Die Leiden des Christus

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In den Versen 2 und 3 spricht der Herr einfach von seiner Gottheit, aber in dem oben zitierten Vers ist es dieselbe gesegnete und mächtige Person, die uns in einem anderen Zustand gezeigt wird. Wir sehen Ihn nicht mehr in den Bedingungen, die seiner Göttlichkeit entsprechen, sondern in denen seiner niedrigen Menschheit. Die Herrlichkeit seiner Person führt so seine Niedrigkeit ein. Er nahm den Ort des Lernenden ein, des Jüngers. Warum? "Damit ich wisse, den Müden durch ein Wort aufzurichten."

Er nahm den Platz des Lernenden ein, um sich mit dem erfahrungsmäßig vertraut zu machen, durch das sein Volk hindurchgehen müsste. Er würde so die Übungen ihres Weges voller Verständnis selbst erfahren. Sie leiden so häufig wegen ihrer Sünden unter der Zucht der Regierungshand Gottes. Er dagegen, als der sündlose Messias würde für sie in besonderer Weise empfinden, wie durch einen anderen gesagt worden ist: "Er trug zuerst in seinem Geist das, was Er durch seine Macht hinwegtun würde." "In all ihrer Bedrängnis war er bedrängt, und ein Engel seines Angesichts hat sie gerettet. In seiner Liebe und in seiner Erbarmung hat er sie erlöst; und er hob sie empor und trug sie alle Tage vor alters" (Jesaja 63, 9). Lies dazu auch Jesaja 53, 4-5.

Er litt auch so häufig von den Händen der gemeinen Menschen aufgrund dessen, was Er ist, mit allen seinen starken und heiligen Empfindungen, selbst wenn sie keine tatsächlichen und körperlichen Schmerzen zufügten. Die Worte aus Sprüche 18,14 können zweifellos auf Ihn angewendet werden. Lies in dieser Verbindung Markus 3,5. Wie könnte Er etwas anderes als der Leidende in dieser Welt sein, die sich weit von Gott entfremdet hat, und in der die Sünde bis in den Tod herrschte? Dies waren keine Leiden des Mitgefühls, denn er fühlte die verächtliche Beleidigung, mit welcher Er behandelt wurde. Er war in der Tat "ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut" (Jesaja 53, 3). Er litt angesichts der schlimmen Misshandlung durch ihre Hände ihre Zungen (vgl. Psalm 69, 7-9, 19, 20; und Jesaja 50, 6; Jesaja 52, 14.)

Er litt so offensichtlich und häufig um der Gerechtigkeit willen von den Händen seiner Feinde. Und es sei denn, dass sie Buße getan haben, so bringt dieses ein verdientes Urteil für sie. Aber Er litt auch für die Sünden, sowohl in seinem Opfer als auch in "rechtlicher" Hinsicht - von den Händen Gottes - dies aber nur "auf dem Baum". Und dieses sichert den Segen für die Menschen, da es die Herrlichkeit für Gott bewirkt hat.

Er litt um dessentwillen, was Er ist.

Er litt voller Empfinden mit einem leidenden Volk - so lernte Er, wie Er ihnen in ihrer Stunde der Versuchung helfen kann.

Er litt um der Gerechtigkeit willen von den Händen der Menschen.

Er litt wirklich für die Sünde auf dem Kreuz. Denn dort wurde Er, der keine Sünde kannte, für uns zur Sünde gemacht.

Wir werden Ihn in alle Ewigkeit preisen: Und Gott hat Ihn erhoben zu seiner Rechten. In Kürze wird Gott Ihn dem ganzen Universum zeigen - eine wirklich gerechte Antwort auf sein ganzes Leiden hier auf der Erde.

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