Als Jugendlicher mannhaft handeln (FMN; der Herr ist nahe)

Lesezeit: 2 Min.

Aus: Der Herr ist nahe (Andachtskalender für Christen)

Eine gottesfürchtige Mutter aus früherer Zeit war bekannt dafür, dass sie des Öfteren für die Armen ihres Dorfes eine Mahlzeit kochte. Dann beauftragte sie ihre jugendlichen Söhne damit, das Essen in die Häuser zu tragen. Dabei wurden sie häufig von ihren Altersgenossen auf der Straße ausgelacht. Die fanden nämlich, richtige Kerle hätten doch etwas anderes zu tun, als Leuten Essen zu bringen, die im Dorf nichts galten.

Die Mutter dagegen war der Ansicht, dass sich wahre Mannhaftigkeit nicht unbedingt in Heldentaten zeigt, die von anderen bejubelt werden, sondern vor allem darin, dass man Rückgrat beweist, wenn andere spotten.

Hatte die Mutter nicht recht? Das Beispiel hilft uns, zu verstehen, was der Apostel Paulus meint, wenn er die Korinther auffordert: „Seid mannhaft!“ Es kommt darauf an, dass wir uns an Gott und seinem Wort im Glauben erfreuen, dass wir standhaft daran festhalten und dementsprechend leben.

„Seid mannhaft, seid stark!“ Damit hat der Apostel ganz sicher nicht nur die Männer in Korinth gemeint. Nein, diese Qualitäten sind gerade heute für junge Gläubige unentbehrlich, wo man Gott und seine Maßstäbe immer mehr ablehnt. In Gesellschaft und Beruf und erst recht in Schule und Medien folgt man ganz anderen Maßstäben, als wir sie aus Gottes Wort kennen. Da wird der Glaubensmut, etwas zu tun oder nicht zu tun, worüber andere spotten, immer wichtiger.

Wenn andere dich zu Freizügigkeit im Blick auf Kleidung, Videos, Sprache oder dem Umgang mit dem anderen Geschlecht verleiten …: Bleib deinem Herrn treu! Vergiss nicht, dass du auf der Seite des „Stärkeren“ stehst, auf der Seite des Herr Jesus, der „den Starken“ besiegt hat (Lukas 11,21.22). Bald kommt der Augenblick, wo „jeder Mund verstopft“ wird und auch die Lästerer schweigen werden, die uns heute manchmal zu schaffen machen. Deshalb: Halte aus und sei mutig – sein mannhaft, ob du ein junger Mann oder eine junge Frau bist. Der Herr wird dich nicht im Stich lassen!

„Ich war genötigt, euch zu schreiben und zu ermahnen, für den einmal den Heiligen überlieferten Glauben zu kämpfen“ (Judas 3).

Folge mir nach – Heft 11/2023

Beitrag teilen

Verwandte Artikel

Kalender zum Verteilen (FMN) Manuel Seibel Jetzt ist wieder die Zeit, um Kalender zu verteilen. Menschen können auf den Herrn Jesus hingewiesen werden, auf die Notwendigkeit, Buße zu tun und sich zu bekehren. Aber auch gläubige Christen können einen Impuls für jeden Tag bekommen. Kennst ... Artikel lesen
Tut dies zu meinem Gedächtnis! (1. Kor 10-11; FMN) Manuel Seibel Das Versagen der Korinther nahm der Apostel Paulus nicht nur zum Anlass, zu tadeln und zu ermahnen. Inmitten seiner Mahnungen zeigt er zugleich, dass es viel Wertvolles für die Versammlung (Gemeinde) Gottes in der heutigen Zeit gibt. Artikel lesen
Henry Allan Ironside – unterwegs für den Herrn Jesus: Ein Leben für seinen Meister (FMN) Manuel Seibel Im ersten Teil ging es um Geburt Kindheit und Jugend von Henry Allan Ironside. Er hatte sich als Jugendlicher zum Herrn Jesus bekehrt, war dann aber durch falsche Belehrung in eine Glaubenskrise gekommen. Er meinte, dass man nur dann dauerhaft ... Artikel lesen
Bekehrung im 1000-jährigen Reich? (FMN) Manuel Walter Wovon soll man sich denn im Tausendjährigen Friedesnreich noch bekehren müssen? Artikel lesen
Was hat die Kirche mit dem Reich Gottes zu tun? Manuel Seibel Kirche (Versammlung, Gemeinde) und Reich Gottes - zwei ganz verschiedene "Einrichtungen" Gottes. Dennoch fragt man sich, ob es keine Verbindung, keine Beziehung zwischen diesen beiden Bereichen gibt. Und tatsächlich, bei allen Unterschieden ... Podcast anhören
Der dahinter (FMN) Manuel Seibel Wir haben in „Folge mir nach“ auf die lesenswerten Bücher von Walter Keune hingewiesen: Die Kleinen der Bibel. Das ist eine Zusammenstellung von Artikeln über Gläubige, die sozusagen „aus der zweiten Reihe“ stammen und leicht übersehen ... Artikel lesen