Der Dieb

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Der englische Erweckungsprediger John Wesley (1703–1791) wurde eines Abends auf dem Weg nach Hause überfallen und ausgeraubt. Der Räuber fand bei ihm jedoch nur ein wenig Kleingeld und ein paar christliche Schriften.

Als er sich aus dem Staub machen wollte, rief Wesley ihm nach: „Halt! Ich muss Ihnen noch etwas geben.“ Verblüfft blieb der Dieb stehen, und Wesley fuhr freundlich fort: „Vielleicht kommt einmal der Tag, an dem Sie das Leben, das Sie jetzt führen, bereuen. Erinnern Sie sich doch dann an das Bibelwort: ‚Das Blut Jesu Christi reinigt uns von aller Sünde‘!“

Der Räuber suchte das Weite; Wesley aber betete, dass seine Worte etwas fruchten mögen.

Viele Jahre später, als Wesley vor einer großen Zuhörerschaft gepredigt hatte, kam ein Herr auf ihn zu und wollte ihn sprechen. Was für eine Überraschung – dieser Mann war niemand anders als der, der ihn damals beraubt hatte. Doch Wesleys Worte hatten ihn nicht losgelassen. Schließlich hatte er Gott seine Sünden bekannt und war Christ geworden. Er hatte sein Leben in Ordnung gebracht und auch gute Arbeit gefunden. – „Das alles habe ich Ihnen zu verdanken“, meinte der Mann am Ende seiner Erzählung. „O nein“, erwiderte Wesley, „nicht mir, sondern dem kostbaren Blut Jesu Christi, das uns von allen Sünden reinigt!“

In jener Nacht hatte Wesley dem Dieb tatsächlich etwas Wertvolles gegeben. Er hatte ihn darauf hingewiesen, dass durch Jesus Christus die Umkehr zu Gott und Vergebung der Schuld möglich ist. Damit hatte er ihm die Tür der Hoffnung geöffnet.

(aus: Folge mir nach - Heft 3/2008)

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