19.08.2020 Persönlicher Glaube

Die Bibel – ein einzigartiges Buch (1)

Einzigartig in ihrer Entstehung und Einheit

Es war das 16. Jahrhundert vor Christus. Von da an entstand über einen Zeitraum von etwa 1600 Jahren das Buch der Bücher. Dazu gab Gott über vierzig Schreibern „die Feder in die Hand", damit sie getrieben vom Heiligen Geist die Worte aufschrieben, die Er ihnen eingab.

So wuchs die Bibel in der Zeit von etwa 1500 v. Chr. bis 100 n. Chr. zu einem einzigartigen Buch. Zuerst entstand das Alte Testament (ca. 1500 - 400 v. Chr.), dann das Neue (ca. 45 - 100 n. Chr.). Nach über fünfzig Generationen war die Bibel dann mit ihren 66 Büchern, wenn man Samuel, Könige und Chronika als je zwei Bücher zählt, vollständig.

Obwohl viele der Schreiber zu unterschiedlichen Zeiten lebten, aus verschiedenen Kulturen kamen, an unterschiedlichen Orten wohnten, unterschiedliche Bildungsgrade besaßen und sich vielfach gar nicht kannten, wurde die Bibel dennoch zu einer vollkommenen Einheit geschaffen. Diese Einheit bildet gewissermaßen die Person Jesus Christus, der Sohn Gottes, die sich wie ein roter Faden durch alle Bücher der Bibel zieht.

Wie ist so etwas möglich? Wie konnte man eine einheitliche Linie über einen so langen Zeitraum hinweg ohne eine einzige Absprache finden? Die Antwort ist, dass Gott der Autor dieses Buches war! Darin liegt das Geheimnis einer einzigartigen Entstehungsgeschichte. 

 

Einzigartig in ihrer Verbreitung

Mit ihrer millionenfachen Verbreitung gehört die Bibel zu den am meist verbreitetsten Büchern überhaupt. Mit ihren mehr als 2000 Übersetzungen beziehungsweise Teilübersetzungen in unterschiedliche Sprachen stellt sie jedes andere Buch in den Schatten. Man geht davon aus, dass heute etwa 5,7 Milliarden Menschen Zugang zur Bibel haben und sie in ihrer Muttersprache lesen können. Damit ist kein Buch häufiger publiziert worden als die Bibel. 

Mit einer derartigen Verbreitung kann weder Homer noch Augustinus noch Goethe mithalten. Das zeigt sich auch an den Absatzzahlen. So soll die Bibel zwischen den Jahren 1815 und 2000 über 2,5 Milliarden Mal verkauft worden sein. Welches andere Buch kann das von sich behaupten?

 

Einzigartig in ihrer Überlieferung

Wenn es heute Millionen von Bibeln gibt, heißt das nicht, dass das immer schon der Fall war. Früher mussten die Bibelbücher mühsam von Hand abgeschrieben werden, sodass die Anzahl bestehender Bibeln deutlich geringer ausfiel. Hinzu kam, dass das Schreibmaterial, das man dazu verwendete, verderben konnte.

Damit kommen wir zu einem weiteren einzigartigen Punkt. Wenn das Material auch verderben konnte, so kennen wir heute dennoch etwa 5500 bestehende Handschriften des Neuen Testaments und auch erstaunlich exakt übereinstimmende des Alten Testaments. Damit sind eine Fülle der früheren Dokumente noch vorhanden und vor dem Verderben bewahrt worden. Gott hat sein Wort eben über Jahrtausende erhalten.

 

Einzigartig in ihrem Überleben

Aber nicht nur ihre Überlieferung ist einzigartig, sondern auch das Überleben der Bibel. Oft haben Menschen versucht, das Wort Gottes vollständig von diesem Planeten zu verbannen. Einer der bekanntesten Männer war der römische Kaiser Diokletian, der sowohl die Gläubigen als auch ihre Bibeln im Jahr 303 n. Chr. auszurotten suchte. Doch schon etwa 22 Jahre später erhob der Kaiser Konstantin auf einem Konzil die Bibel zur Autorität. Die Bibel hatte wieder an Bedeutung gewonnen.

Immer wieder gab es Versuche, die Bibel zu vernichten. Doch niemandem gelang es, das Buch der Bücher komplett auszulöschen - weder in der Antike noch im Mittelalter.

Wenn es auch viele Hämmer gab, die auf dieses Buch einschlugen, so geschah doch letztendlich das Gegenteil: Statt einer kompletten Vernichtung entstand eine unaufhaltsame Verbreitung der Bibel - bis heute! Dazu trug nicht zuletzt die Buchdruckerkunst bei, die Mitte des 15. Jahrhunderts erfunden worden war.