06.01.2019 Matthäus | Ehe & Familie

Kinder sind Sünder – und doch gerettet!

Der Herr Jesus hatte gerade von Kindern gesprochen, die schon früh verstorben sind. Gerade für sie ist Er gekommen, für diese Kinder und Kleinen. Sie waren ein Anlass für Ihn, aus der Herrlichkeit des Himmels auf diese Erde zu kommen, um für sie zu sterben. Es fällt auf, dass der Herr Jesus in Lukas 19,10 – das ist die Begebenheit mit Zachäus – den gleichen Satz ausspricht, dort aber sagt: „Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, zu suchen und zu erretten, was verloren ist.“

Warum fehlt in unserem Vers das „Suchen“? Die Antwort scheint darin zu liegen, dass der Herr in Lukas 19 von erwachsenen Menschen spricht. Sie sind nicht nur Sünder wie alle Menschen. Sie sind Sünder, die ihr Leben in die eigene Hand genommen und sich bewusst von Gott entfernt haben. Das kann man von Kindern nicht sagen. Und auf diese nimmt Matthäus 18 Bezug. Die Kinder sind genauso verloren wie Erwachsene. Sie sind Sünder, die einen Retter brauchen. Aber sie haben sich noch nicht auf eigenen, bösen Wegen verirrt; dazu sind sie noch zu klein. Deshalb muss der Retter sie nicht suchen, um sie von ihren falschen Wegen zurückzubringen. Aber erretten musste Er sie, da auch sie eine sündige Natur und gesündigt haben. Aber sie werden dafür als Kinder noch nicht verantwortlich gemacht.

Dieser elfte Vers ist ein wunderbarer Vers in der Bibel. Durch ihn wissen wir sicher, dass alle unsere Kinder, die der Herr zu sich genommen hat, wirklich errettet sind. Er ist speziell für sie gekommen, um für sie am Kreuz von Golgatha zu sterben. Hier geht es nicht darum, dass der Herr die Sünden der Seinen auf dem Kreuz getragen hat. Aber Er hat die Verlorenen gerettet – das steht hier im Mittelpunkt. Die Kinder waren noch nicht in der Lage, ihre Sünden zu bekennen und Ihn als Erretter anzunehmen. So gehörten sie nicht zur Versammlung Gottes. Wird sie das in irgendeiner Weise verkürzen? Überhaupt nicht! Wir haben gesehen, dass sie schon jetzt den Vater im Himmel sehen. Und sie werden immer in der Nähe des Herrn und ihres Gottes sein dürfen. Was für einen guten Gott und Retter haben wir!

Der Wert eines Gegenstands wird durch den Preis bestimmt, den man dafür bezahlt. Der für die Rettung eines einzigen Kindes bezahlte Preis ist das Leben des Sohnes des Menschen, der gekommen ist, um es zu erretten. So wertvoll ist ein Kind für Gott!