Wahre Jüngerschaft

Lesezeit: 2 Min.

Matthäus war ein Zöllner, der seine eigenen Interessen im Auge hatte. Aber bei ihm kam der Augenblick, an dem Jesus in sein Leben trat. Wir lesen nichts davon, dass Matthäus zu Christus hinging. Der Herr kam zu Matthäus. Berufung in die Jüngerschaft und auch in den Dienst geht immer von dem Herrn Jesus aus, nie von uns selbst. „Ihr habt nicht mich auserwählt, sondern ich habe euch auserwählt" (Joh 15,16). Wir können uns nicht - wie an Hochschulen - um einen Ruf „bemühen", bewerben. Berufung ist nichts als reine Gnade! Der Herr Jesus sagt uns, wenn Er den Augenblick für gekommen hält: „Folge mir nach!" Die (im Deutschen) drei Wörter haben eine nachhaltige Wirkung auf Matthäus. Seine Reaktion, sein Gehorsam ist beeindruckend: „Und er stand auf und folgte ihm nach."

Was wahre Jüngerschaft bedeutet, kann man anhand dieser fünf Punkte beschreiben:

  1. Der Herr ruft jemand in seine Nachfolge.
  2. Man hört diesem Ruf zu und ist innerlich überwältigt.
  3. Der Ruf des Herrn wandelt den Berufenen zu einer neuen Person. Aus Levi wird Matthäus. Man ist ein neuer Mensch, hat neue Aufgaben, gehört zu einem neuen Bereich.
  4. Man ist gehorsam und folgt dieser Berufung, indem man „aufsteht" und das tut, was Christus sagt.
  5. Nachfolge hat eine Person zum Inhalt: den Herrn Jesus. Man folgt nicht einer Lehre oder einer Idee, sondern einer Person. Nur, wer die richtige Blick- und Laufrichtung hat, ist wirklich ein Jünger Jesu.
Beitrag teilen

Verwandte Artikel

Wahre Jüngerschaft von William MacDonald – eine Buchbesprechung Manuel Seibel William MacDonald ist ein bekannter Schreiber über das gesamte Wort Gottes und auch über viele praktische Themen des Wortes Gottes. Er ist bekannt als ein hingebungsvoller Christ und Diener des Herrn, der in den USA viele Jahre dem Herrn gedient ... Artikel lesen
Voraussetzungen zur Jüngerschaft (3) – eine Andacht Christian Achenbach „Denn wer unter euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht zuvor hin und berechnet die Kosten, ob er das Nötige zur Ausführung hat? - damit nicht etwa, wenn er den Grund gelegt hat und nicht zu vollenden vermag, alle, die es sehen, ... Artikel lesen
Ist das Christentum nur eine kulturelle Formation? Manuel Seibel Im Zuge der Diskussion, ob man das C aus CDU besser streichen solle, um mehr Nicht-Christen gewinnen zu können, schreibt ein Journalist von der kulturellen Formation des Christentums. Kann man wahres Christentum darauf reduzieren? Podcast anhören
Keine Angst vor christlichen Fake-News? Manuel Seibel Müssen wir als Christen keine Angst haben, durch christliche Fake-News in die Irre geführt zu werden? Doch! Denn die Tatsache, dass der Geist Gottes in uns wohnt, schützt uns nicht vor Irrtum. Zwar sind Fake-News zu einem Schlagwort geworden, um ... Video ansehen
Bundespräsident werden Worte im Mund umgedreht – Wahrheit reden Manuel Seibel Bundespräsident Horst Köhler hat in einem Interview deutlich gemacht, dass es nach wie vor Unterschiede in den Lebensverhältnissen zwischen Ost und West gibt - wie auch zwischen Nord und Süd. Das wissen wir alle. Und dennoch haben diese Worte ... Artikel lesen
Eine ungeheuchelte Liebe (Röm 12,9a) Manuel Seibel Liebe ist ein Wesenszug Gottes. Wohl uns, wenn er unsere Lebenspraxis prägt. Aber die Liebe muss auch ehrlich sein, ungeheuchelt! Podcast anhören