29.12.2013 Matthäus | Jesus Christus / Gott

Chorazin und Bethsaida

Bild: Bethsaida (mit freundlicher Genehmigung von http://www.bibleplaces.com/bethsaida.htm)

Chorazin lag rund vier Kilometer nördlich von Kapernaum und dem nördlichen Teil des Sees Genezareth entfernt. Wir finden Chorazin nur an dieser und der Parallelstelle im Lukasevangelium erwähnt.

Bethsaida dagegen finden wir mehrere Male im Neuen Testament. Dieser Ort liegt nördlich des Sees Genezareth an der Stelle, an welcher der Jordan in den See mündet. Er ist ca. 1,5 km vom jetzigen Ufer des Sees entfernt. Wir wissen, dass es der Geburtsort von Philippus, Andreas und Petrus ist (Joh 1,44). Auf dem Schiffsweg nach Bethsaida kam der Herr den Jüngern in der 4. Nachtwache auf dem See wandelnd entgegen. Petrus erlebte das Wunder, auf dem Wasser gehen zu können. Die anschließenden Wunder müssen in der Umgebung von Bethsaida gewirkt worden sein (vgl. Mk 6,45-56).

Später hat der Herr dort einen Blinden geheilt (Mk 8,22-26). Im Alten Testament gibt es kein Beispiel für die Heilung eines Blinden. Nach Lukas 9 (Verse 10-17; vgl. Mk 6,30-44) fand auch die Speisung der 5.000 Männer in der Nähe dieses Ortes statt. Bethsaida war also nachweislich ein Ort gewesen, an dem wunderbare Zeichen durch den Messias gewirkt worden sind.

Über beide Orte ruft der Herr ein „Wehe" aus. Die Menschen dieser Städte hatten trotz der bevorzugten Behandlung durch Jesus keine Buße getan. Viele Wunderwerke begleiteten sein Handeln. Ja, es handelte sich sogar um die Städte, in denen Jesus seine meisten Wunderwerke getan hatte. Und dennoch lehnten sie Ihn ab. Wie tief hat der Herr empfunden, dass gerade die Regionen, die seinen vielfältigen und vielfachen Segen empfanden durften, nicht bereit waren, Ihn als Messias aufzunehmen. Auch das waren Leiden für Ihn.