Meilensteine im Leben eines Christen

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Die christliche Zeit, in der wir heute leben, ist in erster Linie durch unsichtbare Dinge gekennzeichnet, nicht durch sichtbare. Es geht um den Glauben, nicht so sehr um das Schauen. Zwar kannten auch schon Gläubige in der alttestamentlichen Zeit den Glauben und das Vertrauen auf Gott. Und doch stand ihre Zeit besonders mit äußerlich sichtbaren Gegenständen in Verbindung. Beispiele sind die Stiftshütte, der Tempel, der materielle Opferdienst, das Geben des Zehnten, Reinigungsrituale und vieles mehr.

Heute geht es jedoch fast ausschließlich um innere Werte und Tatsachen (also um NichtMaterielles), die uns geschenkt sind. Man denke nur an die Errettung der Seele, das Wissen um die Heilsgewissheit, die christliche Hoffnung, die Versiegelungdurch den Heiligen Geist etc. Geistliche Segnungen kann man nicht mit Händen fassen und mit den Augen anschauen und dennoch sind sie absolut reell.

Aber der Herr hat uns hier auf der Erde zwei äußerliche Zeichen hinterlassen: die Taufe und das Brotbrechen. Und mit diesen beiden äußeren Kennzeichen des Christen beschäftigen sich zwei kurze Bücher von Ernst-August Bremicker, um gerade jungen Christen deutlich zu machen, dass diese Kennzeichen nicht weniger wichtig für uns heute sind. Wenn auch beide Bände besondere Relevanz für junge Christen haben, so ist es auch für ältere Gläubige gut, diese beiden Themen erneut zu überdenken. Denn Taufe und Brotbrechen haben neben ihrem äußeren Charakter eine innere Bedeutung, die auch im Verlauf unseres Lebens hier auf der Erde nicht an Wert verlieren sollte.

In dem Büchlein über die christliche Taufe (48 Seiten) macht der Autor deutlich, dassdie Taufe einen Menschen zum Jünger und Nachfolger Jesu macht. Sie hat zweitens einen deutlich christlichen Charakter, denn es wird im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft die Unterscheidung dieser drei göttlichen Personen, die zugleich eins sind -kennen nur wir Christen. Im Alten Testament war sie nicht offenbart. Drittens steht die Taufe direkt mit dem Glauben in Verbindung, denn wer glaubt und getauft wird, wird errettet werden (Mk 16,16). Die Taufe ist nicht der rettende Glaube, aber sie ist die natürliche Folge des Glaubensschrittes. Schließlich rettet die Taufe -nicht für den Himmel. Aber sie verbindet uns hier auf der Erde mit Christus.

Diesen grundsätzlichen Bedeutungen der Taufe, die schon durch die Worte des Herrn Jesus in den Evangelien deutlich werden, stellt E.A. Bremicker die weiteren Belehrungen der Briefe zur Seite. So verbindet die Taufe uns mit dem Verworfenen Christus hier auf der Erde. Mit ihr verwirklichen wir, was es heißt, mit Christus gestorben zu sein. Denn die Taufe geschieht auf seinen Tod. Zugleich sind wir den Elementen dieser Welt gestorben - denn wir sind mit Christus begraben. So hat die Welt keinen Anziehungspunkt mehr für uns - und wir nicht für die Welt.

In dem zweiten Band der "Meilensteine" widmet sich E. A. Bremicker dem bedeutsamen Thema "Brotbrechen". Auf 96 Seiten beantwortet er eine Reihe an immer wieder gestellten Fragen zu diesem Thema. Zunächst jedoch arbeitet er heraus, dass man durch das Essen vom Brot und das Trinken vom Kelch nicht ewiges Leben erhält. Aber warum brechen wir überhaupt das Brot? Kann man es an irgendeinem Ort brechen, in egal weicher Kirche? Aus welchen konkreten Handlungen besteht eigentlich das Brotbrechen? Gibt es dafür eine ausführliche Liturgie? Wann und wie oft sollen wir das Brotbrechen durchführen? Darf jeder, der möchte, am Brotbrechen teilnehmen? Oder gibt es biblische Voraussetzungen, um am Gedächtnismahl, dem Abendmahl teilnehmen zu können. Gerade zu diesem viel diskutierten Punkt seien einige biblische Voraussetzungen kurz genannt:

Jeder Teilnehmer muss Leben aus Gott besitzen (vgl. das "wie' aus 1. Kor 10,17). Ungläubige Menschen haben kein Recht, am Brotbrechen teilzunehmen. Wer am Mahl des Herrn teilnimmt, wird zu einem Leben in persönlicher Heiligkeit aufgefordert. Wer nämlich in Sünde lebt, "überträgt" dieses Böse über die Teilnahme am Brotbrechen auf die Versammlung (oder Gemeinde/Kirche) (vgl. 1. Kor 5). Auch darf er nichts lehren - oder einer solchen Lehre anhängen - was die Herrlichkeit der Person und des Werkes des Herrn antastet (vgl. Gal 5 und 2. Joh 9-11). Wer also zum Beispiel ablehnt, dass der Herr Jesus Gott und Mensch in einer Person ist, dass Er nicht nur keine Sünde tat, sondern auch keine tun konnte, weil Sünde nicht in Ihm ist (l. Joh 3,5), kann nicht am Brotbrechen teilnehmen. Und auch gottesdienstliche Gemeinschaft mit Ungläubigen, mit moralisch oder lehrmäßig Bösem, führen zum Ausschluss vom Brotbrechen (vgl. 1. Kor 10, 16-18; 2. Joh 9-11; Offb 18,4).

Schließlich werden noch die Fragen beantwortet, in welcher persönlichen Verfassung und bis wann wir das Brot brechen.

Beide Bücher kann ich aufgrund ihrer klaren Struktur und der einfachen Sprache sehr empfehlen. Man kann sie gut an junge Gläubige weitergeben, auch an Büchertischen, wenn man auf junge Christen trifft.

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