Zurückschauen & Aufarbeiten: David & Jakob


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(00:00:00) Wenn das Jahresende naht, können Menschen schon einmal ein bisschen sentimental werden. Sie schauen zurück, denken an schöne Zeiten, denken aber auch an das, was nicht gut gelaufen ist. Man schaut voraus, denkt was das neue Jahr mit sich bringen wird und man weiß es einfach nicht. Rückschau halten ist etwas, was nicht verkehrt ist. Natürlich, man muss es mit dem Wort Gottes tun, man muss es auf der Basis des Wortes Gottes tun. Man sollte nicht sich auf irgendetwas etwas einbilden oder einbilden wollen. David hat auch so eine Rückschau gemacht, Rückschau am Ende seines Lebens. Da heißt es in 2. Samuel 23 Vers 1 Und dies sind die letzten Worte Davids. Es spricht David, der Sohn Isaias, und es spricht der hochgestellte Mann, der Gesalbte des Gottes Jakobs und der Liebliche in Gesängen Israels. Der Geist des Herrn hat durch mich geredet, und sein Wort war auf meiner Zunge. Bei ihm war das wirklich so. Der Geist Gottes konnte durch ihn reden. Er hat manche Psalmen gedichtet, die nicht nur durch den Geist Gottes geleitet waren, (00:01:03) sondern die durch den Geist Gottes Wort für Wort inspiriert waren. Gott konnte durch ihn reden. Wenn wir zurückschauen auf unser Jahr, waren da Situationen, wo der Geist Gottes uns benutzen konnte. Wir reden nicht inspiriert durch ihn, aber waren da Situationen, wo der Geist Gottes uns benutzen konnte, zur Ermutterung, zur Ermutigung, zur Warnung, zur Ermahnung, zum Trösten. Wie ist unsere Beziehung zu dem Herrn gewesen in dem abgelaufenen Jahr? Der Gott Israels hat gesprochen, der Fels Israels hat zu mir geredet. David war jemand, der auch Gott hat zu sich reden lassen, der ein Bewusstsein hatte, dass Gott ihm etwas zu sagen hatte, nicht nur, dass der Geist Gottes durch ihn etwas sagen wollte, sondern dass er selbst Gegenstand, David, Gegenstand der Worte und der Hinweise des Geistes Gottes war. Ein Herrscher unter den Menschen gerecht, ein Herrscher in Gottesfurcht und er wird sein wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgeht, ein Morgen ohne Wolken. (00:02:03) Ja, David schaute jetzt in die Zukunft. Er sah, dass Gott selbst auf dieser Erde seine Regentschaft antreten würde, dass das in Verbindung sein würde damit, dass es einen Morgen ohne Wolken geben würde. Wir verstehen, dass er von dem Sohn Davids spricht, dass er von einem Nachkommen von sich spricht, der zugleich sein Herr war, von Christus Jesus, der aus dem Stamm Judah kam, aber der der Ewige ist, der Gott ist, der der ewige Sohn Gottes ist und der hier auf dieser Erde einmal regieren wird, der zeigen wird, was die Gedanken Gottes wirklich sind im Leben eines Menschen, der regiert. Nun, der Jesus, er ist längst gekommen, um auf dieser Erde Gott zu verherrlichen. Er hat auch als abhängiger Mensch gezeigt, wie man zur Verherrlichung Gottes lebt. Er hat das Werk der Erlösung vollbracht, aber nicht nur das, er hat vorher und auch (00:03:01) während dieses Werkes hat er als der vollkommene Mensch, als dieses vollkommene Speisopfer in jeder Hinsicht, in jeder Lage, in jedem Augenblick Gott verherrlicht. Dann aber wird er kommen und dann wird er regieren. Er wird ein Herrscher sein in Gottesfurcht. Er wird ein Herrscher sein, der zeigen wird, wer Gott in Wirklichkeit ist. Ein Morgen wird das sein, der kein Ende hat. Es wird das Licht des Morgens sein, wenn die Sonne aufgeht. Er wird sogar selbst die Sonne der Gerechtigkeit sein. Von ihrem Glanz nach dem Regen spross das Grün auf der Erde. Und jetzt kommt der Rückblick, auf den es mir eigentlich ankam. Obwohl mein Haus nicht so ist bei Gott. David hat ein Leben geführt zur Ehre Gottes. Da war vieles, was Gott anerkennen konnte. Er war der Mann nach dem Herzen Gottes, nicht nur als Person, sondern auch in dem, was er tat. Immer wieder hat er Gott vor sich gestellt. Immer wieder war es sein Wunsch, Gott zu verherrlichen. Immer wieder ist er durch Ausharren in schwierigen Lebensumständen geprägt gewesen. (00:04:06) Aber obwohl mein Haus nicht so ist bei Gott, nicht so wie Christus, nicht so wie das, was eigentlich ein Haus hier auf dieser Erde einer Familie prägen sollte, so sah er sich. Müssen wir das nicht auch im Blick auf uns selbst bekennen, dass da so vieles ist, was nicht in Übereinstimmung mit Gottes Gedanken ist, dass da so viele Regungen in unserem Leben sind, die Gott nicht gefallen können? Sind wir bereit, auch in diesem Rückblick einmal Korrektur anzulegen an uns selbst, an unserem Leben, an unseren Gedanken, an unseren Überzeugungen, an dem, was wir getan haben? Wie müssen wir auf unsere Familien sehen und müssen sagen, da ist so viel Versagen, da ist so wenig, was Gott wirklich verherrlicht. Da ist so viel Eigenwille, da ist so viel Egoismus. Obwohl mein Haus nicht so bei Gott ist, denken wir höher von uns selbst, als sich zu denken gebührt. Ist es nicht leicht so, dass wir meinen, naja, so schlecht im Vergleich zu anderen sind wir ja doch nicht? (00:05:01) Lasst uns diese Haltung Davids haben, der im Vergleich zu manchen anderen Häusern doch, obwohl da viel Mangel war, obwohl wir wissen, wie Absalom, Adonier, Amnon wirklich böse Dinge gewesen sind. Wenn wir sehen, was Salomo später gemacht hat. Aber im Vergleich zu manchen anderen hätte er auf sich herabschauen können, David, und hätte sich loben können. Er tut das nicht. Mein Haus ist nicht so bei Gott. Hat er mir doch einen ewigen Bund gesetzt. Das ist jetzt die Gnade Gottes. Obwohl sein Leben nicht wirklich in vielerlei Hinsicht Gott verherrlichte, so sei er doch die Gnade und die Güte Gottes. Er hat mir einen ewigen Bund gesetzt in seinem Sohn, in dem wahren Sohn Davids, geordnet in allem und bewahrt. Denn dies ist all mein Heil und all mein Begehr, obwohl er es nicht sprossen lässt. Nun, wir verstehen, dass David ein Bewusstsein hat, dass es nicht an ihm lag, dass Gott ihn weiter segnete, dass es nicht an ihm lag, dass Gott ihm eine Nachkommenschaft verheißen (00:06:06) hat, in der Christus, der Sohn Gottes, der zentrale Punkt, die zentrale Person sein sollte. Nein, wir müssen mit David bekennen, dass so vieles bei uns im Argen liegt. Wir wollen uns damit nicht entschuldigen. Wir dürfen uns damit nicht entschuldigen. Wir müssen immer wieder bereit sein, unsere Wege, unser Leben zu korrigieren. Aber wir dürfen zugleich auf die Gnade Gottes setzen. Er lässt uns nicht im Stich. Er tut uns nicht nach dem, was wir getan haben. Er verhält sich uns gegenüber nicht so, wie wir uns ihm oft gegenüber verhalten, sondern er segnet uns. Er möchte uns Gnade erweisen. Er liebt uns. Und das Gleiche sehen wir auch bei Jakob. Wir lesen in 1. Mose 47 Vers 9, wie er dort vor dem Pharao steht. Und dann sagt er, und Jakob sprach zum Pharao, die Tage der Jahre meiner Fremdlingschaft sind 130 Jahre. Wenig und böse waren die Tage meiner Lebensjahre. (00:07:04) Und sie haben die Tage der Lebensjahre meiner Väter in den Tagen ihrer Fremdlingschaft nicht erreicht. Ja, Jakob musste auf wenige und böse Tage zurückschauen. Er selbst ist ein Leben gegangen, was Höhen und Tiefen hatte. Das Wunderbare ist, dass das Ende bei ihm eine Höhe war. Im Unterschied zu vielen Männern Gottes, die wir im Alten Testament finden, denken wir an einen Hiskia, teilweise jedenfalls, an einen Josia, denken wir an einen Joas, denken wir an einen Salomo und viele andere. Das war bei Jakob anders, aber er hatte ein Bewusstsein, dass die Tage in seinem Leben wenig und böse waren. Sind wir auch ehrlich uns gegenüber, wenn wir auf das Jahr zurückschauen, dass wir ein Bewusstsein haben, wie oft wir Gott verunerbt haben, wie wenig er, der Herr Jesus, auch in dem Mittelpunkt unseres Lebens stand, wie wenig wir wirklich für ihn getan haben, wie oft wir für uns selbst tätig waren, für unsere eigene Ehre, für unsere eigene Größe? (00:08:02) Lasst uns das nicht übersehen, lasst uns das bekennen, lasst uns das verändern, jetzt nicht durch gute Vorsätze oder dergleichen, aber dass wir uns neu daran erinnern, gegenseitig daran erinnern und selbst im Gebet daran erinnern, wie wenig wir für den Herrn gelebt haben und dass es unser Wunsch ist, ihm weiter zu dienen, ihn zu ehren, auch in dem neuen Jahr. Vielleicht kommt der Herr Jesus, vielleicht kommt er heute, vielleicht kommt er morgen, wir wissen das nicht. Aber lasst uns, solange wie er uns hier auf dieser Erde lässt, treu sein, treu sein zu seiner Verherrlichung, er ist es wert.
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