18.07.2020 Persönlicher Glaube

Vorher – nachher (5): Vaterhaus statt Feuersee (FMN)

Vorher: Endstation Feuersee

In den früheren Teilen dieser Vorher-Nachher-Serie haben wir uns schon an manche elenden Merkmale und Folgen unseres früheren Zustand erinnert. Der Feuersee, die Hölle, ist die letzte Konsequenz eines Lebens in Sünde und ohne Gott und zugleich der ewige Aufenthalt für jeden, der von Christus und seinem Erlösungswerk auf Golgatha hört und Ihn dennoch nicht im Glauben annimmt.

Auch jeder von uns war einmal auf dem Weg in Richtung dieses furchtbaren Ortes. Dabei ist dieser eigentlich nicht für Menschen bereitet - denn Gott möchte sie erretten! -, sondern für den Teufel und seine Engel (Mt 25,41). Den Menschen gilt bis heute die Einladung, zu Christus zu kommen und von dem Weg in den Feuersee abzubiegen auf den Weg in das ewige Glück des Vaterhauses.

Diejenigen aber, die den Herrn Jesus nicht im Glauben annehmen, werden nach der Gerichtssitzung am großen weißen Thron (Off 20,15) den Schweigemarsch in die Hölle antreten - wo sie in ewiger Finsternis, in völliger Isolation, einsam, ihr furchtbares Dasein in Qualen fristen werden (vgl. z.B. Mt 22,13). Es ist der Ort, wo Gott nie mehr hinblickt - die ewige Trennung von Gott und jedem wahren Glück! Doch vergessen wir nicht: Dies wäre auch unsere Endstation gewesen, wenn wir nicht durch Gottes Gnade zu dem „Nachher" gelangt wären - der Errettung durch den Glauben an den Herrn Jesus.

Nachher: Ewiges Glück im Haus des Vaters

Mit unserer Bekehrung hat Gott uns in Christus unendlich viel mehr geschenkt als nur, nicht in die Hölle kommen zu müssen. Er hat uns zu seinen Kindern gemacht und uns seine Natur, das göttliche, ewige Leben gegeben. Durch dieses sind wir fähig, in seine heilige Gegenwart zu kommen und mit Ihm Gemeinschaft zu haben.

Vollkommen werden wir dies in der Zukunft erleben, wenn der Herr Jesus uns an den Ort bringt, „wo Er ist" (Joh 14,3). Das ist das Haus seines Vaters (Joh 14,2). Was für ein Wechsel: Leute, deren Ende vorher noch der Feuersee war, sind nun für den Ort des ewigen Glücks bestimmt! Dort, wo alles von den Wesenszügen Gottes, Licht und Liebe, spricht, wo die Heimat des ewigen Lebens ist, wo der Vater und der Sohn seit Ewigkeit wohnen, wo die Sünde nie hingekommen ist, wo die Herrlichkeit Gottes erstrahlt: Dort wird auch unsere Heimat sein.

Wenn der Sünder in qualvoller, ewiger Pein im Feuersee ist, werden wir in ewigem Glück im Vaterhaus sein. Wie groß ist die Liebe und Gnade Gottes, die uns das geschenkt hat! Und wie groß ist das Sühnungswerk des Herrn Jesus, das diesen Unterschied zwischen dem Vorher und dem Nachher ausmacht!

Folgen für die Praxis

Dieses Thema ist aber nicht mit dem bloßen Wissen um Himmel und Hölle abgehakt. Es muss Auswirkungen in unserem täglichen praktischen Leben haben. Konkret heißt dies, dass unsere Lebensführung zu unserem herrlichen Ziel, dem Haus des Vaters, passen muss. Wir sollten ein Leben in praktischer Heiligkeit und im Genuss der Liebe Gottes führen. Das allein lässt uns wirklich glücklich sein.

Was ist dir, was ist mir wichtig? Sind es die Welt und ihre Attraktionen, weil uns diese so erstrebenswert erscheinen? Was wir hier sehen, zieht den natürlichen Menschen mächtig an. Aber wenn wir uns vorstellten, dass wir im nächsten Augenblick bei Christus im Haus des Vaters sein könnten, verlieren alle Dinge hier ihre Anziehungskraft.

Das Nachdenken über das Haus des Vaters und den Feuersee hat noch eine weitere Auswirkung: Uns wird bewusst, dass die Menschen dieser Welt geradewegs auf dem Weg zur „Endstation" Hölle sind. Das kann und darf uns nicht egal sein! Deswegen lasst uns nicht nachlassen darin, die Menschen zu bitten, sich mit Gott versöhnen zu lassen (2. Kor 5,20), „damit sie ihre Seelen zurückhalten von der Grube und ihr Leben vom Rennen ins Geschoss" (Hiob 33,18).

Doch werfen wir zum Schluss noch einmal einen Blick auf unser herrliches Ziel. Die Schönheit und Herrlichkeit des Hauses des Vaters übersteigt alles, was wir uns als Menschen vorstellen können. Es gibt keine menschlichen Ausdrücke oder Wörter, um das zu beschreiben. Wenn schon Paulus von dem dritten Himmel sagt, dass er dort „unaussprechliche Worte hörte, die ein Mensch nicht sagen darf", wie viel herrlicher wird es dann erst im ewigen Haus des Vaters sein! Vielleicht erleben wir es schon heute - darauf warten wir.