Letzte und vorletzte Fragen

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Ein eindrucksvolles Grußwort über vorletzte und letzte Fragen

In einem bemerkenswerten Grußwort richtete sich der deutsche Bundespräsident Horst Köhler an die Mitglieder der EKD (Evangelische Kirche Deutschlands) Synode in Würzburg. Er sagte, von den Kirchen wünsche er sich, dass sie klar zwischen letzten und vorletzten Fragen unterschieden. Alle Politik widme sich den vorletzten Fragen. Die Stimme der Kirche sollte zu den letzten Fragen - etwa nach dem Sinn des Lebens - nicht leiser sein als in ihren Äußerungen zur Politik.

Nicht so sehr Politik ...

Das ist insofern bemerkenswert, als man von der Evangelischen Kirche in Deutschland in den letzten Jahren hauptsächlich Hinweise zu einer (vermeintlich) besseren Politik sowie zu sozialen Fragen des Lebens in der Öffentlichkeit gehört hat. Weniger ist diese Kirche aufgefallen durch Hinweise über den „Sinn des Lebens“, über die Frage: Woher kommt der Mensch? Wohin wird er gehen?

... dafür aber etwas über den Sinn des Lebens!

Nun ist es leicht, sich kritisch zu den Kirchen zu äußern. In Freikirchen mag man vielleicht weniger über Politik hören, obwohl auch das zuzunehmen scheint ... Und unter Christen, die sich bewusst außerhalb jeder Kirche und Freikirche versammeln, weil sie die biblische Wahrheit der einen Kirche (Versammlung, Gemeinde) verwirklichen wollen, wird man vermutlich gar nichts zur Politik hören.

Wird man DICH fragen?

Aber hört man von uns eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens? Auf die „letzten Fragen“? Nehmen wir an, in unserer Stadt, in unserem Dorf, würde eine Diskussion zu diesem Thema aufkommen, und man suchte jemanden, der dazu Stellung bezieht. Würde man wohl zu Dir, gerade zu Dir mit dem Anliegen kommen, dazu etwas zu sagen? Oder sind wir solche, die sich bislang zu diesem Thema ausgeschwiegen haben? Die gar nicht bekannt sind als solche, die diese Frage beschäftigt und den Menschen dazu eine Antwort zu geben vermögen.

Wie heißt unser Auftrag? „Und er sprach zu ihnen: Geht hin in die ganze Welt und predigt der ganzen Schöpfung das Evangelium. Wer da glaubt und getauft wird, wird errettet werden; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden“ (Markusevangelium, Kapitel 16, Verse 15 und 16).

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