Ich bin bereit abzutreten ...


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(00:00:00) Herzlich Willkommen zu einem neuen Podcast, den ich überschrieben habe, ich bin einverstanden, wenn ich gehen muss. In einer überregionalen Tageszeitung sind einige von Covid-19 betroffene Personen interviewt worden. Sie waren zum Teil schwer krank, auch in Krankenhäusern. Die Person, die ich jetzt meine, ist ein Unternehmer, der über 70 Jahre alt war. Er hat sich wahrscheinlich beim Skifahren im Februar angesteckt und ist dann positiv getestet worden, sofort isoliert worden. Er sagte dann, ich hatte einerseits das Gefühl, noch zwei Tage und dann habe ich es überstanden. Und das war beeindruckend für mich. Ich habe gemerkt, ich bin einverstanden, wenn ich gehen muss. Ich hatte ein schönes Leben und hinterlasse kein Chaos. Ich habe dann ein paar Vollmachten ausgestellt, damit es in der Firma gut weiterläuft und für meine Frau einen schönen Abschiedsbrief zum Verteilen geschrieben. Dann wurde er verlegt, weil ihm gesagt worden ist, da gäbe es eine neue Behandlungsmethode. Dort wurde ihm dann gesagt, entweder du lässt dich (00:01:04) beatmen oder du bist am Friedhof. Dann ist er tatsächlich durch die Beatmung oder in Verbindung mit der Beatmung, wie man das auch ausdrücken möchte, ist er ins Koma gekommen und wurde dann, als er nach endlichen Tagen aufwachte, von einer Pflegekraft begrüßt. Herr so und so, ich habe es Ihnen ja gesagt, wir retten sie. Nun, wir als Christen wissen, wer wirklich rettet, dass das Gott ist, unser Schöpfer, der Herr Jesus, der diese Schöpfung aufrecht erhält, auch uns. Aber was mich beeindruckt hat bei diesem Mann ist, dass er bereit war zu gehen. Und es ist auch interessant, wie er rückblickend jetzt überhaupt das ganze Thema sieht. Er sagt in einer weiteren Antwort, ich finde es schon einmal schlecht, dass ich meine vorweg schicken zu müssen, dass ich kein Verschwörungstheoretiker bin. Virologen, Medien und Politiker vermitteln uns, dass allein die Frage, ob neben der Gesundheit andere Werte existieren, die schützenswert sind, (00:02:06) unanständig ist. Ich habe mehr Angst um meine Freiheit und leide mehr unter dem Mitleid für die vielen jungen Menschen, denen durch die Maßnahmen gegen das Virus Schäden zugefügt werden, als unter der Angst vor der Krankheit. Und das war auch während meiner Erkrankung schon der Fall. Soweit dieser Mann. Uns geht es als Christen ja nicht um die Frage, müssen wir für Freiheit kämpfen oder uns für Freiheit einsetzen. Wir nehmen die Situation, wie sie ist, aus Gottes Hand und wollen darin ausharren. Aber es ist doch bemerkenswert. Erstens, dass dieser Mann bereit war abzutreten. Ein ordentliches, aus seiner Sicht, Leben hinterließ. Ich weiß nicht, ob er Christ war. Ich weiß nicht, ob er ein Glaubensleben mit dem Herrn Jesus geführt hat. Aber in dieser Hinsicht empfinde ich, ist er ein Vorbild für uns. Zweitens, dass er rückblickend sagen kann, dass offensichtlich die Gesundheit höher gestellt worden ist als alles andere in unserer Gesellschaft, (00:03:08) auch von den Regierungen. Und dass er sich die Frage stellt, ist das gerecht, ist das gerecht fertigt? Und sind die Schäden nicht auf der anderen Seite größer? Also er drückt ja damit im Prinzip aus, dass Gesundheit in unserer Gesellschaft zu einem Gott gemacht worden ist. Und das war für ihn weit übertrieben. Und wir fragen uns als Christen, ist er nicht auch dieser Mann in dieser Hinsicht für uns ein Vorbild? Dass er bereit war abzutreten. Wir müssen ja diese Frage nicht für uns stellen, weil Gott sie uns, für die meisten von uns, aktuell nicht stellt. Aber doch meine ich, wenn man so eine Person, eine solche Persönlichkeit und gerade ein Unternehmer sich anschaut. Und Unternehmer sind diejenigen, die am wenigsten loslassen können. Dieser Mann ist auch noch in seiner Firma tätig, mit seinen Söhnen zusammen. Dann aber bereit zu sein abzutreten und (00:04:02) zu sagen, die Gesundheit ist nicht mein höchstes Gut. Dann muss ich mich ja doch fragen, wie ist das bei mir? Hänge ich, klebe ich so an dem Leben, dass ich mir alles andere nicht vorstellen kann? Oder bin ich bereit abzugeben? Bin ich bereit zu dem zu gehen, der mein Retter ist? Das ist ja doch eine Frage, der wir uns stellen müssen. Und es gibt Personen in der Schrift, die diese Frage auch vorgelegt worden ist. Ich meine zum Beispiel Hiskia. Das ist ja ein sehr bewegendes Beispiel, wenn wir diesen Bericht zum Beispiel in Jesaja 38 uns anschauen. Da heißt es in Jesaja 38 Vers 1, in jenen Tagen wurde Hiskia krank zum Sterben. Und Jesaja, der Sohn des Amots, der Prophet, kam zu ihm und sprach zu ihm, so spricht der Herr, bestelle dein Haus, denn du wirst sterben und nicht genesen. Bestelle dein Haus. Dieser Mann, von dem ich eben berichtet habe, der konnte sein Haus bestellen. (00:05:02) Jesaja sollte das tun und wir sehen, dass er letztendlich nicht dazu bereit war, wirklich sein Haus auch zu bestellen. Es gab einen anderen, der dazu bereit war, Aitofel, man liest das in 2. Samuel 17 Vers 23, den Verräter von David, den guten Freund und dann den Verräter von David, der, soweit wir das sehen können, kein bekehrter Mensch gewesen ist. Der dann sogar Suizid begangen hat. Ein Mann, der bereit war, abzutreten. Das heißt, diese Bereitschaft, deshalb sage ich das auch im Blick auf den Mann, von dem ich berichtet habe, wir wissen nicht, ob der wirklich gläubig war. Diese Bereitschaft gibt es auch bei Menschen, die einfach nicht so sehr an dem Leben hängen. Aber wir als Christen, für die sollte das ja umso mehr gelten, dass wir bereit sind, wirklich uns dem Herrn ganz zu übergeben und seinen Weg mit uns, sei er in (00:06:04) Gesundheit, sei er in Krankheit, seinen Weg auch mit unseren Familien zu akzeptieren. Das ist natürlich theoretisch hier schön gesagt und leicht gesagt. Wie das dann in der Wirklichkeit aussieht, wenn man wirklich damit konfrontiert wird, das ist dann noch eine andere Seite. Aber wir sollten wenigstens von der Lehre und von dem, was unser Herzen erfüllt heute, sollten wir bereit sein, so einen Weg aus der Hand des Herrn anzunehmen. Mose musste das auch. Gott sagt zu ihm in 5. Mose 32 Vers 15, und du wirst sterben auf dem Berg, auf den du steigen wirst und zu deinen Völkern versammelt werden. Und wir finden nicht, dass Mose dann dagegen vorgeht. Nun, lass mich drei Lehren aus diesem Themenkomplex ziehen. Das erste ist, wir leben in einer Zeit, wo Menschen durch dieses Virus sterben, wo Familien betroffen sind. Und da ist die Frage, (00:07:06) kümmern wir uns um solche? Ich nehme mal, obwohl das natürlich eine ganz andere Geschichte ist, als Beispiel, wie David sich um Mephiboset gekümmert hat. Er hat ihn eben nicht alleingelassen in seinen Umständen, jetzt in dem Fall auch seiner Behinderung, die ihm widerfahrend ist, sondern er hat sich um ihn gekümmert. Er hat ihn an seinen Tisch geholt. Wie ist das, wenn wir mit solchen Menschen, auch Gläubigen, zu tun haben, die irgendwie betroffen sind? Sind wir solche, die sich um sie bemühen? Auch wenn das nicht der Kern von 1. Korinther 12 Vers 26 ist, können wir das doch darauf anwenden, meine ich. Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit. Das heißt, wenn es einem nicht gut geht, wenn einer betroffen ist durch so eine Situation, dann kümmern wir uns doch um ihn und helfen ihm. Zweite Lehre ist, dass wir natürlich das Gebet (00:08:04) haben. Und dass dieses Gebet gerade in solchen Zeiten, in denen wir uns befinden, die jetzt von einem solchen Virus betroffen sind, dass das Gebet die angemessene Art und Weise ist, damit umzugehen. Ich nehme mal als ein Beispiel das Gebet von Salomo. 2. Korinther 6, da heißt es in Vers 28, wenn eine Hungersnot, das ist das Gebet von Salomo, wenn eine Hungersnot im Land sein wird, wenn Pest sein wird, wenn Kornbrand und Vergilben des Getreides, Heuschrecken und Grillen sein werden und so weiter, welches Gebet, welches Flehen irgend geschehen wird von irgendeinem Menschen und von deinem ganzen Volk Israel, wenn sie jeder seine Plage und seinen Schmerz erkennen werden und er seine Hände ausbreitet zu diesem Haus hin, so höre du vom Himmel her der Städte deiner Wohnung und vergib und gib jedem nach allen seinen Wegen, wie du sein Herz kennst. Und das (00:09:04) Großartige ist, Gott sagt zu, dass er hört. 2. Korinther 7 Vers 14, und mein Volk, das nach meinem Namen genannt wird, wenn es sich demütigt, sie beten und suchen mein Angesicht und kehren um und so weiter, so werde ich vom Himmel her hören und ihre Sünden vergeben. Und er hat in Vers 13 von Pest und so weiter gesprochen. Das heißt, wir haben das Gebet, wir haben nicht die Zusage für uns heute, dass er dann die Pest wegnimmt, dass er das Virus wegnimmt. Und doch dürfen wir in Anspruch nehmen für uns, dass er hört und dass er erhört und dass er uns hilft in dieser Situation. Und es ist so schön, dass wir dafür genau ein Beispiel finden. In Josaphat, in 2. Chronika 20, finden wir genau, dass er, Josaphat, auf dieses Gebet von Salomo zurückkommt. 2. Chronika 20, (00:10:01) Vers 9, wenn Unglück über uns kommt, Schwert, Strafgericht oder Pest oder Hungersnot und wir treten vor das Haus und vor dich, denn der Name ist in diesem Haus und schreien zu dir aus unserer Bedrängnis, so wirst du hören und retten. Und Vers 13, und ganz Juda stand vor dem Herrn samt ihren kleinen Kindern, ihren Frauen und ihren Söhnen. Da hat sich wirklich das Volk vor Gott gestellt, ist ins Gebet, in die Demütigung gegangen und Gott hat geantwortet und hat ihr Gebet erhört und in diesem Fall dann auch alles das weggenommen. Also, wir haben erstens die Aufgabe, uns zu kümmern. Wir haben zweitens diese wunderbare Gelegenheit, dann in das Gebet zu gehen, persönlich, wie Salomo das getan hat und auch gemeinsam. Und dann, meine ich, dürften wir drittens nicht übersehen, in 2. Samuel 24, da kam die Pest als Folge des Versagens von David und er war (00:11:01) ganz erschrocken, was da seinetwegen geschah. Aber dann heißt es, so bemerkenswert in 2. Samuel 24, Vers 16, da reute es den Herrn das Übel und er sprach zu dem Engel, der unter dem Volk verdarb, genug, zieh jetzt deine Hand ab. Und von heute auf morgen, von jetzt auf gleich, war diese Plage vorbei. Wir haben es mit einem Gott zu tun, wir kennen Gott, unseren Vater, der von jetzt auf gleich, so plötzlich wie ein solches Problem, ein solches Virus und natürlich die damit verbundenen Regierungsentscheidungen über uns gekommen sind, so plötzlich kann es auch sein, dass er sagt, genug. Und ich frage mich, ob wir dieses Vertrauen haben. Ob wir das Vertrauen haben, dass Gott gute Wege mit uns geht und auch bereit sind, diese Wege anzunehmen. Das ist die eine Seite. Aber ob wir auch das Vertrauen haben, dass wir wissen, dass Gott den rechten Zeitpunkt kennt und auch benutzt, um von jetzt auf gleich einen Schlussstrich zu ziehen. Warten (00:12:05) wir auf einen Impfstoff? Warten wir sehnsüchtig jetzt auf irgendwelche Medikamente? Oder warten wir auf Gott? Das ist ja die Frage, die wir uns stellen müssen. Warten wir jeden Morgen auf die neuen Zahlen, die kommen? Oder gehen wir jeden Morgen das Gebet zu Gott und sagen, du weißt den Zeitpunkt, wo die Dinge zu Ende geführt werden und du stehst über allem und du sagst, genug. Lasst uns dieses Vertrauen zu Gott haben. In diesem Vertrauen mehr zu ihm gehen, zu ihm beten und zugleich unsere Mitmenschen und auch unsere Mitgeschwister nicht vergessen, die in Not sind.
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