01.12.2018 Matthäus | Menschliches Zusammenleben

Die Fürsorge des Vaters für die Kinder

Der Herr Jesus hatte von Selbstgericht bei Jüngern gesprochen, nachdem er intensiv davor gewarnt hatte, Kleinen zum Anstoß im Glaubensleben zu sein.  Nun kommt nun wieder auf dieses Thema zurück. Es geht Ihm ja um die Kinder. Es ist Ihm ein besonderes Anliegen, dass niemand die Kleinen verachtet.

Wenn der Herr und der Vater diese so wertschätzt, wie sollte das auch für uns ein Anreiz sein, uns im Besonderen um die Kinder und Kleinen zu kümmern. Das ist nicht nur die Aufgabe von Eltern, die kleine Kinder haben. Sie haben diese Pflicht, ja dieses Vorrecht ohnehin. Aber wir alle sind angesprochen, ein besonderes Herz für die Kinder zu bewahren und ihnen ein Vorbild und ein Anreiz zum Guten zu sein.

Man kann diesen Gedanken im Sinne der neutestamentlichen Lehre noch etwas erweitern. Man kann an die Schwachen im Glauben denken, von denen Paulus in seinen Briefen an die Römer und die Korinther spricht: „Den Schwachen im Glauben aber nehmt auf ... Lasst uns nun nicht mehr einander richten, sondern richtet vielmehr dieses: dem Bruder nicht einen Anstoß oder ein Ärgernis zu geben" (Röm 14,1.13). Wenn es um jemanden geht, der in Bezug auf bestimmte Punkte schwach im Glauben ist, indem er meint, dass er bestimmte Dinge nicht tun darf, dann sollen wir ihn nicht aufs Glatteis führen, so dass er etwas tut, was ihn zu Fall bringt. Wir sollen Rücksicht nehmen. Er ist dann im Sinne dieser Verse wie einer der Kleinen. Wir sollen nicht von oben auf ihn herabschauen, sondern einen solchen in Liebe tragen und ihm eine Hilfe sein. Einen solchen zu verachten würde nur Gericht in der Regierung unseres himmlischen Vaters auf uns bringen.

Wie leicht achten wir auch Geschwister gering, die vielleicht nicht so belehrt sind, wie wir es zu sein glauben und denen es möglicherweise an Einsicht mangelt über geistliche Dinge. Vielleicht sind sie nicht in der Lage, sich so auszudrücken, wie wir es von anderen gewohnt sind. Wenn wir sie verachten in unseren Herzen, verachten wir letztlich sogar den Herrn selbst, der sich mit ihnen identifiziert.