wir nur zu spekulieren: Die Börse hat viele Anreize. Optionen, Futures und andere Spekulationsobjekte lachen uns an. Aber was ist ein solcher Gewinn wert?

Oft ist er verbunden mit Gier. Und kaum hat man einen goldenen Gewinn gemacht – wenn überhaupt – bekommt man die Geldgier in sich zu spüren. Sie ruft: Mehr, mehr, viel mehr. Und dann hat sich oft das Sprichwort bewahrheit: Wie gewonnen, so zerronnen ...

Wenn dem Geld Flügel wachsen ...

„Bemühe dich nicht, reich zu werden, lass ab von deiner Klugheit. Willst du deine Augen darauf hinfliegen lassen, und siehe, fort ist es? Denn sicherlich verschafft es sich Flügel wie ein Adler und fliegt zum Himmel“ (Sprüche, Kapitel 23, Verse 4 und 5).

Diese Bibelverse erinnern mich an ein altes Börsengedicht:

„Die Finanzen sind zerrüttet. An der Börse hat‘s gekracht.
Da hab ich aus meinen Aktien den Kindern einen Drachen gemacht.
Mit ihnen zog ich zu Felde, wo sanft die Lüfte weh‘n.
So konnt‘ ich meine Aktien noch einmal steigen sehn."

Aus Erfahrung klug werden

Was sich hier recht lustig anhört, ist für manchen Christen bittere Wahrheit gewesen. Weil wir uns so schwer tun, auf Gottes Wort zu hören, und weil wir die Warnung des Herrn so leicht nehmen, der uns eindringlich im Alten Testament und auch im Neuen Testament davor warnt, reich werden zu wollen. Oftmals lernen wir nur aus praktischer Erfahrung.

Hoffentlich nicht, indem uns das Geld praktisch zwischen den Fingern zerrinnt ...