Jüngerschaft heißt Nachfolge

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Matthäus ging seiner gewohnten Beschäftigung am See Genezareth als Zolleintreiber der Römer nach. Es ist davon auszugehen, dass er längst von Jesus Christus gehört hat, der gerade in dieser Gegen viel gepredigt und Wunder getan hatte. Als Jesus dann an seinem Zollhaus vorbeikam und ihn anschaute, wunderte er sich nicht. Genauso wie Petrus und Andreas, Jakobus und Johannes hatte er offenbar innerlich schon eine Entscheidung für diesen demütigen Mann getroffen, der in der Vollmacht Gottes sprach. So wunderte er sich nicht, dass der Herr ihn auf einmal ansprach: „Folge mir nach!“ Wir sind beeindruckt, dass er sofort aufstand und diesem Befehl nachkam.

Wer ein Jünger des Herrn sein möchte, muss Ihm nachfolgen (wollen): „Folge mir nach!“, ruft der Herr bis heute denen zu, die Er als Jünger beruft. Er ruft jeden, der im Glauben sein Werk am Kreuz von Golgatha für sich persönlich in Anspruch genommen hat. Ob auch unsere Antwort ist: „Und er stand auf und folgte ihm nach“?

Jüngerschaft kann dann auch heißen, mit den Sündern und Zöllnern zu essen. Hiermit ist nicht gemeint, Gemeinschaft mit Menschen zu pflegen, die in der Sünde leben. Aber wenn wir zu solchen Menschen gehen, die in der Sünde leben, um ihnen das Evangelium zu weiterzugeben – und das ist unser Auftrag –, und sie bekehren sich, dann dürfen wir eine solche Gemeinschaft genießen, wie wir sie hier von unserem Herrn im Haus des Zöllners Matthäus sehen. Der Herr segnet offene Häuser, die sich nicht nur den Erlösten, sondern gerade den Sündern öffnen, um ihnen das lebensnotwendige Heil in Christus zu verkündigen. Sie werden kommen, wenn unser Leben authentisch ist.

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