24.05.2020 2. Samuel | Persönlicher Glaube

Der Segen des Hauses von Obed-Edom

Plötzlich ist alle Freude verschwunden. Das Ausmaß des Zorns Davids an dieser Stelle entspricht der Intensität seines ursprünglichen Enthusiasmus. David ist erfüllt von Zorn und Angst. Er lernt, was der Gegenwart Gottes angemessen ist. Wie Hiob zuvor wurde auch David durch die Zucht entmutigt (Heb 12,5).

 

Hat sich die Gnade Gottes geändert? Wir sollten uns vor solchen Gedanken bewahren lassen, die uns dahin führen, gegen Gott aufzubegehren. Sie offenbaren die Wirksamkeit unseres Fleisches. Lasst uns im Gegensatz dazu vielmehr versuchen, die Gründe der Zucht zu erfassen, auch das Ziel, das Gott verfolgt (Heb 12,11).

 

Die Lade im Haus Obed-Edoms

Die Bundeslade wird dann in das Haus von Obed-Edoms umgeleitet. Er war ein Gatiter. Offenbar stammte er ursprünglich aus Gat. Das ist nicht die Philisterstadt, sondern Gat-Rimmon im Gebiet von Dan. Es war eine Levitenstadt (Jos 19,45; 21,24). Der Name Obed-Edom heißt übersetzt „Diener Edoms". Geistlicherweise heißt das: Sklave des Fleisches, für das Edom steht. Aber durch reine Gnade war er Levit. Er gehörte zur Familie von Kores, das waren die Torhüter (1. Chr 26,4.5).

 

Er war daher qualifiziert, um sich mit der Bundeslade zu beschäftigen. Nichts stand dem entgegen, dass er die Lade zu Hause aufnahm. Wir lesen, dass Gott ihn sofort und im Übermaß segnete. So ist die Gegenwart des Herrn, selbst wenn es nur eine sehr kleine Anzahl der Gläubigen sein mag, die dieses Vorrecht verwirklicht (zwei oder drei), immer eine Quelle der Freude und des Segens.

 

Nachdem David von diesem Segen des Hauses erfährt, findet er sein Vertrauen zurück auf die göttliche Gnade, die er so oft erfahren hatte. Die Begebenheiten werden in 2. Samuel nur ganz kurz geschildert. Die Übungen seines Herzens und Gewissens sind uns detaillierter im Bericht des Buches Chronika (1. Chr 14.15) mitgeteilt worden ... David wird sich seines Fehlers bewusst. Er wird vollständig wiederhergestellt und genießt aufs Neue die unbewegliche Gnade seines Gottes. Er versteht, dass er die Bundeslade nach Jerusalem hinaufbringen soll. Und er tut es nun auf eine Gott gemäße Art und Weise.